Monis Resumee
(Reihenfolge der folgenden Ereignisse und Eindrücke nicht unbedingt chronologisch)
Und? Wie war die Wanderung? Ich sachma: Sowohl, als auch😉.
Den Europaweg 9 – vor allem oben an der Steilküste der Ostsee entlang – hab ich in der besten Erinnerung. Beeindruckend die Caspar-David-Friedrich-Panoramen und natürlich der Wildrosenduft! Schmale Pfade, wenig Menschen, schönes Wetter und die tolle Bank mit Meerblick fast am nördlichsten Punkt unsrer tour: nur toll!

Dass das Trampen noch klappt und wir von einem netten Altersgenossen 4km durchs Gewitter gefahren wurden, erfreut natürlich ebenso mein altes Hippieherz.
Und ich war jetzt auch mal in Cuxhaven und habe Ringelnatz erneut entdeckt.
Stelle ihn humormäßig in eine Reihe mit W.Busch und H. Zille.

Joachim Ringelnatz –
Dicht gefolgt auf meiner ‚2026-Wanderungs-Lieblings-Orte-Skala‘ folgt Lübeck und das Puppenmuseum/Theater Kolk 17. (Aber die Dresdner Puppentheatersammlung ist noch tollerer!)

Lübeck ohne Thomas Mann? Geht gar nicht. Ich empfehle immer noch „Buddenbrooks“. Gibts auch als Hörbuch, Gerd Westphal liest.

Das musste sein 😏
Zurück auf die Strecke: Die FischerStuv in Boltenhagen, mit riiiesigem Plastikhummer (besser, als ein Lebender) schwimmend in einem alten Boot, und der ‚Kaptain of the Räucherfisch‘ der Stuv, sind auf jeden Fall das Beste in diesem Kaff.

Der Chef brät den frischen Fisch
Aber wir haben Die Weiẞe Wiek, etwa 4 Km von Boltenhagen entfernt, entdeckt: Ein Geheimtip unter den Stränden an der Ostsee – für mich.

Lenschow, das ‚verschwundene‘ Dorf an der Grenze Mecklenburg/Schleswig-Holstein, welches wir nur noch am Gedenkstein ‚erkannten‘, richtet notwendigerweise den Blick zurück auf die deutsche Teilung. Auch dazu: Nie wieder Krieg!
Im Naturschutzgebiet ‚Moorgebiet Kranika‘ (ca 100 Ha) trafen wir auf eine nette Frau, die uns fotografieren wollte – und das auch tat. Sonst kein Mensch, was sicher auch zu der besonderen Atmosphäre dort beiträgt. 😉

Aber die alte Neuköllnerin in mir hat sich auch im Bremerhavener Neukölln wohlgefühlt. (Keine Ahnung, wie das Viertel, in dem unser Hotel war, wirklich heißt) Gute Mischung der Nationalitäten – natürlich sauberer, als hier! 🙄

Vorm Deich lang sind wir nach Varel getippelt, unten lang- oben tummelten sich die Radfahrer/innen. Unten ist es ein schöner, ruhiger Weg: Schafe, Wolken, Wind und Watt – prima!
Leider wurden die Wege dann zusehends langweiliger: Rad/Wanderwege sind die Hölle, vor allem durch e-Bike Fahrer/innen, die zu schnell fahren, dafür umso schlechter lenken!
Und zu kucken gabs nicht so viel: Rechts und links des Wegs Flachland bis zum Horizont, und immer wieder an viel befahrenen Straßen entlang. Ein Glück funktioniert der ÖPNV recht gut, so haben wir uns manche öde Strecke erspart.

Dabei fällt mir Molli ein – die Schmalspurbahn von Bad Doberan nach Kühlungsborn, die so schön tutet!

Aber von Varel bis Wittmund tutete nix mehr so nett. Wir haben uns ein wenig gequält, die letzten KM, und waren froh in Wittmund ein paar Tage bei einem sehr netten älteren, russischstämmigen Ehepaar in ihrer 100qm Ferienwohnung (Trierer Übertreibung😉) zu logieren.
Als Unterkunft hat uns am allerbesten der „Landgasthof Witten“ in Labenz gefallen. Den altmodischen Charme dort hat Herbert absolut zutreffend fotografisch festgehalten.

Nach 21 Tagen Tourleben hatte ich aber dann doch wieder Sehnsucht nach Berlin. Die Zugfahrt mit 4mal umsteigen (Deutschlandticket) ging überraschend glatt.
Berlin empfängt uns glühend mit 38 Grad, also schnell noch ne Cola am Südkreuz trinken, dann mit Taxi nach Hause. Soviel Luxus muß sein!
Natürlich sind wir noch platt von det Janze, und brauchen sicher ein paar Tage „sitten un kieken“.
Aber der nächste Sommer kommt, und spätestens im Frühjahr ruft…. ja, was denn? Hm🤨, was es dann sein wird, ist noch nicht klar, aber ich bin sicher, es fällt uns was Schönes ein!
Wir halten Euch auf dem Gehenden!























































































































