Monat: Juli 2026

Tag 22: Resümee und Rückfahrt

Monis Resumee

(Reihenfolge der folgenden Ereignisse und Eindrücke nicht unbedingt chronologisch)

Und? Wie war die Wanderung? Ich sachma: Sowohl, als auch😉.

Den Europaweg 9 – vor allem oben an der Steilküste der Ostsee entlang – hab ich in der besten Erinnerung. Beeindruckend die Caspar-David-Friedrich-Panoramen und natürlich der Wildrosenduft! Schmale Pfade, wenig Menschen, schönes Wetter und die tolle Bank mit Meerblick fast am nördlichsten Punkt unsrer tour: nur toll!

Dass das Trampen noch klappt und wir von einem netten Altersgenossen 4km durchs Gewitter gefahren wurden, erfreut natürlich ebenso mein altes Hippieherz.

Und ich war jetzt auch mal in Cuxhaven und habe Ringelnatz erneut entdeckt.
Stelle ihn humormäßig in eine Reihe mit W.Busch und H. Zille.

Joachim Ringelnatz –

Dicht gefolgt auf meiner ‚2026-Wanderungs-Lieblings-Orte-Skala‘ folgt Lübeck und das Puppenmuseum/Theater Kolk 17. (Aber die Dresdner Puppentheatersammlung ist noch tollerer!)

Lübeck ohne Thomas Mann? Geht gar nicht. Ich empfehle immer noch „Buddenbrooks“. Gibts auch als Hörbuch, Gerd Westphal liest.

Das musste sein 😏

Zurück auf die Strecke: Die FischerStuv in Boltenhagen, mit riiiesigem Plastikhummer (besser, als ein Lebender) schwimmend in einem alten Boot, und der ‚Kaptain of the Räucherfisch‘ der Stuv, sind auf jeden Fall das Beste in diesem Kaff.

Der Chef brät den frischen Fisch

Aber wir haben Die Weiẞe Wiek, etwa 4 Km von Boltenhagen entfernt, entdeckt: Ein Geheimtip unter den Stränden an der Ostsee – für mich.

Lenschow, das ‚verschwundene‘ Dorf an der Grenze Mecklenburg/Schleswig-Holstein, welches wir nur noch am Gedenkstein ‚erkannten‘, richtet notwendigerweise den Blick zurück auf die deutsche Teilung. Auch dazu: Nie wieder Krieg!

Im Naturschutzgebiet ‚Moorgebiet Kranika‘ (ca 100 Ha) trafen wir auf eine nette Frau, die uns fotografieren wollte – und das auch tat. Sonst kein Mensch, was sicher auch zu der besonderen Atmosphäre dort beiträgt. 😉

Aber die alte Neuköllnerin in mir hat sich auch im Bremerhavener Neukölln wohlgefühlt. (Keine Ahnung, wie das Viertel, in dem unser Hotel war, wirklich heißt) Gute Mischung der Nationalitäten – natürlich sauberer, als hier! 🙄

Vorm Deich lang sind wir nach Varel getippelt, unten lang- oben tummelten sich die Radfahrer/innen. Unten ist es ein schöner, ruhiger Weg: Schafe, Wolken, Wind und Watt – prima!

Leider wurden die Wege dann zusehends langweiliger: Rad/Wanderwege sind die Hölle, vor allem durch e-Bike Fahrer/innen, die zu schnell fahren, dafür umso schlechter lenken!

Und zu kucken gabs nicht so viel: Rechts und links des Wegs Flachland bis zum Horizont, und immer wieder an viel befahrenen Straßen entlang. Ein Glück funktioniert der ÖPNV recht gut, so haben wir uns manche öde Strecke erspart.

Dabei fällt mir Molli ein – die Schmalspurbahn von Bad Doberan nach Kühlungsborn, die so schön tutet!

Aber von Varel bis Wittmund tutete nix mehr so nett. Wir haben uns ein wenig gequält, die letzten KM, und waren froh in Wittmund ein paar Tage bei einem sehr netten älteren, russischstämmigen Ehepaar in ihrer 100qm Ferienwohnung (Trierer Übertreibung😉) zu logieren.

Als Unterkunft hat uns am allerbesten der „Landgasthof Witten“ in Labenz gefallen. Den altmodischen Charme dort hat Herbert absolut zutreffend fotografisch festgehalten.

Nach 21 Tagen Tourleben hatte ich aber dann doch wieder Sehnsucht nach Berlin. Die Zugfahrt mit 4mal umsteigen (Deutschlandticket) ging überraschend glatt.
Berlin empfängt uns glühend mit 38 Grad, also schnell noch ne Cola am Südkreuz trinken, dann mit Taxi nach Hause. Soviel Luxus muß sein!

Natürlich sind wir noch platt von det Janze, und brauchen sicher ein paar Tage „sitten un kieken“.

Aber der nächste Sommer kommt, und spätestens im Frühjahr ruft…. ja, was denn? Hm🤨, was es dann sein wird, ist noch nicht klar, aber ich bin sicher, es fällt uns was Schönes ein!

Wir halten Euch auf dem Gehenden!

Tag 21: Wir besuchen Carolinensiel und Harlingersiel

Zum Abschluss unserer Tour wollen wir noch einmal ans Meer. Von Wittmund sind Carolinensiel, Harlesiel und Neuharlingersiel gut zu erreichen. Also früh um 9 los!

Der kleine Museumshafen in Carolinensiel

Am Hafen steht die Caroline

Zur Erinnerung an den Begriff Cliner Wind

Der Strand von Neuharlingersiel

Kutterhafen in Neuharlingersiel

Kutterhafen Neuharlingersiel

Kutterhafen Neuharlingersiel

Kutterhafen Neuharlingersiel

Kutterhafen Neuharlingersiel

Kutterhafen Neuharlingersiel – Dekorativ! Und vermutlich nur deshalb da 😏

Die Tide bei Hochwasser – Menschenmassen auch im Hoch 😏

Nun ist Moni dran 😀, also los:

Ein Tag am Meer
(Kein Besinnungsaufsatz😉)

Heute mit Bussen- hin und her und zurück- hat geklappt und wir ankern zuerst in Carolinensiel am Museumshafen.

„Namensgeberin des 1730 gegründeten Sielortes und Fischerdorfes war die Gemahlin Sophie Caroline des Ortsgründers Georg Albrecht von Ostfriesland.“ (Wiki)

Die Statue Caroline (Bildhauer: Peter und Petersen) könnt ihr dabei bewundern, wie sie gerade ein Schiffchen in Sicherheit wiegt. Sie – und besonders der Begriff “ Cliner Wind“ – stehen für Lebensfreude, Weltoffenheit, Tatkraft und Wagemut

Wir wollten aber weder Schiffchen, noch Fähren nutzen, obwohl die genannten Attribute uns natürlich perfekt beschreiben – also fiel Harlesiel Anleger für uns aus.

Weiter also nach Neuharlingersiel Strand.

Ich wollte doch so gern noch mal ins Meer springen. (30 Grad waren es heute) Aber wir Landeier haben leider nicht gewusst, dass man Strandkörbe laaange vor Besuch online mieten muss. Alle 600 Strandkörbe waren vermietet und aus dem Alter aufm Handtuch im Sand zu liegen sind wir definitiv raus.

Leicht frustriert – ich mehr, als Herbert, der dem Strandtrubel sowieso nicht soviel abgewinnen kann – ziehen wir also von dannen- Cafes gibts ja genug, und ein leckeres Fischbrötchen zu bekommen ist unproblematisch.

Wir landen im Kutterhafen Neuharlingersiel, in welchem wir die Kutter bewundern. Die Kutter von Neuharlingersiel fahren noch immer raus auf die Nordsee um Krabben, die eigentlich Granat heißen, zu fangen. Hier finden wir ein schattiges Plätzchen zur Vertilgung der Brötchen und – mal wieder- zum sitten un kieken.

Tag 20: Wir erkunden Jever

Wie angekündigt erkundeten wir heute Jever, von Wittmund mit Zug oder Bus zu erreichen. Unser Gesamteindruck: Jever ist einen Besuch wert. Hier einige Impressionen.

Das Titelbild zeigt Fräulein Maria. Hier einige Infirmationen zu ihr. Wer den Text liest, stößt auf einen alten friesischen Vornamen Ich weiß nicht, ob ein Standesbeamter den heute akzeptieren würde. Vlt in Jever?

Das Untertauchen mit dem Wüppgalgen an der Blankgraft blieb uns erspart. Früher wurden kleinere Vergehen durch mehrmaliges Untertauchen geahndet.

Fahren mit diesem 200 Jahre alten Karussel war auch nicht drin, obwohl …

… wir in die vierspännige Kutsche gut hineingepasst hätten. Eine Fahrt….

…. hat uns nicht gereizt.

Moni wäre gerne im Schweinsgalopp geritten. Sie hat lange darüber nachgedacht, sich aber letztlich nicht getraut. Zu peinlich, meinte sie. Und Ihr? Schreibt’s in die Kommentare…

Kleine Gässchen mit geklinkerten Straßen prägen das Stadtbild

Das Schloss derer von Anhalt-Zerbst. Bekannteste Vertreterin ist Prinzessin Sophie Auguste, die als Zarin Katharina die Große von Russland in Zerbst aufwuchs. Die historische Residenz, das Schloss Zerbst, wurde 1945 zerstört.

Das Rathaus in Jever wurde 1609–1616 durch Albert von Bentheim errichtet. Der ursprüngliche Volutengiebel wurde 1836 durch den heutigen, wesentlich schlichteren Abschluss ersetzt.

Die Stadtkirche in Jever. Der umstrittene Neubau wurde nach der Zerstörung beim Brand von 1959, dem der Vorgängerbau aus dem Jahr 1730 zum Opfer fiel, errichtet

Die 10 wandhohen, abstrakten Betonglasfenster stammen vom Bildhauer Helmut Lander.

Zum Schluss noch etwas modernistisches: Die Friesische Brauerei in Jever

Für morgen ist ein Besuch in Neuharlingersiel geplant. Also bisdann, Ihr Lieben

Tag 19: Angekommen! Von Sande nach Wittmund

Unsere letzte Etappe war wettermäßig sehr durchwachsen. Zwar hatten wir Glück bei jedem heftigen Schauer unterzukommen, es war dennoch kein reines Vergnügen. Auch war die Strecke nur mäßig spannend. Der Eindruck bleibt: Ostfriesland ist nicht unsere Lieblingswandergegend.

St. Magnus in Sande

Greenwashing bei der Post – Aber nett anzusehen

Am Ems-Jade-Kanal in Sande

Am Kanal entlang…


1 Min bevor es richtig schüttete fanden wir einen Unterstand – Foto aus dem Unterstand

Eigentlich sollte hier Monis Video hin, das die Heftigkeit des Schauers zeigt. Bekomme es nicht hochgeladen, vlt. später bei gutem Netz.


Kein Ankerplatz für das Vieh?

Ostfriesland pur

Nach dam Regen – alles gewaschen

An der Hebebrücke in Dykhausen

Zum Glück mussten wir nicht ins Neustadtgedöns – Namen gibt’s… 🙄

Schortens kommt in Sicht

Pause in Schortens

Weiter in Richtung Jever

Jever ist nah

In Jever ist Jahrmarkt – Zum 50sten mal

Hier wird das friesisch herbe Jever gebraut – Für die Biertrinker unter Euch

Vor Anker gegangen in Wittmund. Wie Ihr seht von Jever mit dem Bus

In Wittmund werden wir 2 Tage bleiben, bevor es zurückgeht. Zeit für sight- und meer-seeing. Jever ist ein hübsches Städtchen, das werden wir uns heute am ersten Ruhetag mal ausgiebig ansehen. Dann noch einmal an die Küste am zweiten Ruhetag. Also bis bald.

Tag 18: Von Varel nach Sande

Heute war zum ersten Mal auf unserer Wanderung durchgehend Regen prognostiziert. Entsprechend begrenzt motiviert waren wir unterwegs. Unser erstes Ziel war Dangast, der Strand bei Varel.

Die Mühle in Varel

Bei Dangast sind die bevorzugten „Nachbarn“ Pferde und nicht wie sonst Kühe und Schafe…

… ansonsten gibt es wenig Unterschiede zu anderen friesischen Landschaften

Die Liegestühle…

… und Strankörbe blieben heute leer.

Es war heute wirklich ein Sauwetter, bei dem die Hunde trotzem vor die Tür geschickt wurden

Ein letzter Blick auf die windgeblähten Liegestühle und dann…

… gings in Regenjacke und – Poncho gehüllt durch heftigen Regen zum Bus nach Sande. Wo wir dann dank eingestelltem Busverkehr durch ganz Sande im Regen zu unserer Unterkunft hetzten.

Reicht für heute, jetzt Füße hoch und bis morgen, Ihr Lieben.

Tag 17: Von Jade nach Varel

Schon gestern war abzusehen, dass wir unseren heutigen Tag als Schaf-Nachbarn verbringen werden. Mal vor und mal hinter dem Deich: Schafe waren immer dabei.

Heute eine vertraute Ansicht: Schafe, mal in Gruppen…

… mal als Findling mit Grafitti getarnt.

Anfangs hinter dem Deich…

… später dann eine lange Strecke vor dem Deich…

… dazwischen ein Blick von der Deichkrone.

Moni’s Gedanken dazu: Vor dem Deich lang gehen

Wie gut, dass wir eine Route abseits der stark befahrenen Landesstraße nach Varel gefunden haben-nämlich unten, vor dem Deich lang.

Sofort wurde es ruhiger. Einige Fahrradfahrer/innen, die auf diesem Weg überhaupt nicht rasen konnten, grüßten stattdessen mit dem obligatorischen „Moin!“ Schön!

Die Sonne brannte ganz ordentlich, aber es ging immer ein Wind. Unsre Hütchen mussten in der Hand getragen werden, sonst wären sie auf und davon…

Außer den Schafen aufm Deich und den Möven darüber gabs keine Tiere zu sehen oder zu hören – es war wirklich auffallend still.
Der gesamte Weg ist allerdings gesäumt durch verschiedenste Blumen – wobei sich die wilde Möhre mal wieder als sehr anpassungsfähig bis anspruchslos zeigt.

Und natürlich dito die Distelgewächse! In der Sonne strahlen ihre verwelkten Blüten wie kleine Sterne am Boden.

Wir können lange Strecken nebeneinander gehen, reden nicht viel, haben Durst und sind froh irrrgendwann (nach ca.10Km) Varel Hafen zu erreichen. Da ist heute ein Oldtimer Treffen mit milljune Leut – oh Graus!

Schnell in einem überfüllten Cafe ‚Wasser tanken‘ und dann zum Hotel. Da können wir jetzt auf unsrer kleinen Terrasse sitzen und den Abend kommen lassen – und natürlich ausgiebig kiekn!

Üppige Flora vor dem Deich

Prächtige Disteln – Warum sind die nur so unbeliebt?

Ausnahmsweise keine Schafe, die uns von der Deichkrone ansehen

Oder galt der Blick nicht uns, sonderm dem Kunstwerk, das wohl eine Seereise symbolisieren soll…

Möglicherweise galt beider Interesse doch dem „Holzskulpturen-Weg“. Wir wissen es nicht

Wir nähern uns – wieder hinter dem Deich – dem Schöpfwerk Jade.

Am Schöpfwerk Jade

Gesehen am Hafen Varel

Endlich in Varel

Das war’s für heute, Ihr Lieben. Jetzt nur noch – wie Moni schon oben andeutete – „sitten un kiekn“. Also bis morgen…

Tag 16: Von Stollhamm nach Jade

Ein letzter Blick auf die Hafenwelten in Bremerhaven, bevor wir die Weser via Bus untertunneln. Ab Stollhamm gings dann südlich nach Jade. Rechts der Deich, links Friesland.

Friesland gab’s heute im 10erpack

Der Hartwader Friese erinnert an der Kampf der Friesen gegen die Unterwerfung im 16. Jahrhundert: „Lewer do as Sklav“

Die Landschaft ist geprägt von „Schlooten“

Die Zuggräben (Schloote), die der Entwässerung der Marschen dienen, erschweren es sehr, geeignete Routen zu finden. Oft bleiben nur Straßen, und auch die enden oft vor einem Schloot.

Typisches Bild heute

Mit Reet gedeckte Dächer sind immer noch sehr häufig.

Landwirtschaft heißt hier Milchwirtschaft

Unterwegs gesehen

Heute gings nur hinter dem Deich lang

Einen Blick über den Deich erhaschten wir dann doch…

… bevor wir es uns dann im Biergarten bei „T’on Siek“ gut gehen ließen.

Bis morgen, Ihr Lieben…

Tag 14 Ruhetag in Bremerhaven mit Ausflug nach Cuxhaven zu Ringelnatz

Am heutigen Ruhetag in Bremerhaven gab es ein gesplittetes Programm: Zunächst der „kleine“ Hafen in der Stadt und einen Ausflug nach Cuxhaven u. a. zur Ringelnatz-Ausstellung im dortigen Ringelnatz-Museum.

Los ging’s in Bremerhaven.

Gewusel von Kleinschiffen und Booten im Hafenbecken

Ohne Titel – Spricht für sich selbst

An der langen Leine

Das Segelschulschiff Deutschland – eindrucksvoll!

Sicherheit muss sein

Das sollte fest genug sein

Zeppelin oder Schiff? Was diente als Modell?

Hotel Atlantic – Ein halbes Ei…

Blick auf die Wesermündung

Dann weiter in Cuxhaven

Cuxhaven City

Schloss Ritzebüttel

Das Ringelnatz- Museum von außen…

… und von innen

Joachim Ringelnatz in den 1920 0ern

Nun aber kommt die Ringelnatz- Verehrerin zu Wort. Also Moni, leg los!

Immer schon Ringelnatz-fan, freue ich mich heute besonders in ein Museum zu kommen, welches ausschließlich ihm gewidmet ist.

Joachim Ringelnatz – von Gustav Tolle

Ringelnatz (eigentlich Hans Gustaf Bötticher) wurde 1833 in Wurzen/ Sachsen geboren und starb mit gerade mal 51Jahren 1934 in Berlin.

Das Museum hier in Cuxhaven gibt einen guten Überblick über seine Begabungen, bzw. Beschäftigungen: Als Dichter, Kabarettist, Schriftsteller, Maler, WahrsagerIN, Martose, Bibliothekar, Artist, schlug er sich durch ein unstetes Leben, incl. obdachlosen Zeiten und Knast.

Uns allen sind natürlich seine wunderbaren Verse in Erinnerung, die bis heute ihre ‚Schmunzel-Wirkung‘ behalten haben.
Was mir aber auch besonders gut an ihm gefällt, war sein offensichtlich renitenter und unbändiger Charakter, der sich wohl schon in Kindertagen zeigte.

Dazu Wiki:
„Auf dem Abgangszeugnis des zweimaligen Sitzenbleibers vermerkte ein Lehrer, der Absolvent sei „ein Schulrüpel ersten Ranges“ gewesen.“

Für Alle, die nicht ins Museum können empfehle ich:

https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Ringelnatz

Ansonsten lassen wir ihn doch selbst auftreten:



Der verhinderte Fallschirmspringer:

nochn Gedicht

Zum Schluss eines der schönsten Liebesgedichte der Welt:

Und in Berlin gehn wir natürlich zum Waldfriedhof Heerstraße, wo wir schon mal Loriot besucht haben, und besuchen diesmal Joachim Ringelnatz.

Tag 13: Von Stapelfeld nach Bremerhaven – Das Bahnerlebnis dieser Wanderung

Wie gestern schon angekündigt fand heute unsere Umrundung des Großraum Hamburg statt. Als Einstimmung auf den Tag fanden wir beim Versuch eines gemütlichen Kaffees auf der Terasse den Tisch so vor:

Stillleben auf der Hotelterasse

Hamburg- Rahlstedt

Fahrt nach Hamburg

Hamburg Hbf

Bremen Hbf Gleis 7

Bremen Hbf

Moni berichtet von der Bahnfahrt:
‚Wandertag‘ mit der DB
Heute haben wir ausgiebig unser Deutschlandticket genutzt- quasi ne Pause zum Ruhetag eigelegt. Die Fahrerei bis Bremerhaven hat- wie ein normaler Wandertag- auch einige Stunden gedauert, aber dabei ‚chillen‘ war leider nich drin.

Los gings mit dem Bus direkt vom Hotel aus erstmal zum Bhf Rahlstedt. Noch allet tutti.
Der Zug nach Hamburg war schön leer und wir hatten keine Mühe einen Platz zu finden.
Aber jetzt!
Uns gegenüber saß eine ca 18jährige Göre, die die gesamte Fahrzeit (halbe Std.) NONSTOP nutze, uns ihr ödes Telefonat aufzuzwingen. Von Lautstärke-Dimmung hatte sie noch nie gehört, und wenn ihr Gequatsche nicht so langweilig gewesen wäre, könnte ich es Euch hier en detail wiedergeben.

Dieses war der erste Streich, doch der zweite:
Weiter gings nach dem Umstieg in den Zug von HH nach Bremen. Fahrtzeit ca 1 Std 15.
Hier wurde es schon voller, aber leider reichte das gesammelte Gewicht der Fahrgäste und deren Koffer nicht, den Zug dergestalt auf die Gleise zu drücken, dass eine Geräuschminderung entstanden wäre. 😉



Wenn Ihr Euch richtig quälen wollt, dann stellt die Lautstärke der Aufnahme auf ‚volle Pulle‘, so bekomt Ihr einen KLEINEN Eindruck davon, was wir aushalten mussten. Ohne Übertreibung kann ich sagen: Die Schmerzgrenze war erreicht- an eine Unterhaltung nicht zu denken- man hätte brüllen müssen.

… und der Dritte folgt sogleich:
Von Bremen nach Bremerhaven verpestete das Klo den gesamten Wagen. Ein Glück hatte ich vorher bei Rossmann Deospray eingekauft- der kam nun für die 40 min Fahrerei zum Einsatz.
Puuuh!

Die Tür zur Kupplung zwischen den Wagen ließ sich nicht schließen. Wir saßen zwar unter Dach aber im Prinzip zwischen den Wagen und vmtl. am Abwassertank des WC

In Bremerhaven angekommen gönnten wir uns erstmal nen kleinen Erholungskaffee, bevor wir in den 52er Bus zum Hotel stiegen.
Hier ging es zwar eng, aber erfreulich entspannt zu: freundliche Gesten zum Platz anbieten, kurzer Austausch mit zwei netten Jungs, Hilfestellung für eine alte Frau mit Rollator und grinsende Babys machten uns die Ankunft in unsrem Viertel- wir nennen es das Neukölln von Bremerhaven- leicht😁.

Wie bei Gülom auf der Hermanstraße in Neukölln

Mal sehn, wie’s morgen wird.
Sturm is angesagt.

Tag 12: Von Lütjensee nach Stapelfeld

Der heutige Etappenverlauf war in erster Linie festgelegt, um nahe genug an Hamburg heranzukommen, das wir morgen in großem Bogen umfahren wollen. So war die Tour heute recht unspektakulär, was den heutigen Bericht recht einfach werden lässt.

Los gings an der Fischerklause am Lütjensee

Der Weg nach Siek verläuft auf einem alten Bahndamm…

…. durch einen ebenso alten Buchenbestand

Für uns Wanderer bot er tolle Eindrücke und SCHATTEN

Kurz vor Siek endet der Wald

Wir kommen nach Siek. Also wieder Straße…

… und eine Kirche

Immer wieder hübsche Häuser an der Straße nach Stapelfeld

Barocker Himmel über Stapelfeld

Moni entspannt im Hotel Zur Windmühle

Moni: Heute war nicht mein bester Tag.

Das verdammte Hendi gab schon früh am morgen den Geist auf und ich hatte arge Bedenken, ob es jemals wieder zu gebrauchen wäre. Da sind so wichtige Infos drauf, deren Abrufbarkeit einfach funktionieren muss.

Sage nur Deutschlandticket, Kontaktapps, Booking com, etc. etc.
Herbert❤️❤️❤️ hats dann wieder hin gekriegt: läüft!

Klar denkt frau: Früher gings doch auch ohne- bin als Orientierungslose sogar ohne google maps bis Frankreich, Portugal und Spanien gekommen. Gab ja den Autoatlas😉.
Aber es ist nicht mehr früher- nostalgische Gedanken hin oder her.

Finde dann hier im Hotelzimmer dieses uralte ‚Radio im Nachttisch‘- bin begeistert und getröstet. Es gibt sie also noch, die schönen, alten Spielzeuge- neben den Neuen!