Monat: September 2025

Berlin und Gillenfeld – Die Welt ist klein…

Buslinie 566 von Daun zum Feriendorf- meine Lieblingsbuslinie- ist ab sofort meine Allerlieblingslinie:

Vor ein paar Tagen kommen Herbert und ich in der Pause der Busfahrer/innen an der Realschule in Gillenfeld mit einer der Fahrerinnen ins Gespräch.

Und was stellt sich raus:
Die Frau kennt sich aus in der Welt😉: Sie hat tatsächlich jahrelang in Berlin gelebt. Auf meine Frage „Wo denn da?“ kommt die Antwort: „Neukölln“.

Das facht natürlich meine Neugier weiter an, und ich bohre nach Genauerem, bzw..“Welche Straße?“ „In der Nähe vom Tempelhofer Feld, Kienitzer Straße“. Ich fass‘ es nicht: MEINE Straße!!!
Freue mich wie Bolle in der tiefsten Eifel eine Wahlheimat-Verbundene zu treffen. Und wir freuen uns beide, dass uns die Kombination von Land und Großstadt weiterhin gelingt: Sie hat noch Kinder in Berlin und pendelt (wie wir) des Öfteren zwischen den beiden Extremen.

Gut, dass sie auch zur Erholung ein Häuschen HIER im Feriendorf hat! Dieser weiteren, überraschenden Enthüllung folgt natürlich eine Einladung unsererseits zum Vorbeischauen- wo auch immer: im Feriendorf oder in Neukölln.

Man sieht sich! 😁

Entlang der Lieser von Neichen nach Daun

Es sollte trocken bleiben, einer der wenigen Tage derzeit. Also rasch eine Route festgelegt und los.

Es soll von Neichen, einem hübschen Örtchen in der Nähe der Lieserquelle entlang des Lieserpfades und des „Großen Dauner“ nach Daun gehen. Also in Daun in die Bus-Linie 520 und ab in Richtung Kelberg.

In Neichen empfängt uns kalter Wind und bedeckter Himmel, als wir uns auf einem weichen Wiesenweg auf den Weg machen. Es geht vorbei am Neichener Sauerbrunnen, einer gefassten Quelle.

Neichen liegt hinter uns

Der Neichener Sauerbrunnen

Moni probiert das kohlensaure Wasser

Bald erreichen wir über naturbelassenene Pfade die Lieser, hier noch ein schmales Bächlein.

Auf dem Weg zur Lieser

Die Lieser

Wir queren das Bächlein und wandern auf dem Lieser-Quellpfad weiter.

Lieserquerung

Der Weg ist trotz der Regenfälle der letzten Tage gut begehbar und sehr schön.

Auf dem Lieser-Quellweg

Nach einigen tausend Metern lichtet sich der Mischwald…

… gemeinsam mit der Wolkendecke und wir gelangen in ein weites Tal.

In den Lieserauen

Wir erreichen Nerdlen und queren die Lieser erneut.

Lieserbrücke in Nerdlen

Die Lieser in Nerdlen

Die Lieser in Nerdlen

Es geht weiter, etwa einen Kilometer entlang einer schmalen Asphaltstraße in Richtung Rengen. Wir unterqueren die Autubahnbrücke und wechseln am Ortseingang von Rengen auf den „Großen Dauner“, der uns leicht bergan in einen Mischwald führt, der sich erst kurz vor Boverath wieder lichtet.

Blick vom „Großen Dauner“ auf Rengen

Sauerbrunnen am „Großen Dauner“

Auf dem „Großen Dauner“

Blick zurück vom Ortsrand in Boverath

Der letzte Kilometer von Boverath zum Bahnhof in Daun entlang eines Radwegs ist einigermaßen trist und ereignislos. Ganz im Gegensatz zur Gesamtstrecke: Die können wir nur sehr empfehlem. Abwechslungsreich und mit tollen Waldpassagen und ebensolchen Fernblicken. Trotz der 10 km ist die Strecke leicht und auch für Ungeübte absolut zu emofehlen. Außerdem sind Start und Ziel mit den Öffis erreichbar.

Hier die Route:

Entlang des Hasbach und der Lieser von Dockweiler nach Daun

Die Vulkaneifel hat mehr zu bieten als die allseits bekannten Maare. Auf unseren zahlreichen Fahrten von und nach Berlin haben wir die Landschaft zwischen Gerolstein und Daun als Wandergebiet entdeckt. Allerdings zunächst nur vom Bus aus gesehen. Grund genung, hier einmal ausgiebig zu wandern.

Eine Route ist schnell gefunden: Es soll von Dockweiler entlang des Hasbach zur Lieser bei Rengen und dann weiter nach Daun gehen.

Blick auf Dockweiler

Dockweiler gefällt uns sehr gut, besonders die netten Einwohner dort. Unweit des Madagaskarwegs steht ein großer Walnußbaum im Vorgarten. Er hängt voll mit Nüssen. Natürlich trauen wir uns nicht weiter ran, aber der freundliche Besitzer lädt uns ein in 3 Wochen wieder zu kommen, wenn die Früchte reif sind.

Dies Angebot nehmen wir doch gerne an, zumal die bisherige Walnußernte eher mau ausfiel. Dann werden wir auch mal nachfragen, wie Dockweiler zu einem Madagaskarweg kam.

Die einzig nenenswerte Steigung liegt gleich am Anfang der Tour, es geht ca 70 Hm auf 563 über NN. Dort treffen wir auf den HWW3 des Eifelvereins dort als „Wasserfalleweg“ markiert.

Blick vom Wasserfallweg auf Dockweiler

Am Wanderparkplatz an der L68 geht es dann in den Dockweiler Wald. Dort rasten wir unweit der Quelle des Hasbach.

Rastplatz unweit der Quelle des Hasbach

Es geht nun stetig leicht bergab, immer dem Hasbach folgend, der mal nah am Weg, mal im Tal vor sich hinplätschert.

Entlang des Hasbach

Der Himmel ist noch bedeckt und kaum ein Laut dringt durch die Stille.

Im Dockweiler Wald auf dem inzwischen zum Quellenpfad gewordenen Weg treffen wir auf dieses einladende Ensemble, direkt am Hasbach gelegen. Wir rasten natürlich und lassen uns vom leisen Plätschern des Bachs und dem dazugehörigen Tröpfeln des Dockweiler Drees bezaubern.

Am Dockweiler Drees

Am Dockweiler Drees

Kleiner Frosch am Drees.

Heute also große Wildtierausbeute: Zwei Rehe und diesen Frosch gesehen! PS: Oben am Drees ein kleines, „eisernes“ Herz. ❤️

Blick zurück auf den Sauerbrunnen

Weiter entlang des Hasbach

Die Sonne bricht durch und wir verlassen den Dockweiler Wald nicht weit hinter dem Sauerbrunnen. Es geht am Waldrand in Richtung Rengen, der Hasbach fließt nun einige hundert Meter weiter durch ein breites Tal.

Blick über das Hasbachtal

Die Landschaft hier ist Teil einer Ausgleichsmaßnahme des Landesstraßenamtes. Dieser Ausgleich für den Bau der Autobahnbrücke bei Rengen (Es wurden u.a. jede Menge Bäume gefällt) gefällt uns gut. Die Landschaft ist gepflegt und abwechslungsreich.

Das Hasbachtal

Ausgleich muss sein. Moni dankt dem Landesstraßenamt mit einer aussichtsreichen Pause

Pause am Infopunkt zur Ausgleichsmaßnahme

Weiter gehts auf dem Wasserfallweg, der hier zum Hasbachwanderweg wird. Diese kleine Meckererin (und ihre Kumpel/inen) gehört wohl zu besagtem Ausgleichsprogramm der Brückenbauer: Die Ziegen halten hier ganz natürlich das Gras kurz.

Dann gehts entlang der Rengener Heide nach Rengen, wo wir auf den Lieserpfad wechseln wollen.

In Rengen treffen wir dann auch auf den Zuweg zum Lieserpfad und später auch auf den Wanderweg selbst, aber leider führt dieser Abschnitt weit von der Lieser entfernt über die Höhe …

Auf dem Lieserpfad

Etwa 1 km vor Daun verlieren wir die Markierung vollends und laufen das letzte Wegstück auf den Fahradweg.

Unsere Route:

Insgesamt eine schöne und lohnenswerte Rout. Schön ist auch, dass Start und Ziel dieser Streckenwanderung an das Busnetz angebunden sind.