Der Natur Park Südgelände ist ein 18 Hektar großer Park im Berliner Ortsteil Schöneberg. Die Geschichte Südgeländes ist durch Relikte der Bahn-Ära heute noch präsent inmitten schützenswerter Natur, die sich in den letzten Jahren das Areal um den ehemaligen Verschiebebahnhof Tempelhof zurückerobert hat.

Die Wege führen über Schienenstränge …

… oder Metall-Gitter-Wege.
Der Rundweg durch das Naturschutzgebiet führt auch über 600 Meter Stahlgitter, die erhöht über den Waldboden führen, da sie auf Stahlrohren befestigt sind, die wiederum auf den alten Schienen liegen. Diese Art der Wegführung belässt unterhalb des Weges genug Raum für Tiere, sich zu bewegen. So teilt der Weg das Gebiet nicht in zwei Teile und das Regenwasser kann das Erdreich erreichen.
Das weit sichtbare Wahrzeichen des Parks ist der 50 Meter hohe stählerne Wasserturm, der früher das für den Bahnbetrieb benötigte Wasser lieferte. Er wurde 2019 instand gesetzt (Sicherung des Fundaments, Korrosionsschutz).

Wasserturm in der Nähe der Lokhalle
An die Bahngeschichte erinnern außerdem zahlreiche Wasserkräne, Lichtmasten, Schienenstränge und Weichen. Eine alte Dampflok der Baureihe 50 aus dem Jahr 1940 und eine Drehscheibe sind Überbleibsel des ehemaligen Bahnbetriebswerkes.

Drehscheibe zum Umsetzen von Loks

Lok der 50ger Baureihe
Nachdem der Bahnbetrieb auf dem Rangierbahnhof 1952 eingestellt wurde, eroberte sich die Natur das Terrain nach und nach zurück. Wo früher Gleisschotter und Sand das Areal prägten, konnten sich wertvolle Trockenrasen, Hochstaudenflure und ein urwüchsiger Wald entwickeln.
Der Natur Park Südgelände beherbergt bis heute eine Vielzahl seltener und vom Aussterben bedrohter Tiere und Pflanzen. Deshalb darf das Schutzgebiet auch nicht betreten werden. Besucher*innen werden über Wege und Stege, die dem Verlauf alter Bahntrassen folgen, durch den Park geführt.
Es gibt ein Café in der Nähe der denkmalgeschützten Brückenmeisterei, das allerdings nur am Wochenende geöffnet ist.

Im (heute geschlossenen) Café Paresüd im Südgelände
Und natürlich darf die Kunst nicht fehlen: Wer den Natur Park Südgelände erkundet, tut dies auch auf stählernen Kunstwerken der Bildhauergruppe ODIOUS. Stege, Baumhäuser oder Röhren erschließen das Natur- und Landschaftsschutzgebiet und ermöglichen einmalige Einsichten und Ausblicke.
Zu den Werken der Künstlergruppe gehört auch eine begehbare Röhre …

Hier braucht es Durchblick

Die Röhre glücklich passiert …
Ob die „Grotte“ an eine Eisenbahner-Tradition erinnern soll, wissen wir nicht. Sieht jedenfalls feurig aus und es plätschert hörbar …
Wer selbst kreativ werden möchte, findet im Natur Park Südgelände am Rand des Tälchenwegs eine ehemalige Stützmauer, die Graffiti-Künstlern und – Künstlerinnen von Montag bis Samstag ab 15 Uhr legal als Leinwand dient.

Texte mit und aus diesen Quellen : Wikipedia und https://www.natur-park-suedgelaende.de/.










































































































































































