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Tag 34: Von Bubenreuth nach Herzogenaurach

129 Stufen von 275 auf 325 m waren heute das „Highlight“ der insgesamt 189 Hm über die 19 Km lange Route von Bubenreuth nach Frauenaurach.

Die Mörsbergei

Beim Start zur heutigen Etappe treffen wir drei nette Radwanderer, plaudern ein wenig und machen gegenseitig Fotos voneinander. Auch die Radelnen machen sich gleich auf den Weg und wir erwischen sie, als die Bubenreuther Kirche St. Josef aufs Foto gebannt wird.

Frisch und frohgemut beim Start in der Mörsbergei

Alte Dorfkirche St. Josef in Bubenreuth

Das Geigenbauerdenkmal in Bubenreuth

Wir kommen am Geigenbauerdenkmal in Bubenreuth vorbei, das an die Instrumentenbauer-Tradition im Ort erinnert. Die Staatsfachschule in der Stadt war die „Ausbildungsstätte zahlreicher namhafter Instrumentenbauer“ , wie es auf einer Infotafel stolz vermerkt ist.

Weiter geht es hoch auf den Rathsberg (fränkisch: Radsbärch), dessen Wälder auf zahlreichen schönen Naturpfaden durchstreift werden kann.

Auf dem Rathsberg

Wir verlassen das Waldgebiet am Rand von Erlangen. Hier entdeckt Moni eine alte, vollständig zugewucherte Scheune, die sie auch gleich näher inspiziert.

Moni erforscht das Scheuneninnere

Wir erreichen den Erlanger Burgberg und finden Wegweiser zum Platehäuschen und dem Skulpturengarten mit Werken von Heinrich Richter.

Das Platehäuschen finden wir nach dem erklimmen der 129 Stufen auf den Burgberg nicht, jedoch einen historischen Wasserturm.

Historischer Wasserturm auf dem Burgberg

Den Skulpturengarten finden wir auch. Mit den Richter- Skulpturen, über die Moni sich ihre eigene Meinung bildet.

Skulpturengarten Erlangen Heinrich Kirchner

Dachte an Jene die die Idee der Liebe empfingen und ihre Last als Beglückung trugen bis zur Erfüllung ihres Seins.
(Beschriftung der Skulptur ‚Jesaias‘)

Wer mehr über die Skulpturen und die Botschaft des Künstlers erfahren möchte: https://kirchnergarten.de/die-skulpturen.html

Wer sich aber über unbotmäßige Kommentare der Kunstbanausin Moni aufregen will:

Mit zwei linken Füß wandern?!

Der Lügner

Diese verdammten Volants wiegen Zentner

Drei minus. Brustwarzen fehlen.

Dachte an Jene die die Idee der Liebe empfingen und ihre Last als Beglückung trugen bis zur Erfüllung ihres Seins.
(Beschriftung der Skulptur ‚Jesaias‘)

Auf der anderen Seite des Burgbers über etliche Stufen wieder hinunter und wir geraten in ein krasses Kontrastprogramm. Glücklicherweise ist es ein Wochentag und noch früh. Eine für uns grausige Vorstellung ist es, hier an einem Nachmittag am Wochenende hinein zu geraten.

Der Tucher-Keller im/am Burgberg

In den letzten Jahrzehnten des 17. Jahrhunderts begannen die Erlanger Brauer , an der Südseite des Burgbergs Felsenkeller in den Berg zu treiben. Im Laufe der nächsten 150 Jahre entstanden 16 Felsenkeller, die noch heute ein Labyrinth von mehr als 21 km Länge bilden. Über den Kellern befinden sich heute riesige Biergärten mit vielen hundert Plätzen.

Dazu kommt das eine oder andere Wirtshaus mit kaum kleineren Gärten.

Das Schießhaus am Burgberg

Da bleibt nur die Flucht hinunter in die Erlanger Altstadt.

Erster Blick auf Erlangen

Die nördliche Stadtmauer

Altstadtflair in Erlangen

Abseits der Einkaufsstraßen

Um nach Frauenreuth zu gelagen verlassen wir Erlangen unter Bahnlinie und der A73 in Richtung Main- Donau-Kanal. Der Weg führt uns durch die Wässerwiesen.

Blick über die Wässerwiesen

Die Stadtrandsiedlung durchquerend erreichen wir den Kanal, der sich hier aber anders darbietet als bisher.

Wieder mal am Kanal, der aber ein anderes Bild bietet

Hafen bei Brück

Im Gewerbegebiet von Brück gelangen wir über den Kanal nach Frauenaurach, sind aber nur kurz da: Es wartet der Bus, der uns zum Hotel nach Herzogenaurach bringt.

Das „Sleep In“ dort verdient ein Kapitel für sich.

Das Hotel liegt in einem Gewerbegebiet vor dem Ort. Und zwar über einem Edeka-Center. Es macht einen recht neuen Eindruck.

Gut ist, dass die Rattenfallen vor dem Hotel neben dem Eingang stehen, und nicht in der Eingangshalle.

Gut ist auch, das es beim einchecken einige Hinweise gibt (Nutzung der Schlüsselkarte, Frühstücksraum u. ä.). Das es Strom auf dem Zimmer erst gibt, wenn die Schlüsselkarte in ein unscheinbares Gerät in türnähe gibt, erfahren wir erst bei einem Telefonat.

Auch, dass es genügend Hinweisschilder gibt, wie wir unser Zimmer erreichen können, finden wir gut. Wie wir es nach einem Einkauf erreichen, seht ihr im Video.

Allerdings finden wir später einen kürzeren Weg, wenn wir wir uns nicht an den Hinweisen orientieren. Und noch etwas gefällt uns ausnehmend: Die Duschen, die wir dann ausgiebig nutzen, sind prima und sehr geräumig. Also etwas richtig positives zum Schluss.

Also bis bald, Ihr Lieben.




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Tag 33: Von Pitzberg nach Bubenreuth

Ein letzter Blick vom Hotelbalkon in die wolkenverhangene Landschaft Oberfrankens und los geht es nach Bubenreuth. Vorbei an Forchheim zum südlich der Kreisstadt liegenden Örtchen Kersbach.

Blick vom Balkon

Wir erreichen Kersbach östlich von Forchheim und zwischen unserer geplanten Route entlang der Regnitz liegt zunächst die Bahnlinie und die A73.

Kersbach

Beim Passieren der Bahnlinie ein Anblick, den Wandernde nicht ungern sehen.

Ein REWE und wir können uns mit dem Nötigen eindecken

Bei Hausen überqueren wir die Regnitz und gehen an einem historischem Wasserrad vorbei (nur aus der Ferne zu sehen) und gelangen später an den Kanal.

Regnitz bei Hausen

Hausen

Überraschung am Wegesrand: ein Mirabellenbaum. Wie man sieht: Über und über voll mit den kleinen Früchtchen! Sie sind so reif, dass sie uns schon in die Hände fallen. Ein Glück, dass die Vögel sie anscheinend verschmähen. Wir nicht- wir freuen uns an der süßen Zwischenmahlzeit.

Mirabellen noch und nöcher

Die reifen Früchte fielen uns förmlich in die Hand

Am Main-Donau-Kanal: Staustufe Klausen

Zwischen Klausen und Wellerstadt

Am Weg nach Wellerstadt

Bei Wellerstadt queren wir die Pregnitz erneut und entdecken dabei „Die Vier von der Stromleitung“.

Die Vier von der Stromleitung

Die Regnitz bei Wellerstadt

Am Ortseingang Wellerstadt

Wellerstadt geht fast nahtlos in Baiersdorf über. Hier sehen wir das…

Baiersdorf

… und das:

Baiersdorf

Nichts wie weg und weiter am Kanal entlang bis Bubenreuth.

Wieder am Kanal

Wir kommen in Bubenreuth an

Am Hotel angekommen

Moni hatte wieder eine glückliche Hand bei der Buchung des Hotels, das zum Gasthof Mörsbergei gehört.

Die Mörsbergei

Bubenreuth ist – soweit wir es auf dem Weg zum Hotel bisher sehen können – einansehnliches Örtchen.

Der Ort Bubenreuth ist wahrscheinlich Anfang bis Mitte des 11. Jahrhunderts n.Chr. entstanden.

In einer Zeit also, als die königlichen Amtsträger aus den Höfen und Amtssitzen längs der Regnitz ihre Rodungen in den weiten Wald östlich des Flusses vortrugen. Der Name Bubenreuth (Bubenrode) bedeutet „Rodung des Bubo“ (Budbert), d.h., dass ein Mann namens Bubo hier den Wald rodete, sich niederließ und Haus und Hof erbaute.

Quelle: Ein kurzer Streifzug durch die Ortsgeschichte von Bubenreuth




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Tag 32: Ein Tag in Forchheim

Ein Tag in Forchheim…

Der neu gestaltete Paradeplatz

Mariengruppe auf dem Paradeplatz

„Ein besonderes Highlight der Restaurierung war die Wiederanbringung des Sternen-Nimbus, der mit Blattgold aus der Goldschlägerstadt Schwabach vergoldet wurde.“ Quelle

Gesehen am Paradeplatz

Das Nuernberger Tor mit Durchblick

Das Nuernberger Tor von vorn mit weniger schönem Durchblick

Kirche St. Martin

St. Martin

Der Schutzheilige selbst

Der heilige Wendelin – In Erinnerung an die erste gemeinsame Wanderung des DoppePeck auf dem Wendelinusweg in Immerath

Rathausstraße in Forchheim

Altstadt – Und das sind keine stürzenden Linien!

Fischkästen am an der Wiesent

Die Fischkästen sind ein historisches Relikt aus vergangenen Jahrhunderten und dienten ursprünglich der Frischhaltung von Fischen. Sie befinden sich in der Wiesent, in unmittelbarer Nähe der “Hundsbrücke” in der Altstadt.

An der Wiesent

Aischgründer Spiegelkarpfen

Die Bronzeplastik des Bildhauers Reinhard Eiber steht an der Wassertreppe zur Wiesent am Forchheimer Marktplatz. Sie stellt einen Aischgründer Spiegelkarpfen dar. Die Karpfenzucht ist seit dem späten Mittelalter typisch für die Region und der Karpfen (z.B. gebacken im Bierteig) darf auch heute noch auf keiner Speisekarte mit typisch fränkischer Küche fehlen.

Wartend an der Bushaltestelle sehen wir diese entzückende Dreieinigkeit. Ein schöner Abschluss unseres Forchheim-Besuches.




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Tag 31: Von Hirschaid nach Pinzberg

Wir verlassen Hirschaid bzw. Sassanfahrt – wo wir übernachteten – in der Frühe, nachdem die Kirche dort mit Geläut zur Messe rief. Unsere Route führt uns über die Regnitz zum Main-Donau-Kanal zurück, wo Sonne und die unvermeidlichen Rennradfahrenden auf uns warten.

Die Regnitz zwischen Sassanfahrt und Hirschaid

Das Hirschaider Wappentier verabschiedet uns

Zum Glück können wir auf dem Deich gehen, während die Radfahrenden überwiegend auf dem Radweg fahren.

Unser Weg auf der Deichkrone

Es ist Samstag und offensichtlich hatten auch die Krähen am Freitag ihren Fischtag.

Rückstände vom Krähenmal

Blick zurück auf Sassanfahrt

Hinter Seußling verlassen wir den Kanal und wandern durch ein Naturschutzgebiet mit zahlreichen Baggerseen weiter. Hier sind nur wir unterwegs.

Im Naturschutzgebiet bei Seußling

Im Naturschutzgebiet bei Seußling

Am Wasserkraftwerk bei Neuses wechseln wir auf die andere Seite der Regnitz, gehen durch Neuses und kommen ins Naturschutzgebiet Büg.

Erntezeit bei Neuses

Dreibeiniger Knabe mit Füllhorn in Neuses

Ein Baum sieht Dich an

Im Büg

Im Büg

Im Büg

An der Staustufe Forchheim ist Schluss mit der Ruhe. Es wimmelt auf dem Weg entlang des Kanals von Menschen. Zu Fuß und auf diversen Gefährten. Wir sehen zu, dass wir zum Bahnhof kommen, an dem wir in ein früher mal Schienenbus genanntes Fahzeug steigen, das uns nach Pinzberg ins Hotel bringen soll. In Pinzberg wartet eine Überraschung auf uns: Ein ca. 1 Km langer Aufstieg zum Gasthaus mit etwa 15% Steigung. Das musste nicht sein, jedoch entschädigt ein Blick vom Balkon ein wenig.

Blick vom Balkon unseres Zimmers




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Tag 30: Von Hallstadt nach Hirschaid

Heute geht es von Hallstadt nach Hirschaid. Wir haben die flache Talroute über Bamberg gewählt – erspart uns jede Menge Höhenmeter. Bamberg haben wir ja schon am Tag vorher erkundet und sind froh, diese – positiv formuliert – quirlige Autostadt weitgehend umgehen zu können.

Den schöneren Teil der Stadt – die Haine im Süden – erwischen wir dennoch.

Brückchen am Hollergraben

Im Theresienhain

Denkmal für König Ludwig Ii

Linker Regnitzarm

Berganza-Denkmal im Luisenhein

Auch der berühmter Romantiker, Dichter und Komponist ETA-Hoffmann, welcher von 1808-1813 in Bamberg lebte, liebte den Hain. Hier fand er Inspiration für seine literarische Arbeit, wie seine Geschichte von Berganza dem sprechenden Hund beweist. Diesen Hund will ETA- Hoffmann eines Nachts auf seinem Weg nach Hause durch den Hainpark getroffen haben . Eine der vielen Statuen im Hain illustriert diese Begegnung.

Blick auf das Bamberger Bankenviertel – die große Anzahl dortiger Bänke ist leider nicht gut erkennbar

Anrührendes in einer Erle im Luisenhain.
(Konnten nix weiter dazu finden. Vielleicht Ihr?)

Blick auf Bug – Hier vereinigen sich linker und rechter Regnitzarm wieder

Die schattigen Haine sind bei Bug Geschichte und wir gelangen an einem Freibad entlang wandernd den Main – Donau-Kanal. Viel zu berichten gibt es außer zwei netten Begebenheiten nicht. Es ist heiß, der Weg weitgehend schattenlos und schnurgerade. Also sprechen hier die Fotos.

An der Bamberger Regattastrecke am Kanal

Man nennt es Zentralperspektive

Bronzeguss „Zur Rentnerruh gebracht“ des Bamberger Bildhauers Adelbert Heil

Wer mehr erfahren will.

Rentner fotografiert ‚Die Rentnerruh‘.

Ein Schwalbenschwanz besucht einen Natternkopf.

Wie gesagt, es ist heiß und schattenlos. Dann aber sehen wir das an der Straße in Strullendorf.

Kalte Getränke wie vom Himmel gefallen

Pause? Durst? Kalte Getränke?
Einfach über die Straße dem Pfeil nach gehen!
Da steht ein gut gefüllter Kühlschrank- Geld auf Vertrauensbasis für Limo oder Bier in die kleine Kasse werfen: Was für eine tolle Idee! Ein kleiner Garten mit nett eingerichtetem Bauwagen steht ebenso für Alle bereit, ein wohltuendes Schattenplätzchen für eine unsrer besten Pausen heute. Danke sehr!

Eine weitere nette Situation hier am Strömungskraftwerk in Strullendorf.

Strömungskraftwerk


Die Gans, die sich nicht traut

Ihre Kumpels und Kumpelinen sind tatsächlich den Wasserfall runter gerutscht!! Sie blieb zurück- und wählte nach einigem Zögern und Zaudern dann doch den eher gänsetypischen Weg über den Abgrund.


Begegnung der zweiten Art. Hirschaid und der Schlepper Main

Wir kommen in Hirschaid an




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Tag 29: Von Hildburghausen nach Hallstadt

Der Tag heute ist ein schwieriger Tag. Trotz aller Bemühungen war es uns im Vorfeld der Tour nicht gelungen eine Unterkunft eine Etappenlänge entfernt von Hildburghausen zu buchen.

So war uns beim Start klar, dass ein Teil der Route mit dem ÖPNV bewältigt werden muss. Wir wollen in Zapfendorf in Oberfranken starten und in Hallstadt übernachten. Auch das erweist sich als nicht einfach, die Anreise nach Zapfendorf ist kompliziert und wir stranden zunächst in Bamberg. Es beginnt zu regnen und so „schmeißen“ wir die Etappe und beschließen uns heute Bamberg anzusehen.

Wir verlassen Hildburghausen

Wir verlassen Hildburghausen

Die Enten im Stadtpark kommen zur Verabschiedung

Der Main-Donau-Kanal in Bamberg

Goblmoo – Brunnen in der Altstadt von Bamberg

Der Gabelmann auf fränkisch „Goblmoo“ stellt den römischen Meeresgott Neptun dar.

St Martin am Markt

Das Innere von St Martin

Man muss schon zu ihm aufschauen:
Der Hl. Antonius in St Martin /Bamberg.

Auf dem Weg zum Dom über den linken Regnitz-Arm

Bamberger Dom

Fotobombing im Dom

Moni verlässt die oberen Ränge im Dom

Das Apfelweibla

Das ‚Apfelweibla‘ ist ein ehemaliger Türknauf (Bamberg, Haus Eisgrube 14) aus dem 18. Jhdt.Der Name geht auf E.T.A. Hoffmann zurück, der von 1808-1813 in Bamberg lebte. Hoffmann schuf mit ihm das ‚Apfelweib‘ in seinem Kunstmärchen ‚Der goldene Topf‘

Auszug:
„Da stand er und schaute den großen, bronzenen Türklopfer an; aber als er nun auf den letzten, die Luft mit mächtigem Klange durchbebenden Schlag der Turmuhr an der Kreuzkirche den Türklopfer ergreifen wollte,
da verzog sich das metallene Gesicht im ekelhaften Spiel blauglühender Lichtblicke zum grinsenden Lächeln. Ach! es war ja das Apfelweib vom Schwarzen Tor.“

Cover des Buches

Besuch im Cafe am Markt

Später in den Bus nach Hallstdt und ins Hotel. Blog geschrieben und Füße hoch. Bis morgen Ihr Lieben.




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Tag 28: Von Themar nach Hildburghausen

Moni hat darauf bestanden, den heutigen Blog-Text zu schreiben. Daher nur ihr Text und unsere Fotos.

In eigener Sache:

Am Beispiel des heutigen, elenden Hitzetags muss ich doch mal auf die unglaubliche Einsatzbereitschaft meines Mannes hinweisen. Während ich mich tropfend (Schweiß) und fluchend (ordinär) von einem Schattenfleck zum Nächsten schleppe, zückt Herbert in der Affen-Glutsonne immer wieder die Kamera um die schönsten Beitragfotos für den Blog zu bekommen.

Ich bin derweil froh über die kleinen Verschnaufpausen, die so für mich entstehn.

Aber schon gehts weiter – der Weg will ja auch bei miesestem GPS-Signal und schlechten Karten gefunden werden – bzw. Ersatzrouten müssen her, wo keinerlei Ersatz sicht – oder gangbar scheint.

Ich neige dazu den nächsten Bus oder Zug als alternativlos anzupreisen – hab aber noch lang nicht immer Erfolg damit.
In der Unterkunft angekommen wollen die Fotos auch noch irrrgendwie (?) hochgeladen, bearbeitet, betextet und was weiß ich noch alles zum Blog gefügt werden. Jeden Abend.

Will sagen:

Respekt, Respekt, Respekt, mein Schatz, für Deinen täglichen Sieg über das ’nach Lust und Laune Prinzip‘!
Und morgen wirds nicht mehr so heiß!

Unsere Ferienwohnung „An der steinernen Kirche“

Rathaus am Marktplatz in Themar

Marktplatz in Themar

Die Werra in Themar

Polterabend vorüber? Gesehen in Themar

Schieferkunstwerk in Reurieth

Reurieth Dorfmitte

Blick zurück auf Reurieth

Wandmalerei an einem Hotel in Ebenhards

Wir kommen in Hildburghasen an

Markt in Hildburghausen




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Tag 27: Von Zella-Mehlis nach Themar

32°C sollen es heute werden. Uns graut ein wenig, wenn wir daran denken, dass mehr als 200 Höhenmeter vor uns liegen. Zum Glück gleich am Beginn der Etappe, die wir am Ortsrand von Zella-Mehlis auf dem Prinzenweg starten.

Wir verlassen Zella-Mehlis auf dem Prinzenweg

Und es geht gleich zu Sache. 241 Höhenmeter auf den ersten 3 Km sind es, als wir die erste Steigung an der Gedenktafel für Hans Renner erreichen.

Später gehen wir auf dem Hans-Renner-Gedenkweg weiter

Hier oben haben wir einen schönen Ausblick – es wird der einzige Fernblick bleiben – auf Zella-Mehlis, leicht getrübt durch eine Stromleitung.

Blick zurück und hinab auf Zella-Mehlis

Wir gelangen ins Gebiet „Fröhlicher Mann“, das kennen wir schon vom Vortag und wollen es unbedingt meiden.

In der Nähe des „Fröhlichen Mann“

Deshalb vertrauen wir der Karte und diesen Wegweisern und wandern direkt in Richtung Suhl. Der soll uns an „Tote Männer“ vorbeiführen.

Diese haben wohl – wie wir – Karten und Hinweischildern vertraut und sind im Dickicht bzw. hüfthohem Gras elendig zugrunde gegangen. Der Weg, der so nett beginnt, endet förmlich im Nichts.

Wir irren herum, versuchen hier und dort einen Weg zu finden und entdecken zwar einen Hochsitz, aber keinen Weg. Irgenwie muss der Jäger doch dorthin kommen? Also schlagen wir uns am Waldrand durch und siehe da: Ein Hausdach! Darauf zuhaltend finden wir zunächst etwas Wegähnliches und dann einen Weg, der uns weiter nach Suhl bringt.

Weg zu den „Toten Männern“

Perücke-Flockenblume

Die Perücken Flockenblume blüht- wie man sieht- im August und September😉 Nicht nur diese hier steht auf der Liste der gefährdeten Pflanzen in D.

Ich werde mal als gelbblütiger Frauenmantel erstrahlen

Der Weg verdunkelt sich…

Dann landen wir hier im hüfthohen Gras

Geschafft – es ist wieder ein Weg zu erkennen

Eine Betonie

Im europäischen Mittelalter wird die Echte Betonie in den Pflanzenlisten der kaiserlichen Gärten Karls des Großen 812 erwähnt. Als geschätzte Heilpflanze hatte sie dadurch einen Stammplatz in jedem Kloster- und Apothekergarten oder wurde um Kirchen gepflanzt. Die Betonie hatte auch als Amulett-Kraut große Beliebtheit und wurde mit roter Wolle ums Handgelenk oder um den Hals getragen. Diese magische Applikation sollte unter anderem auch vor Hexerei schützen.

Wir sind in Suhl…

In Suhl- Heinrichs geben wir um ca. 13 Uhr den Kampf gegen die Hitze auf. In den Bus nach Meiningen und dann weiter mit der Bimmelbahn nach Themar. Eben ein Notprogramm. So eines werden wir auch für morgen ausarbeiten, dann sollen es 36° werden…

Bis morgen Ihr Lieben, haltet Euch wacker und trinkt viel. So wir wir jetzt: Literweise Isotonische Getränke…

… und in Themar

Bis morgen, Ihr Lieben…




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Tag 26: Ein Tag in Zella-Mehlis

Unseren Ruhetag verbringen wir in Zella-Mehlis. Ein Rundgang durch Mehlis – einem Ortsteil der Gemeinde – einkaufen und ausruhen, mehr ist heute nicht auf dem Plan.

Spätnachmittaglicher Blick durchs Gässchen auf die Kirche St Magdalena

Zella-Mehlis ist eine 1919 aus der Zusammenlegung der Gemeinden Zella St. Blasii und Mehlis entstandene Kleinstadt im Landkreis Schmalkalden-Meiningen.

Der Ort hat eine bewegte Geschichte. Die Bewohner der Region mischten bei den Bauerkriegen mit, bekämpften den Kapp-Putsch und leisteten erheblichen und langen Widerstand gegen das NS-Regime.

Gedenktafel am Marktplatz

Der Markt wird bewacht vom „Platzwächter„, eine Skulptur des bekannten Künstlers und Philosophen Dr. Ulrich Barnickel

Der Platzwächter in Zella-Mehlis

Uns stellt sich der Ort sehr ruhig dar, auffallend sind die vielen schönen Häuser. Hier eine Auswahl:

Mehr zu Zella-Mehlis auf Wikipedia

Prachtbau ohne Namen an der Lämmermann-Straße 2

Das war es für heute. Bis morgen, Ihr Lieben …




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Tag 25: Von Ilmenau nach Zella- Mehlis

Angesichts der zu erwartenden Temperaturen von 31 bis 32°C beschließen wir mit dem Bus von Ilmenau zur Kreuzung Rennsteig zu fahren. Das erspart uns einige Höhenmeter. Von dort gehts dann hoch zur Schmücke, wo uns ein Gasthaus zur ersten Pause erwartet.

Am Gasthaus Scmücke

Angekommen auf der Schmücke müssen wir – und mit uns viele andere Wanderer/innen – leider feststellen, dass das ‚Gasthaus zur Schmücke‘ wegen Wasserrohrbruch geschlossen hat.
Beim Umschauen sehen wir dann diesen ‚Marterpfahl‘ der durchgelaufenen Wanderschuhe-manche haben sogar schon Moos angesetzt.

Noch ein Bick von der Höhe und weiter auf dem Rennsteig – hier eher ein geröllhaltiges trockenes Bachbett – in Richtung der Wetterstation auf der Schmücke.

Blick vom Gasthaus Schmücke

Auf dem Rennsteig

Der vermutlich höchste Punkt unserer Wanderung

Wetterstation auf der Schmücke

Jetzt beginnt – wenn auch zunächst unmerklich – der Abstieg nzzach Zella-Mehlis.

Der Rosenkopf am Rennsteig

Die Infotafel am Rosenkopf weist auf ehemals 1007 Grenzsteine entlang des Rennsteiges hin. Der Rennsteig mit seinen verbliebenen rund 800 Grenzsteinen steht unter Denkmalschutz.

Rettungsstation im Skigebiet Rennsteig. Wohl eher für den Wintersport als für Wanderer eingerichtet.

Wir verlassen bei etwa 900m Höhe den Rennsteig ung steigen in Richtung Heidersbach ab.

In dieser Höhe herrscht Fichtenbestand vor – scheinbar schon stark geschädigt

Zutat für Moni

Nur für Eingeweihte (Trierer): Zutat für Knüppelschis Süppschi
(Für Nichttrierer: Knüppelschis Süppschi ist die verbrämende Bezeichnung für Prügel.)

Blick über den Thüringer Wald

In der Ferne sehen wir eine Burg. Moni studiert die Karte, findet aber nichts dazu. Es bleibt rätselhaft, einen weiterer Hinweis finden wir erst viel später, aber keine Auflösung.

Der Abstieg über die geröllige Schotterpiste ist anstrengend und es geht nur langsam vorwärts.

Fingerhut am Rand der Schotterpiste

So viele Fingerhüte heute auf dem Weg. Wir lassen die Finger davon.

Blick in ein Seitental

Wir durchwandern das Quellgebiet der Ilm, die hier von zahlreichen Bächen gespeist wird. Die Seitentäler, die von diesen Bächen durchflossen werden, sind mit ihren Lichtungen wunderschön. Für Fotografen ist es immer wieder enttäuschend, dass die Eindrücke nicht ins Bild gesetzt werden können.

Blicke in die Weite sind nur selten möglich

In tieferen Lagen prägt der belaubte Mischwald den Weg und die Blütenvielfalt nimmt zu.

„Platanenalle“ auf dem Suhler Brückenweg

Der getüpfelte Gilbweiderich gehört zur Familie der Primelgewächse😳

Wir mache kurz vor Heidersbach eine ausgiebige Pause.

Von unsrer Päuschenbank nach oben geschaut.

Hinter Heidersbach gelangen wir zum „Fröhlichen Mann“, was immer das ist. Wir sehen ein Gewerbegebiet. Ödnis pur, kein Cafe. keine Möglichkeit für eine Rast. Nur eine Tankstelle, sinnigerweise heißt sie „Zum fröhlichen Mann“. Hier kaufen wir ein Eis, trinken eine kalte Cola. Und wir sehen eine Bushaltestelle: Die Linie 300 bringt uns zum Marktplatz in Zella-Mehlis.

Marktplatz in Zella-Mehlis

Nun noch einmal zum „Burgenrätsel“. Bei der Bildauswahl am Abend zeigt sich…

Unsere „Burg“

… unsere Burg stellt sich als undefinierbares Bauwerk heraus. Auch hierzu finden wir keinen Hinweis. Kann uns jemand weiterhelfen?

Das war es für heute. Jetzt Ruhetag in Zella-Mehlis. Also bis bald.




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