Kategorie: 66-Seen-Weg

66-Seenweg Etappe 13 – Von Kolpin nach Wendisch Rietz

Leichte Gewitter und Regenschauer sind angekündigt. Optimistisch wie wir sind, vertrauen wir unserer „Wetternase“ und gehen los. Start in Kolpin in der Dorfmitte, unweit des Kleinen Kolpiner See. Laut geplanter Route liegen 16 km bei schwülheißem Wetter vor uns. Wir wissen, es werden wie immer mehr sein!

Kleiner Kolpinsee

Der Kleine Bruder des Großen Kolpiner See ist wenig spektakulär, von Schilfgürteln und Blumenwiesen gesäumt.

Blumenwiese am Kleinen Kolpinsee

Der Weg führt rasch weg vom See und über zugewucherte, vom Regen des Vortages noch nasse Wiesenwege. Nasse Füße inklusive! Bald geht es aufwärts über Naturpfade in Richtung Reichenwalde.

Auf dem Weg nach Reichenwalde

Auf der Höhe öffnet sich die Landschaft und wir stehen staunend an mit Buchweizen bepflanzten Feldern, von Spierstrauchhecken gesäumt.

Spierstrauch und Buchweizen in Mengen

Trotz der Bezeichnung Buchweizen handelt es sich nicht um Getreide, sondern um ein Pseudogetreide, das sich vor allem zur Diversifizierung der Landwirtschaft anbietet.

Die Früchte des Buchweizens sind Glutenfrei. Die Körner werden zu Graupen, Grütze, Grieß oder Mehl, das landschaftlich Heidemehl oder Heidenmehl genannt wird.

Hinter Reichenwalde führt die Route auf naturbelassenen Pfaden durch lichte Kiefernwälder. Der Weg soll uns zur Binnendüne kurz vor Storkow führen. Die Wegmarkierung ist von unterschiedlicher Güte, so dass wir uns an unsere mit der Wanderapp geplante Route halten.

Lichter Kieferwald am Weg


So durchwandern wir – begleitet vom Gesang unseres Lieblingsvogels, dem Pirol – einen von dünenartigen Höhen durchzogenen Wald. Die angekündigte Wanderdüne verpassen wir aber. Traurig sind wir deswegen nicht: Wir kennen ein solches Gebiet vom Fontaneweg bei Blankensee. Es ist ein mühsames Gehen in tiefem Sand.

Die Güte der Wegemarkierung ist sehr wechselhaft

So erreichen wir kurz vor Storkow und ohne weitere Dünenerfahrung die Ev. Jugendbildungsstätte Hirschluch. Hier wird auch Nicht-Jugendlichen Restauration und Übernachtung angeboten. Wir nutzen das nicht und machen uns auf den Weg nach Storkow.

Kurz vor Storkow

Den Großen Storkower See erreichen wir im Wolfswinkel.

Ein erster Blick auf den Gr0ßen Storkower See im „Wolfswinkel“

Hier geht es über schmale, von Brennesseln zugewucherten Wegen zwischen See und einem CVJM Camp entlang und weiter zum Strandbad.

Großer Storkower See

Großer Storkower See

Strandbad im „Wolfswinkel“

Im Bistro pausieren wir mit Eis und kaltem Getränk. Die Hälfte der Strecke ist geschafft.

Zwischen Storkow und Dahmsdorf

Der Radweg von Storkow nach Dahmsdorf ist auf ganzer Länge von einem unbefestigten Forstweg begleitet. Er führt durch schattigen Wald, entlang einer Wiesenlandschaft.

Lange geht es parallel zum Radweg

Die Kombination aus asphaltiertem Radweg und unbefestigtem Forstweg erlaubt uns wechselnde Sohlengfühle 😁.

Kirche in Dahmsdorf

Wir erreichen Dahmsdorf, das unserer Meinung nach nicht viel zu bieten hat und wandern ins Fauna-Flora-Habitat Kanalwiesen Wendisch Rietz.

Waldlehrpfad

Im Fauna-Flora-Habitat Kanalwiesen Wendisch Rietz. Der Waldlehrpfad ist etwas in die Jahre gekommen. Geplant im Jahr 2014, dann umgesetzt und vergessen(?). Die folgenden Fotos sind alle in dem Gebiet aufgenommen.

Zu Flurgehölzen

Kanal zwischen Stokower See und Scharmützelsee in Wendisch Rietz

Seerosenblüte an namenlosem Weiher

Seerosenblüte an namenlosem Weiher

Wir erreichen Wendisch Rietz entlang der Bahnstrecke. Sehr heiß und schwül quält uns der schattenlose Weg entlang der Schienen. Dann eine Straße und dort: Das Ateliercafé. Ein gemütlicher schattiger Garten, schönes Ambiente. Aber leider: In 15 min geht unser Bus der Linie 431, der uns nach Fürstenwalde zum Bahnhof bringen soll. Kurze Nachfrage bei der netten Inhaberin, sie verkauft uns über die Theke eine 1 1/2-Literflasche eisgekühltes Mineralwasser für kleines Geld. Sehr, sehr nett! Danke schön ❤️

Unser Resümeé

Es wurden 19 km, also wie erwartet mehr als geplant, aber wie eigentlich immer. Zur Strecke: Wenig Seen-Kontakt, schattige Wege durch abwechslungsreiche Wälder und Landschaften. Und: Antibrumm ist ein Muss!!!

P.S. Wenn Ihr Euch über die Stilwechsel in unserer Schreibe wundert: Einige Texte schreiben wir gemeinsam, andere Herbert oder Moni allein. Auch die Fotos steuern wir beide bei.

66-Seenweg Etappe 12 – Von Fürstenwalde nach Kolpin

Start unserer Etappe war der Bahnhof in Fürstenwalde. Es sollte bis Bad Saarow gehen. Ein Blick auf den Streckenverlauf zeigte: 2 bis 3 km durch die Stadt, dann ca. 2 km entlang einer Landstraße parallel zur Autobahn und ohne Pfad, Bürgersteig oder Radweg daneben. Das schenkten wir uns dann doch und stiegen in den Bus der Linie 435 und fuhren nach Rauen. Unser Ziel wurde verschoben. Es sollte nach Kolpin gehen, 8 km hinter Bad Saarow, die nächste lange Etappe wird damit ein wenig kürzer.

Die alte Festungskirche in Rauen

Die Wehrkirche, wahrscheinlich im 13. oder 14. Jahrhundert erbaut, und die Bauerngehöfte um den Anger bestimmten bis zum 18. Jahrhundert das Dorfbild. Die Kirche diente der Gemeinde durch ihre massive Bauweise (Wanddicke bis zu 1,10 m) auch als Zufluchtsort und Verteidigungsbastion.

Erinnerung an die Bergbautradition (Foto: https://www.amt-spreenhagen.de/)

Von 1827 bis 1829 wurden in Rauen Braunkohlefelder entdeckt. Der Abbau seit 1842 und die Ansiedlung von Bergleuten aus dem Harz bestimmten wesentlich die weitere Entwicklung Rauens. Auf Grund billiger Eisenbahntarife und günstiger Steinkohlepreise wurden die Kohlegruben 1905 stillgelegt. Mehr dazu hier

Von der Wehrkirche führt uns der Weg in die Rauener Berge, auf deren Höhen die Markgrafensteine liegen, es sind die größten jemals in Brandenburg entdeckten Findlinge. Die beiden Findlinge tragen die Namen Großer und Kleiner Markgrafenstein.

Hoch auf die Rauener Berge

Ein mäßig steiler Weg führt vorbei am Steinernen Tisch …

Der Steinerne Tisch

… zu den Markgrafensteinen. Dazu mehr hier.

Großer Markgrafenstein

Najaa- „mäßig“ ist doch etwas untertrieben. Es geht doch – zumindest anfänglich – ziemlich steil bergauf, mit und ohne Treppenstufen. Zum Glück aber nur auf ca 150 m, bis zum Aussichtsturm.

Bevor der Aussichtsturm erreicht ist, gibt es einen sehr schönen Rastplatz mit Schutzhütte und großzügig verteilten Bänken. Wir rasten mit etwas Abstand zu einer Kindergruppe, die ihren Wandertag dort sichtlich (und hörbar) genießt. Schön zu beobachten, wie die Kinder den umgebenden Wald (und die beiden dicken Steine) erobern und sich ohne unnötige Einmischung der entspannten Lehrerinnen austoben können. Die Verbindung von Wald und Bewegung ist doch immer noch einfach unschlagbar!

Rasten an den Markgrafensteinen

Ein paar hundert Meter hinauf (auf 153 m über NN) und wir kommen an ein Stahlskelett, die „neueste Attraktion“ in den Rauener Bergen. Es ist ein 40 m hoher Aussichtsturm, besteigbar gegen 1 EUR. Wir verzichten.

40 m Stahl: Ein Aussichtsturm

Durch Laub- Misch- und Kiefernwälder geht es Richtung Petersdorf und zum Petersdorfer See.

Auf dem Weg nach Petersdorf

Petersdorfer See

Hinter Petersdorf ändert sich der Charakter des Waldes. Kiefern bestimmen das Bild. Jedenfalls fast …

Einsame Birke

In den Randlagen von Bad Saarow öffnet sich die Landschaft in weite Moorwiesen, in denen – wie wir einem Hinweis entnehmen – der Torf für die Bad Saarower Moorbäder gestochen wird.

Moorwiesen bei Bad Saarow

Die Wiesenlandschaft geht nahtlos in ein Villenareal über, wo auch das …

Hinweis auf das historische Schmeling-Ondra-Haus in Bad Saarow

…stand.

Auch das Scharwenka Kulturforum findet sich in der Nähe.

Scharwenka Kulturforum
Ein Ort der Kultur, Begegnung und des Austuasches in Bad Saarow.

Scharwenka? Nie gehört! Ludwig Phillipp (1847-1917) war (ua) ein damals bedeutender Komponist besonders kammermusikalischer Werke. Z.B.

Wald-und Berggeister, Op. 37 · Philharmonisches Orchester Altenburg-Gera



Altes Wasserwek

Wir erreichen den Scharmützelsee (Fontane: „Das märkische Meer“) an der Nordspitze beim Kurort Bad Saarow.

Allenthalben gemächlicher Kurbetrieb entlang des Sees und der umliegenden Kurhäuser und Villen. Auch die Enten dösen am Ufer vor sich hin, allerdings nur bis wir auf unsrer Päuschenbank in der Nähe die Brote auspacken. Alle Enten kommen „schleunigst“ dahergewatschelt und betteln zu unsren Füßen um Ergänzung ihrer sonstigen, naturgegebenen Mahlzeiten.

Also ein gaaanz klein bisschen kriegen sie auch ab, wir wollen ja kein Entenbauchweh riskieren, und dick genug sind sie sowieso. Ein futterneidisches Blesshuhn gesellt sich dazu und beeeindruckt besonders durch seine Füße!😉

Blesshuhn

Am Rande von Bad Saarow wurden am Ende des 19. Jahrhunderts große Tongruben ausgehoben. Mittlerweile wurden die Gruben renaturiert und bieten sich als schöne wilde und abenteuerliche Gegend dar. Der 66-Seen-Weg führt auf einem Trampelpfad mitten hindurch.

Wildnis im Tongrubengebiet

Die Natur hat sich hier ihren Raum komplett zurückerobert. Ein Stückchen „Urwald“ am Rande von Bad Saarow. Die Orientierung fällt nicht leicht, die Kennzeichnung fehlt völlig. Wir jedenfalls haben uns verlaufen und sind durch tiefe Täler inmitten großer Mückenschwärme (Antibrumm nicht vergessen!), über schmalste, steile Aufstiege entlang bis zu 30 m tiefer Gruben und Höhenpfade geklettert. Trittsicherheit ist ein Muss!

Endlich wieder auf dem richtigen Weg, können wir uns über mangelnde Kennzeichnung nicht beklagen. Wegkennzeichen, Ortsschild und Straßennamen geben genügend Orientierung.

Straßenname, Ortsname und Wegemarkierung. Orientierung satt!

Überraschung kurz vor dem Campingplatz am Großen Kolpiner See: Steht doch da ‚völlig losgelöst‘ und unbeeindruckt von uns Wanderern dieser wilde Bursche am Wegrand.

Wilder Bursche am Straßenrand

Zum Glück knabbert er gerade hingebungsvoll an den Robinienblättern und so machen wir schnell – und mit respektvollem Abstand – ein Foto von ihm, bevor wir uns weiterwandernd zurückziehen. 😁

Am Kolpinsee

Hätte ich doch gerne meinen Badeanzug dabei gehabt! Das Wetter war herrlich (26 Grad) und die Wassertemperatur sehr einladend. Der See ist maximal 4 m tief, und ein klein bisschen neidisch beobachte ich die kleinen und großen Badenden an den vielen,
lauschigen Badestellen. Nächstes Mal!

Am Kolpinsee

Unser Resümeé

18 km über eine der schöneren Strecken bis jetzt – heute sogar mit Seen!😁 Wer nicht trittfest und bei guter Kondition ist sollte die Tongruben umgehen. Die Strecke ist nicht ohne! Immerhin 180 Höhenmeter lassen sich in Brandenburg nicht auf vielen Touren erwandern!

66-Seenweg Etappe 11 – Von Hangelsberg nach Fürstenwalde

Los geht es auf unserer 11. Etappe auf dem 66-Seenweg am Bahnhof Hangelsberg mit einer kleinen Pause am Bahnhof um uns ein wenig auf den zweiten Teil unserer Wanderung rund um Berlin einzustimmen. Wir hatten die Wanderung nach der 10. Etappe unterbrechen müssen – hier findet Ihr den Link zu den bisherigen Berichten.

Los geht es am Bahnhof Hangelsberg

Leider ziemlich verunziert: Einer der ältesten Bahnhöfe Deutschlands, der auf die Eröffnung der Bahnstrecke Berlin-Frankfurt/Oder 1842 zurück geht.

Drumrum ist es allerdings wunderschön.

Wenn da nicht die Mücken und Bremsen wären! Diesmal hats Herbert aber sowas von erwischt! So schnell konnten wir gar kein Antibrumm aufsprühen, wie die Biester ihn zerstochen hatten. Und wieder die Frage: Wofür sind Stechmücken, Bremsen und Co eigentlich gut?

Über die Seepromenade erreichten wir dann den Hangelsberger Strand mit Beachvolleyball-Platz, Schutzhütte und vielen Bänken mit schönen Ausblicken auf die Spree.

An der Spree in Hangelsberg

Die weitere Strecke führte uns über einen schönen Waldpfad weg von der Spree ….

Hinter der Ortslage Hangelberg

… der uns über eine Alternativroute des 66-Seenweges zurück in die Spreewiesen führen sollte. Dieser Weg war leider unbegehbar, und das lag nicht nur am Regen der letzten Tage, sondern auch am Zustand des Weges allgemein: Völlig zugewachsen und von tiefen Furchen durchzogen, dazu mit Wasser gefüllt. Also zurück auf den Radweg, der glücklicherweise wenig befahren war, und sich durch einen schönen Laubwald zog. Und einiges zu bieten hatte …

Einer der schönsten Rastplätze dieser Tour liegt an der hier noch unbefestigten, gemächlich vor sich hin fließenden Spree. Umgeben von blühenden Spreewiesen und wild romantisch mit Seerosen gesäumt, lockt der Fluss auch einige ebenso gemütlich paddelnde Wasserwanderer an. Hier machen wir ein längeres Päuschen.

Der Spreeradweg zwischen Hangelsberg und Fürstenwalde ist auch ohne die 8 Kunstwerke am Wegrand unbedingt empfehlenswert – zu GEHEN. (Wir wundern uns immer wieder warum man diese wunderschöne Landschaft per Rennrad durchrasen muss.)
Ein paar der Kunstwerke zeigen wir hier- wer mehr darüber erfahren möchte: Kunst am Radweg

Später fanden wir auch einen begehbaren unbefestigten Weg, der uns in wieder die Spreewiesen führte.

Wir haben den Radweg verlassen

Das Wetter war eindeutig auf unsrer Seite: 30 Grad und fast ausschließlich schattige Wege, oft mit unserem Lieblings-Waldboden, ließen uns frohgemut (äscht!) dahin schlendern. Das i-Tüpfelchen war der immer wieder auffrischende Wind, der gerade auf freier Strecke erfrischte und die Gräser der Spreewiesen so dekorativ wogen ließ.

In den Spreewiesen

Die leuchtende Heide-Nelke blüht gerade- wurde aber durch den Wind etwas zerzaust, was eine Schärfe beim Fotografieren (mit Handy) doch ziemlich erschwerte. In der Eifel heißen diese Blümchen Flettchen.

Heide-Nelken

Slipanlagen in den Spreewiesen

PS: Es gibt hier entlang der Spree außer den Slipanlagen (Anlegestellen für Sportboote) auch einige Badestellen, an denen wir durch fröhliches Kindergeschrei erfuhren, dass das Wasser „erstaunlich angenehm“ ist!

In den Spreewiesen

Wir verließen die Spreewiesen bei „Große Tränke“. Hier fand am 18. Oktober 1887 die Grundsteinlegung für den Bau des Oder-Spree-Kanals statt. 1891 wurde der 87,7 km lange Kanal eröffnet. Wer mehr erfahren möchte …

Spree bei „Große Tränke“

Weiter gings entlang der Fürstenwalder Spree, einem Nebenarm der Spree, die ab „Große Tränke“ schiffbar ist.

Entlang der Fürstenwalder Spree

Die Angler entlang der Fürstenwalder Spree sind lautstärkemäßig sehr zurückhaltend und drehen sich vorsichtshalber nicht mal um, wenn wir zwei Wanderer vorbeikommen.

So enthalten wir uns schweren Herzens auch mit gut gemeinten Rufen, wie:
„Na, beißen sie?“, oder:“Schon was gefangen?“ 😉

Fürstenwalder Spree

Sonnenfleck am Weg

Wir nähern uns Fürstenwalde

Hinweis auf ein heutiges Nichts

Ein letzter Blick auf die Spree

Unser Resümeé

Rundherum eine der schönsten Strecken bis jetzt – auch ohne Seen.

66-Seenweg Etappe 10 – Von Rüdersdorf zum Bhf Fangschleuse


Richtig los gehts für uns am S-Bahnhof Jannowitzbrücke nach Fredersdorf. Dann weiter mit dem Bus nach Rüdersdorf Brückenstraße.


Nach 2 Stunden Fahrt erst mal ’ne Pause an der Peter-Lübke-Brücke. 👍👍👍Mit Kaffee, Açma und Simit! 😋😋😋


Der Kalksee

Entlang des Kalksee nach Woltersdorf


Dieser Weg entlang der Seen ist wirklich besonders schön und der Blick aufs Wasser stets ungehindert.

Woltersdorf


Nochmal: Wir suchen immer noch nach einer bezahlbaren 3-Zimmer Wohnung-
dies hier wäre eine unsrer Lieblingswohngegenden!


Interessant: Die Klappbrücke von Woltersdorf ‚klappte‘ gerade hoch, als wir vorbei gingen und ließ den Schleppkahn durch.


„Nun komm schon: DU wolltest doch noch ein Bild von uns an der Liebesquelle!“
„Ja, aber erst NACH nem Kaffee!“

Entlang des Flakensee nach Erkner


Gestern war wirklich alles sonnendurchflutet- das macht auch die Seepromenade besonders schön.


Blindschleiche in Lebensgefahr! Durch leichtes Getrappel hinter ihr konnten wir sie ins vor Fahrrädern geschützte Grün treiben.

Moni’s Anmerkungen zum Wupatz‘ Lehrpfad

Der Wupatzsee hat nochmal Glück gehabt, dass er das anfängliche ‚W‘, statt eines ‚B‘ erwischte. Sonst wäre er im Zuge der Cannabis Teillegalisierung sicher verboten, oder zumindest umbenannt worden!

Woher das bescheuerte Wort Bubatz kommt weiß allerdings nur der Teufel- oder Christian Lindner?


Nette Sache nicht nur für Kinder: den Frosch quaaken zu lassen!



Auch auf dem Wupatz Lehrpfad: verschiedene Abdrücke der Tiere des Waldes. Besonders eindrücklich die der Wildwutzen!😉

Weiter in’s Löcknitz-Tal


Entengrütze macht alles so romantisch..


..naja- fast alles!

Wo ist oben, wo ist unten? Verwirrendes an der Löcknitz


Wieder an der Froschbrücke. Schön, die dicken, steinernen Frösche. Aber wo sind die echten Hüpfer? Keiner lässt sich hören, geschweige denn sehen. Schade. 🐸

Fangschleuse


Moni: Da, schau mal Wildwutzen“. Ich: „Soll ich näher rangehen?“ „Klar“


Ende der Vorstellung: Eins der „Wildwutze“ hebt den Kopf.

Später, an unserm letzten Pausenplatz, kommt der Schäfer angeradelt und stellt am Weg ein längeres Fangnetz auf.

Er will die Schafe auf einen anderen Platz treiben, und, damit sie dort auch ankommen, leitet er sie mit dem ‚Netzgatter‘ weg vom Weg auf die vorgesehene, „sicherere“ Wiese.
Er erzählt uns, dass vor Tagen zwei Lämmer spurlos verschwunden sind, und er hat den Wolf im Verdacht. Da in Brandenburg die meisten Rudel (in Deutschland) leben, ist der Verdacht sicher nicht unbegründet.

Durch die ‚grüne Hölle‘- möglichst schnell, denn hier wieder- genau: Mückenalarm! 😖😖😖

Schluss nach rund 18 Km am Bahnhof Fangschleuse. Hier geht es Anfang Juli weiter auf die 11. Etappe, bis dahin aus zeitlichen Gründen eine Pause. Also bis dahin….

Unser Resümeé

So viele schöne und interessante Wege sind wir schon gegangen. Ich freue mich auf alle, die da noch kommen werden – mit Dir! ❤️

66-Seenweg Etappe 9 – Von Strausberg nach Rüdersdorf

Die heutige Etappe starten wir am Bahnhof Strausberg. Der Grund: Nach Monis gestrigem Mückenk(r)ampf hegte sie keinerlei Wunsch am von Sümpfen umgebenen – und vermutlich deshalb mückenverseuchten – Herrensee entlang zu gehen.


Letztendlich war das ein wenig unglücklich, da der 66-Seen-Weg an der Alten Walkmühle entlang gesperrt war. So mussten wir einen Umweg gehen. Kurz vor Hennickendorf trafen wir dann wieder auf die geplante Route.


Der Stranggraben kurz vor Hennickendorf


Träge Wasserbüffel


Erste Rast im Innenhof der Mühle Lemke bei Hennickendorf


Moni schmeckt es offensichtlich


Das Mühlrad der Mühle Lemke


Gesehen hinter der Mühle

Kleiner Stienitzsee


Die Einzige nicht auf Privatgrund liegende Stienitzer Quelle

Weiter geht es durch Hennickendorf zum Großen Stienitzsee

Großer Stienitzsee


Im Jahre 1858 ließ die Gemeindeverwaltung den Seespiegel um 2,5 Meter absenken, damit die dort entdeckten Tonvorkommen erschlossen und über die südliche Wasserstraße per Schiff hin zur Spree abtransportiert werden konnten. Im nördlichen Teil entstanden dadurch Nasswiesen (die sogenannten Gummiwiesen) und ein Erlenbruchwald. Direkt am Nordufer wurde ein ca. 500 m langer Brettersteg angelegt. Die Tonvorkommen waren bis 1975 aufgebraucht. (Quelle: Wikipedia)


Landschaftsfotografen sind ja regelmäßig beleidigt, wenn ein Foto als „wie gemalt“ bezeichnet wird. Hier trifft es mal zu.


Hinter dem Stranggraben endet der Bohlensteg


Ab hier gehts auf und ab. Mit teils steilen Hängen, manchmal auch Treppen


Unser Rastplatz am Großen Stienitzsee


Auch der Große Stienitzsee hat ein Südufer. Dahinter gehts in eine offene Weidelandschaft mit Futterweiden und …


…Eseln. Moni liebt Esel …


… und lockt sie …


… und Moni glücklich!

Wir gelangen nach Tasdorf, wo der 66-Seen-Weg zwischen dem Rüdesdorfer Mühlenfließ und der Ernst-Thälmann-Straße durch ein Tälchen führt. Der Weg war unpassierbar, Völlig zugewuchert mit Brenesseln und Brombeeren. Nach 100 m den Versuch aufgegeben und zurück auf die Ernst-Thälmann-Straße. Der Weg muss mal freigeschnitten werden, sonst ist er bald nicht mehr zu sehen. Weiter über die Ernst-Thälmann-Straße zur Eisenbahnbrücke über den Lange-Hans-Kanal.

Der Lange-Hans-Kanal


Ein Abschiedsblick auf den Lange-Hans-Kanal am Museumspark Rüdersdorf. Den Museumspark – an dem wir nochmal rasteten – werden wir auf jeden Fall noch einmal gesondert besuchen!

Heute aber ging es flott durch Rüdersdorf-Bermannsglück zum Marktplatz und in die Rumpel-Tram zum S-Bahnhof Friedrichshagen.

Unser Resümeé
Kleine Hindernisse (wie gesperrte Wege) sind erstmal lästig, machen aber eine Wanderung auch ein bißchen abenteuerlich/er. Herbert findet immer einen Weg und Esel gut- alles gut!

66-Seenweg Etappe 8 von Leuenberg nach Strausberg

Heute ging es gut 30 Km – mit Um-und Irrwegen wg. mieser Markierung an entscheidenden Punkten – durch den Gamengrund von Leuenberg bis Strausberg. Der Gamengrund zieht sich südlich von Eberswalde und westlich von Bad Freienwalde bis nördlich von Strausberg und ist eine der schönsten und interessantesten Landschaften im Land Brandenburg, der in einigen Bereichen mittelgebirgsartige Formen aufweist.

Einstieg in den Gamengrund bei Leuenberg

Nur gut, daß Herbert gestern noch eine menschliche Öffi- Verbindung nach Leuneberg gefunden hat- sonst hätten wir um 3.00!!!!! nachts aufstehen müssen- will sagen: Fahrten ins Umland sind mitunter suboptimal. Dank meines findigen Mannes war sogar nochn Einstiegs-Cäffchen drin😁

Langer See bei Leuneberg

Entlang des Langer See

Langer See mit langem Lulatsch

Blick auf den Langer See

Blick auf den Langer See

Draisinenstrecke von Tiefensee auf der Höhe zwischen Langer See und Mittelsee

Ein steiler Aufstieg trennt den Mittelsee vom Langer See. Oben verläuft eine Bahnstrecke (für den Draisinen-Verkehr in Tiefensee?).

Abstieg von der Bahnlinie zum Mittelsee

Richtige Treppe im Wald- toll! 😊

Entlang des Mittelsee


Den Mittelsee erlebten wir nur schemenhaft

Mittelsee-Schemen

Rast am Gamensee

Die Sonne schien, der See war unübersehbar😉, das Wasser klar und ein sauberer Rastplatz war/ist auch vorhanden. Ideales Päuschen also

Gamensee

Gamensee

Auf dem Weg Richtung Strausberg

Richtung Strausberg

Mann, war das da schön!


Am Wegesrand Fingerhut in allen Größen und Farben. Etliche kleine und kleinste Tierchen halten sich dran gütlich. Ihnen macht das Gift wohl nix aus. Wir hingegen lassen natürlich die Finger von diesen Schönheiten. (Stehen unter strengem Naturschutz)

Hier könnt ihr unsre neueste Errungenschaft ‚im Einsatz‘ sehen. Den allzu seltenen Sitzmöglichkeiten und unsrem Alter geschuldet, haben wir uns zwei Dreibeinhocker (je 500 g leicht) gekauft. Die Dinger sind ihr Geld wert: In Sekunden aufgestellt und ebenso flott wieder weggepackt können wir jetzt überall da Pause machen, wo uns die Erschöpfung dies nahelegt und der running gag „hinter der nächsten Kurve kommt sicher ne Bank“ wird somit obsolet. Ha!👍👍👍

Nach der Rast gehts weiter. Ist noch ein Stück Weg bis zum Etappenziel

Neuer Rucksack, Dreibein wieder gut verpackt- gut gelaunt gehts weiter.

Schutzhütte an der Fichte

So ne schöne Hütte- von AUSSEN! Innen ein einziger Dreck-und Müllhaufen. Da die Hütte selbst noch gut in Schuss ist, wollen wir uns an….? wenden, daß die nötigen Maßnahmen ergriffen werden um sie vor dem Verrotten zu bewahren.

Mückenalarm vor dem Paradiessee

Mückenalarm vor dem Paradiessee

Der Paradiessee. Ein Stück von der Route entfernt

Paradiessee

Endlich am Fängersee.

Endlich Fängersee – Kesselsee wegen Mückenalarm fluchtartig passiert

Am Fängersee

Am Fängersee – Moni genervt.

Allerdings war ich genervt! Ca 3km!!! war aber auch absolut kein Entkommen vor diesen widerlichen Quälgeistern. Wer hat die erfunden? Der gehört doch gesteinigt! Und ja, ich werde nicht gestochen, und ja, Anti Brumm war aufgesprüht, und ja, sie fliegen und schwirren in Augen und Ohren, in Nase und Ärmel, in den Kragen, und und und. Und sie verfolgten mich bei JEDEM Schritt!
Aber einige Tausend von den Milljunen Mistviechern hab ich erwischt. Hähä!

Die Spitzmühle zwischen Fänger- und Bötzsee – den Verfall überlassen

Die Spitzmühle zwischen Fänger- und Bötzsee – den Verfall überlassen

Letzte Rast am Bötzsee

Letzte Rast am Bötzsee. Ach war das schön! Die Abendsonne wärmte nochmal, wir saßen am Wasser und Herbert konnte gar nicht verstehen, dass ich so genervt war- für Ihn war’s der volle Erfolg, denn er, der sonst immer Opfer der Mücken wird, wurde nicht 1mal gestochen! Gratuliere zerknirscht, gelobe sofortige bessere Laune. Noch Kaffee da? 😚

Ein letzter Blick auf den Bötzsee

Der Straussee in Strausberg

Der Straussee in Strausberg

Unser Resümeé
Eine schwere Etappe. Geplant hatten wir eine Route von etwa 22 Km, geworden sind es lt. Monis „Running-App“ – mein Outdoractive hat das Tracking nach ca. 20 Km eingestellt – über 30 Km. Zum Einen lag das daran, dass das GPS-Signal im Gamengrund extrem ungenau ist. Wo an einer Gabelung mehr als drei Wege verzweigen, war das Signal unbrauchbar. Und gerade – das zum Zweiten – ist die Wegmarkierung extrem schlecht oder nicht vorhanden. Das führte zu erheblichen Um- und Irrwegen.

Aber nun das Wesentliche: Die Strecke durch den Gamengrund von Leuenberg bis weit hinter den Gamensee – bis etwa zur Kreuzung mit der L230 – ist extrem schön und gut begehbar (auch unsere Umwege 😚). Lichte Buchenwälder wechseln mit Mischwäldern, es geht auf und ab. Die Talhänge fallen steil ab und schaffen eine für Brandenburg völlig untypische Landschaft.

Hinter der L230 wird das Gelände sumpfig, die Wege sind schlecht gepflegt. Auf die Wege gestürzte Bäume liegen scheinbar schon Jahre dort, so dass Trampfelpfade durch Brenesselfelder gegangen werden müssen. Die Strecke um den Paradies- Kessel- und teilweise den Fängersee ist mückenverseucht. Ohne Mückenschutz unpassierbar. Wir empfehlen Antibrumm forte! Es hat uns gute Dienste erwiesen.

66-Seenweg Etappe 7 – Mit Hindernissen von Trampe nach Leuenberg

Die Anreise zu unserem heutigen Etappenstart im Dorf Trampe gestaltete sich etwas zäh. Mit U- und S-Bahn kamen wir noch recht zügig nach Bernau. Aber dann stand uns eine rund 1 1/2stündige Fahrt in einem Reisebus! bevor. Über rumpelige Landstraßen, kleine Dörfer mit noch kleineren Ortskernen ging es schaukelnd unserem Ziel Trampe entgegen.

In diesem netten Ambiente verbrachten wir die meiste Zeit der sehr umständlichen Anreise

Najaaa- diese, teils ‚ellenlangen‘ An-und Abfahrten, können schon mal ermüden..andererseits is nur ’sitten un kieken‘- nämlich raus- auch entspannend – und kuscheln geht prima -auf den schicken, sauberen Sitzen.

Im Bus nach Trampe ist auch Zeit genug die Rückfahrt von Leuenberg nach Berlin zu klären. Wir müssen allerdings feststellen, dass wir den letzten Bus (bei unsrer heutigen geplanten Strecke von ca. 20km) niemals erreichen können. Also irgendwie abkürzen ‚det Janze‘- Kurzentschlossen springen wir im letzten Moment am Rand von Trampe aus dem Bus, um über eine Landstraße abzukürzen. Und dann sieht Moni …

Bäckerei Bodenbach in Trampe

… doch noch tatsächlich eine kleine Bäckerei, und wieder so eine formidable Sache: verlockende Riesenauswahl aus der eigenen Backstube an Brot und Brötchen und und und. Ich kaufe zwei Quarktaschen und eine Tüte Kekse und muss mich schon beherrschen (oder heißt das jetzt ‚befrauschen?😉) nicht noch mehr mitzunehmen. Später, beim Abbeißen, (😋😋😋) wird klar, dass diese Bäckerei eine 5-Sterne Rezension von mir erhalten wird!

Aber nun erstmal Herbert einholen!

Unser unfreiwilliger Startpunkt. Den Rastplatz haben wir dankbar angenommen

Nicht zu glauben, aber wir zwei Alten trampen kurzentschlossen! Und noch unglaublicher: schon das zweite Auto hält und der sehr nette Mann ermöglicht uns den lift zum Rastplatz / Einstieg Wanderweg Gamensee. Super! Jetzt erstmal das Teilchen futtern, denn die ausstehenden 10 km schaffen wir nun lässig!

Moni hat den Blick für’s Detail. Mittelpfeiler der Schutzhütte.

Bin wirklich immer wieder fasziniert von der ‚Geheimschrift‘ der allseits verhassten Borkenkäfer. Kann jmd. übersetzen?

Blick auf den Gamensee

Alter Ziehbrunnen am Wegesrand

Der Teufelssee

Teufelssee: Der trägt seinen Namen zurecht: eine höllische Brühe das!

Blicke dieser Art – knappe Ausschnitte der Wasseroberfäche durchs dichte Gebüsch sollten für die folgende Strecke zur Regel werden.

OFM-Hauenschild-Weg

Findling zu Ehren des Oberforstmeisters Hauenschild. Wer möchte, kann hier Informationen über den Oberforstmeister i.R. Paul Hauenschild finden.

Durchblick oder Seeblick?

Durchblick oder Seeblick? … jedenfalls trübe Aussicht!

Auf dem 66-Seen-Weg

Der Wanderweg durch den Gamengrund ist wirklich wunderschön und entschädigt deutlich für die zugewucherten und kaum möglichen Einblicke auf die Seen.

Der 66-Seen-Weg – Naturpfade über weite Strecken

Durchblick auf den „Dümpel“

Der Dümpel- macht seinem Namen alle Ehre.

Zweck unbekannt – Trotz Recherche

Gruseliges Ding am Wegrand. Trotz Recherche konnten wir keinen Hinweis auf Baujahr und Zweck finden. Eine Vermutung war: Ein Trafo-Turm. Aber hier in der Wildnis – Ohne sichtbare Zuleitungen?

Der „Langer See“

Noch einmal offene Landschaft zwischen „Langer See“ und Röthsee

Ohne Worte

ohne Worte? Doch: Nur schön!

Die reizvolle Landschaft zwischen den Waldabschnitten

Kurz vor Leuenburg kommen wir noch durch diese schnuckelige Allee. Beachtet auch bitte den tollen Boden! Eine Wohltat für Wanderer.

Mächtige Eiche vor Leuenberg

PS Es ist uns tatsächlich bis Leuenberg kein einziger Mensch begegnet- und es scheinen auch kaum Leute da zu wandern: die Wege sind teis nur mit Machete (Trierer Überteibung) zu bewältigen.

Kirche in Leuenberg

Unser Resümeé
Ich: „Es war doch wirklich eine wunderschöne Wanderung – Trotz der trüben Seen!“ Herbert: „Welche Seen?“

Die heutige Strecke führte durch den Gamengrund, eine der schönsten und interessantesten Landschaften im Land Brandenburg, der in einigen Bereichen mittelgebirgsartige Formen aufweist. Von Trampe bis Leuenberg reihen sich 13 Seen und zahlreiche Teiche aneinander. Allein die Zahl von 10 Seen (Kleiner und Großer Gamensee, Teufelssee, Buchsee, Dümpel, Lange See Brunow, Röth-See, Langer Haussee Leuenberg) zeigt, welch bemerkenswertes Gebiet der Gamengrund ist. (s. a. hier)

Die Wasserstände in den Seen korrespondieren mit dem Grundwasserspiegel und sind in den vergangen Jahren um 1,5 m gesunken.

66-Seenweg Etappe 6 von Melchow nach Trampe

Wir starten in Melchow. Von Berlin-Ostkreuz mit der RB24 Richtung Eberswalde. Von Melchow geht es dann gut 14 Km nach Trampe. Die Umgebung von Melchow bis Trampe ist geprägt von der leicht hügeligen, waldreichen Landschaft des Eberswalder Urstromtales.

Der Haltepunkt Melchow. Etwas vollmundig als“Naturparkbahnhof Melchow“ benannt.

Vom Bahnhof Melchow geht es durch den Ort in Richtung Schönholz, vorbei an der Bäckerei Robby Haupt: Montags geschlossen. (Einzige Verpflegungsstation in Melchow🙄).

Bäckerei geschlossen 🙁

Gasthof Wieland in Melchow: letzte Öffnungszeit!

Kurze Pause mit mitgebrachter Verpflegung gegenüber der Bäckerei, dann entlang der Schönholzer Straße in den gleichnamigen Weiler,

Froschgequake ohne Froschsichtung an diesem Tümpel auf dem Weg nach Schönholz

Der nicht sehr aufregende Weg nach Schönholz

Dem Löffelschnitzer in Schönholz ins Fenster geschaut …

— und in den Hof.

Hier in der Löffelschnitzerei in Schönholz entsteht gerade ein Löffel für ausgewiesene Großmäuler.

Unser Rastplatz in Schönholz

Auf der Dorfstraße gab es einige sehr schöne Wohnhäuser zu sehen. Hier Eines davon.

Wir kreuzen das mückenverseuchten Nonnenfließ hinter Schönholz

Findling an der …. lest selbst!

An diesem Findling haben wir eine Gruppe Schreihälsinnen abgehängt, die die wunderbare Waldesruh von Schönholz nach Trampe empfindlichst störten. Leider mussten wir dadurch Bornemanns Pfuhl (einen kleinen Waldsee) links liegen lassen. Die Ruhe war uns wichtiger.

„Russenstele“

Diese Stele am Ortseingang von Trampe hat uns Rätsel aufgegeben: Wer hat sie wann aufgestellt, und welche Bedeutung hat sie? Trampe selbst scheint ausgestorben zu sein: keine Menschen zu sehen, die wir fragen könnten. Wir machen also erstmal Pause auf dem kleinen Friedhof, der fast mehr Bänke, als Gräber hat. (Die Kirche ist natürlich zu 🙄) Als wir später zur Bushaltestelle gehen kommt doch noch ein sehr junger Mann über die Straße gelaufen- ihn fragen wir ohne große Hoffnung- doch als er das Foto sieht, weiß er, was wir mit ‚der Stele aus Stahl‘ meinen. „Ach, das Ding auf der Russenstraße?“ (Alte Heerstraße) „Das haben die Russen aufgestellt. Da gibts auch noch Gebäude vom Russengefängnis..“ Wir suchen zu Hause im Netz, können aber absolut nix dazu finden. Vielleicht weiß eine/r unsrer Leser/innen mehr? Wir bitten hiermit um Belehrung!

Kirche in Trampe

Rast auf dem Friedhof in Trampe

Moni:“Finde Friedhof als Päuschenplatz richtig gut.“ Herbert:“ Ja, solange man da nicht ewiges Päuschen macht!“ 😂

Unser Resümeé
Kurze Strecke. Für uns nur ein „Schnauf“

66-Seenweg Etappe 5 von Wandlitz nach Biesenthal

Die etwa 23 Km lange 5. Etappe auf dem 66-Seenweg starteten wir am Bahnhof Wandlitzsee. Das Bahnhofsgebäude Wandlitzsee wurde 1927/28 im Stil der „Neuen Sachlichkeit“ erbaut. Heute gehört das Gebäude zu einem denkmalgeschützten Ensemble und ist sehr gut erhalten.

Der Bahnhof Wandlitzsee

Gegenüber dem Bahnhof konnten wir endlich auch einen ungestörten weiten Blick auf den Wandlitzer See erhaschen.

Der Wandlitzsee. Schon am frühen Morgen, kurz nach 7 Uhr waren schon Mutige im Wasser.

Hier steht auch der Fischerbrunnen, der daran erinnert „Wie die Maränen in den See kamen“.

Die Sage um die Maränen im Wandlitzsee (Quelle: Gemeinde Wandlitz)
Am Wandlitzsee soll früher ein Kloster gelegen haben. Einer der Mönche wollte gern ein „Maränen“ – Gericht essen. Er setzte sich mit dem Teufel in Verbindung und versprach ihm seine Seele, wenn er ihm in einer bestimmten Nacht um 12 Uhr die gewünschten Fische bringen würde. Nach einigen Tagen bekam der Mönch Gewissensbisse. Er sann nach, wie er dem Teufel entgehen könne. Da fiel ihm eine List ein. Er stellte die Klosteruhr 10 Minuten vor. Als nun um Mitternacht der Höllenfürst brausend durch die Luft daher kam und gerade an dem gegenüberliegenden Ufer des Sees war, schlug die Klosteruhr zwölf. Da sah der Teufel, dass er die Wette verloren hatte und lies vor Wut die Maränen in den Wandlitzsee fallen. So kamen die Maränen in den Wandlitzsee.

Am Ortsrand von Wandlitz passierten wir die „Drei Heiligen Pfühle“. Die drei langgestreckten tropfenförmigen Seen liegen wie eine Perlenkette fast in West-Ost-Richtung am östlichen Rand des Ortsteils Wandlitz. Zwei der drei Pfühle sind an ihren Nordufern inzwischen bebaut

Blick auf den „dritten Pfuhl“

Den zwischen dem letzten der Pfühle und dem Liepnitzsee liegenden Regenbogensee, haben wir verpasst. Wir bogen zu früh zum westlichen Ende des Liepnitzsee ab.

Der erste Blick auf den Liepnitzsee

Liepnitzsee

Rast hoch über dem Liepnitzsee

Die Fähre zur Insel „Großer Werder“ legt an

An der Fähre nach Großwerder

Gespiegelte Riesen

Wilde Erdbeeren kurz vor Ützdorf

Zwischen Liepnitz- und Obersee. Auf dem Weg von Ützdorf nach Lanke.

Es wird laut und lauter. Weit hinter Ützdorf kreuzt die A11 unseren Weg. Und die Westspitze des Obersees.

Die A11 im Obersee

Der Obersee mit einem nicht geräuschempfindlichen Seerosenfeld fast direkt unter der A11

Das Ostufer des Obersees in Lanke

Froschteich im Schlosspark in Lanke

Durch den „Krummelankegraben“ geht es vom Lanker Schlosspark zum Hellsee.

Blick auf den Hellsee

Am Hellsee

Fast am südostlichen Ende des Hellsee liegt die namengebende Hellmühle

Die Hellmühle bildet den Einstieg in das Hellmühler Fließ

Entlang des Hellmühler Fließes

Entlang des Hellmühler Fließ, einem natürlichen Gewässer im Landkreis Barnim im Nordosten Brandenburgs. In seinem Lauf von Westen nach Osten folgt das Fließ weitgehend einem von der Eiszeit gebildeten System von Rinnenseen, bestehend aus Liepnitzsee, Obersee und Hellsee, die es nacheinander in Richtung Biesenthaler Becken entwässert. Wer mehr erfahren möchte, bitte hier.

Wie die Reifenspuren im Fließ zeigen, bewirkt die freundliche Bitte nicht allzuviel

Wir haben keine Nachricht hinterlassen. Wenn wäre es nur ein Fluch auf die Ego-Radfahrer gewesen, die das Fließ kaputtfahren.

Das enge und tiefe Bachtal des Hellmühler Fließes öffnet sich vor Biesenthal in die Weite des Pfauenfließ

Unseren Zielort Biesenthal erreichten wir dann nach etwa 2 Km Schotterpiste und Straße.


Die „Jubiläumseiche“ auf dem Biesenthaler Markt wurde am 3. Januar 1886 gepflanzt, sie ist nunmehr 130 Jahre alt und 25 Meter hoch.


Das Fachwerk-Rathaus am Markt ist bereits das dritte Gebäude dieser Art an dieser Stelle. Am 3. Oktober 2003 wurde das rekonstruierte Gebäude feierlich übergeben. Es steht unter Denkmalschutz.

Unser Resümeé

Für den Ärger, der sich zum Ende der Etappe 4 bei uns breitmachte, als wir Stolzenhagener See und dem Wendlitzsee nur Villen am Ufer der Seen sahen, wurden wir auf dieser Etappe reichlich entschädigt. Nicht nur, dass wir lange Abschitte unserer Route direkt an den Seen entlang wandern konnten, sondern vor allem durch die Erwanderung des Hellmühler Fließ, die schönste Strecke unserer bisherigen Wanderung. Diese 20 Km-Wanderung können wir allen, die den 66-Seen-Weg nicht als Fernwanderweg gehen wollen, als wunderschöne Tagestour empfehlen, zudem Start und Ziel bequem mit dem ÖPNV erreicht werden. Start: Bhf Wandlitzsee Ziel: Bhf Biesenthal uder mit dem Bus nach SBhf Bernau.

66-Seenweg Etappe 4 von Birkenwerder nach Wandlitz

Wie schon angekündigt, variieren wir die Etappen des 66-Seenwegs etwas. Um das als langweilig beschriebene Teilstück zwischen Brieselang und Birkenwerden zu vermeiden, starteten wir die Etappe in Birkenwerder und erreichten nach 28 Km Wandlitz. Endlich eine Etappe mit einigen See- und Sehstücken.


Start und Päuschen in Birkenwerders Bäckerei- Geheimtip. Hier gibts die besten Makronen seit meiner Kindheit. Direkt mal noch eine für Proviant mit genommen.


Hurrah- ein See: Der Mönchsee.


Am Boddensee in Birkenwerder


Restaurant am Boddensee


Aus Birkenwerder heraus geht es über Stege durch ein Sumpfgebiet


Briesetal kurz hinter Birkenwerder


Auch hier führt der Weg über großzügig angelegt Stege


Das Werk fleißiger Baumeister an der Briese


Der Biberdamm staut die Briese in voller Breite auf


Sattes Grün bedeckt die Wasseoberfäche vollständig


Wunderbar begehbarer Waldboden entlang der Briese


Die Schlagbrücke führt die Landesstraße 211 zwischen Summt und dem Oranienburger Ortsteil Lehnitz über die Briese. Eine Brücke existiert seit 1880, das heutige Brückenbauwerk entstand 1920.


Päuschen nach ca 10 km hinter der Schlagbrücke. Mit praktischer Rucksack-Aufhängevorrichtung, direkt beim Baumstamm, auf dem wir mangels Bank saßen.


Am leider geschlossenen Alten Forsthaus Wensickendorf (Sa und So Restauration) vorbei offnete sich eine weite, von der Briese durchflossene Wiesenlandschaft.


Wir haben das Briesetal verlassen und sind auf dem Weg nach Wensickendorf. Es geht durch eine typisch brandenburgische Landschaft.


Diese kleine Blindschleiche lag ganz still auf unserm Weg. Beim Überprüfen ihrer Lebensgeister durch leichtes Anstupsen zeigte sie dann die ganze temperamentvolle Beweglchkeit ihrer Artgenoss/innen und schlängelte sich quicklebendig auf und davon.


Die Dorfkirche in Wensickendorf


In Wensickendorf eine letzte Pause beim (geschlossenen) „Schlemmerkörbchen“. Leider gabs kein Wasser zu kaufen, aber ein kleiner Tisch am Straßenrand bot Bärlauchessig (brrr) Marmelade und dieses Bärlauchsalz an. „Bitte das Geld in den kleinen Briefkasten werfen!“ Hamwergemacht.


Der Stolzenhagener See, den wir nach zähen 6 Km über Schotter und Straße erreichten. Wohl Eine der Zwei für das gemeine Volk zugänglichen Abschnitte am See. Allerdings umzäunt, den Eingang haben wir nicht gefunden


Von der „Seepromenade“ konnten wir den Einen oder Anderen Blick auf den See werfen. Ans Wasser kamen wir nicht.


Monis Blick auf den Wandlitzer See. Dort, wo das Foto heller ist, liegt der See. Rund um den See: Privatgelände, wie der ganze See in Privatbesitz ist: Die Immobilienfirma Teutonia mit dem Düsseldorfer Rechtsanwalt Werner Becker erwarb den Wandlitzer See im Jahr 2003.

Unser Resümeé
Diese 28 Km lange Etappe sind wir mit großen Erwartungen angegangen. Führte der 66-Seen-Weg doch an 5 Seen vorbei und führte über lange Strecken durch das bekannte Briesetal. Was für eine tolle Wanderung! Das Wetter hielt und wurde immer schöner und das Briesetal zeigte sich wieder einmal als verwunschene Schönheit, die an Wochentagen kaum menschlich frequentiert wird. Den ärgerlichen Abschluss am Wandlitzsee hätte es nicht gebraucht: Der Wanderweg führt hier allzu lang an allzu vielen Privatgrundstücken vorbei, die bestenfalls einen Hauch Durchblick auf den See gestatten. Einmal Bonzenviertel- immer Bonzenviertel?!