Kategorie: Berlin Umland

Auf dem E 11 von Nikolassee zum Waldfriedhof Heerstraße

Ein Besuch des Waldfriedhofs Heerstraße im Berliner Westend ist ein kurzfristiger Entschluss, wir haben einen Tipp von Monis Freundin Sonja bekommen. Bei schönstem Wanderwetter soll es aber nicht nur auf den Friedhof gehen. Wir wollen den Besuch mit einer Wanderung verbinden. Also in den Routenplaner geschaut und bald steht fest: Wir gehen vom S-Bahnhof Nikolasse entlang des Wannsse auf dem E 11 und durch den Grunewald dorthin.

Start in Nikolassee

Am Start in Nikolassee führt uns Google Maps ein wenig in die Irre, als wir auf der Suche nach einem Kiosk von Google in einer großen Schleife fast zum Ausgangspunkt zurückgeführt werden. Hinweis: Benutzt am S-Bhf den südlichen Ausgang und zieht von unseren 20 Km etwa 1,7 km ab!

Strandbad Wannsee

Über den Rosemeyerweg gehen wir auf dem E 11 am Strandbad Wannsee vorbei in grob nördlicher Richtung am Wannsee entlang. Der E 11 ist auf der gesamten von uns gegangenen Strecke gut begehbar, aber z. T. asphaltiert.

Am Wannsee

Am Wannsee

Am Wannsee

Am Wannsee

Am Wannsee

Am Wannsee

Der Weg führt uns nah am See entlang. Zwischen Weg und See liegt ein Wasserschutzgebiet, aber immer wieder gibt es Zugänge mit kleinen Badestellen. Die Umzäunung des Schutzgebietes zeigt in kurzen Abständen solche „Törchen“, wir vermuten, dass es sich um Durchlässe für die „Wutzen“ zum See handelt.

Durchlässe für das Wild zur Tränke am See?

In Höhe der Rettungsstation verlassen wir den See und es geht in den Grunewald.

Auf in den Grunewald

Bald treffen wir auf eine Reihe solcher Markierungen.

Wald. Berlin. Klima

Ausstellung Wald. Berlin. Klima

Am 13. April 2017 wurde im Berliner Grunewald die Ausstellung Wald. Berlin. Klima. eröffnet. Die Ausstellung soll über die Zusammenhänge zwischen Klimawandel, Wald und der Bedeutung für die Großstadt Berlin informieren. Außerdem erfahren die Gäste etwas über die Arbeit der Berliner Förster.

Moni im Klimawald

Entlang eines ca. 4 km langen Rundweges werden an 11 Informationsinseln, den sogenannten “Waldwohnzimmern” zahlreiche Themen zur Anpassung der Berliner Wälder an den Klimawandel inszeniert.

Gehört wohl zur Ausstellung

Wer mehr dazu wissen will, findet es hier.

Der Pechsee im Naturschutzgebiet Brassee/Pechsee

Aussitschtspunkt Pechsee

Info zum Pechsee

Weiter gehen wir auf dem Schildhornweg unweit des Teufelssee und des Teufelsberg durch das gleichnamige Schutzgebiet zur Kleingartenanlage „Im Jagen 84“ und dann auf einer Fahrradstraße (Teufelsseechausse) in Richtung Heerstraße. Wir durchqueren einen Park, passieren den Grünen Teich ….

Grüner Teich

… und gelangen auf den Waldfriedhof. Dieser ist terassenförmig angelegt und an der tiefsten Stelle liegt der kleine Sausuhlensee.

Sausuhlensee

Am höchsten Punkt steht die Kapelle ….

Kapelle auf dem Waldfriedhof

… und genau auf der Achse zwischen See und Kapelle das Grab Loriots.

Die Grabstätte Loriots ….

... an den Badeenten unschwer erkennbar.

Über die Trakehnerstraße und vorbei am Olypiastadion gehen wir zum Bus an der U-Bahnstation Neu-Westend und fahren heim.

Olympiastadion

Unsere Route:

Entlang der Spree – Fürstenwalde-Hangelsberg

Diesen Teilabschnitt des 66-Seen-Weges waren wir auf unserer Etappenwanderung des ganzen Rundweges schon gegangen (Etappe 11) und hatten ihn als sehr schön in Erinnerung. Und die täuschte uns nicht.

Wieder war das Wetter auf unsrer Seite: 17 Grad, durchgehend Sonne und schattige Wege, oft mit unserem Lieblings-Waldboden. Ein „Wermutstropfen“ trübte den Wandernuss ein wenig: Etwa 3 km vor Hangelsberg hinterließen die Harvester (Walderntemaschinen) verwüstete Waldwege mit Ästen und Schälholz.

Altes Rathaus in Fürstenwalde

Dom St. Marien jn Fürstenwalde

Fürstenwalde – Spreeufer

Auf dem Weg nach Hangelsberg

An der Fürstenwalder Spree

Fischtreppe an der „Großen Tränke“

Spreewiesen

Spree

Weißdornblüten

Spree in Hangelsberg

Kopfweide an der Badestelle in Hangelsberg

Entlang des Klein Köriser See

Vom Klein Köriser See hatten wir bis zum Freitag noch nie etwas gehört, bis ich in der FB-Gruppe Wandern in Berlin und Umgebung einen Beitrag dazu finde. Kurzentschlossen erkunden wir den See am Tag darauf. Bei durchwachsenem Wetter geht es mit Bus und Bahn nach Klein-Köris und auf eine Wanderung entlang des Sees.

Der Klein Köriser See ist Teil der Seenkette Teupitzer Gewässer, eine durch Kanäle verbundene Seenkette im Landkreis Dahme-Spreewald. Der Rundweg Klein Köriser See gehört zu den schönsten Wanderrouten der Region und wurde bereits als eine der beliebtesten Touren in Brandenburg ausgezeichnet.

Von Klein-Köris auf dem Weg zum See

In Klein Köris angekommen wandern wir zunächst durch ein lichtes Wäldchen zum Buschweg, dem wir dann folgen.

Blick vom Buschweg in Richtung Klein-Köris

Es duftet nach Maiglöckchen, Flieder, den austreibenden Kiefern und anderen Blüten.

Wir gelangen auf dem dem Buschweg zum südlichen Ufer des Gewässers und gehen dann entlang der bewaldeten Hangkante des Klein Köriser See bis Neubrück.

Ein erster Blick auf den Körissee

Angler am Körisssee – Es sollten nicht die Einzigen bleiben

In Neubrück queren wir die Straßenbrücke über den Verbindungskanal zwischen Klein Köriser und dem Hölzernen See und gelangen vorbei am „Wort des Lebens“, dem Domizil einer christlichen Sekte und Bibelschule.

Weltlicher ging es bei Tom Stehrumchen zu, der schöne Holzarbeiten anbietet. Hierüber berichtet Moni in Begegnungen ausführlicher.

Entlang des nördlichen Seeüfers geht es weiter zum Kleinen und Großen Moddeersee, zwei künstlichen Gewässern.

Birkenbruch am See

An diesem langen Wochenende ist das Nordufer von Karpfenanglern bevölkert, die dort ihre Zelte aufgebaut haben. Naturgemäß sehr still und in Tarnfarben bezeltet und bekleidet, fallen sie kaum auf und stören uns nicht. Ob aber all die Kfz mit Hängern für das umfangreiche Equipment auf Waldwegen in einem Naturschutzgebiet das Gelbe vom Ei sind?

Wenig sehen wir von den Bibern, die sich in großer Zahl am See niedergelassen haben. Allerdings sind ihrer Arbeitsnachweise in ebenso großer Zahl sichtbar:

Am Kleinen Moddersee angekommen, sehen wir von diesem und dem Großen Moddersee nichts, nur weidende Rinder und einige Höfe wie zB den Wilhelmshof mit seinen Gebäuden.

Weidende Rinder Nähe Wilhelmshof

Ältere Scheune am Wilhelmshof

Es beginnt zu regnen, zunächst leicht aber dann immer heftiger. Wir sind froh in „Marios Ristorante“ gegenüber dem Hafen ein trockenes Plätzchen und einen heißen Cappuccino zu finden und beschließen, die Runde nicht zu vollenden, sondern nach gut 13 Km vom Bhf Groß Köris die Heimreise anzutreten. Allerdings nicht ohne eine kurze Fotosafari zum Hafen.

Hafen in Großköris

Auf Fotosafarie


Die Tour:

Liepnitzsee im Frühling

Heute, (28.4.2025) bei wunderbaren 23 Grad, umrunden wir erneut den Liepnitzsee.
Ich kann gar nicht genug schwärmen- so schön war die Tour- die Natur!

Alles treibt und blüht und glänzt und glitzert, duftet und strahlt unter der Sonne Brandenburgs/Barnim. Es macht wieder froh ein (winzig)kleiner Teil dieser Welt zu sein.

Am Wandlitzsee

Krone eines Ahorn an der Bahnpromenade in Wandlitz

Stamm eines Bergahorn

Gesehen auf dem Lanker Weg in Wandlitz

Am Liepnitzsee

Am Liepnitzsee auf dem Weg zum Seechen

Am Ostufer des Liepnitzsee

Letzter Blick auf den Liepnitzsee

Der Weg führte uns vom Bhf Wandlitz nach Wandlitz See und dann zum Liepnitzsee und über Ützdorf zurück zum Startpunkt. Länge gut 17 km. Höhenmeter 55 m. Wer vom Bhf Wandlitz See startet spart etwa 2 km.

Wanderung in den Glindower Alpen

Das Naturschutzgebiet Glindower Alpen liegt zwischen Glindow und Petzow, beides Ortsteile der Stadt Werder (Havel). Diese für Brandenburg völlig untypische Landschaft mit kühlfeuchten Schluchten, Anhöhen und kleinen Gewässern ist ein Überbleibsel der Ziegelindustrie und entstand als Abraumhalde der Tongewinnung.

Wir starten unsere Tour an der Bushaltestelle Holländermühle Baumgartenbrück und wandern entlang des Schwielowsee in Richtung Petzow. Vorbei am Schloss Petzow und rund um den Haussee, dann über die Straße „Zur Hasenheide“ geht es weiter in das Naturschutzgebiet Glindower Alpen.

Es ist zunächst eine gemächliche Wanderung, aber wir merken schnell: Trittfest sollten Wandernde in diesem Gebiet schon sein. Die Landschaft ist zerklüftet, es geht über schmalste Aufstiege, schmale Kämme Knüppeldämme und mehr.

Die Wälder sind forstwirtschaftlich wenig oder nicht beeinflusst. Totholz wird nicht geräumt. Dieses ist von Moosen, Flechten und Efeu überwuchert.

Immer wieder sehen wir kleine Tümpel oder schmale Rinnsale am Grund der bis zu vierzig Meter tiefen Schluchten.

Zurück gehen wir dann entlang des Glindower See zunächst wieder nach Petzow. Im Glindower See liegt eine kleine namenlose Insel, die offensichtlich Heimstatt hunderter Möven ist. Die Bäume sind überzogen mit weißem Vogelkot. Ein skuriler Anblick.

Die Busdichte am Start- und geplanten Endpunkt ist nicht sehr hoch und so gehen wir einfach weiter zum Bahnhof Pirschheide.

Die Tour:

Von Potsdam nach Berlin-Wannsee

Diese Wanderung von Potsdam nach Berlin-Wannsee führt uns vom Hbf Potsdam über Babelsberg und Klein-Glienicke entlang des Griebnitzsee, des Stölpchensee und des Pohlsee zum S-Bahnhof Wannsee.

St. Nikolaikirche Potsdam

Zunächst geht es durch den Nuthepark entlang der Freundschaftsinsel. Im Hintergrund blitzt uns das mit Patina überzogene Kuppeldach der St. Nikolaikirche entgegen. Über eine Brücke nahe der Nuthemündung verlassen wir den Park entlang der Havel in Richtung des Park Babelsberg.

Hans Otto-Theater Potsdam

Beim Blick über die Havel fällt ein Gebäude mit einer eher futuristisch anmutenden Dachkonstruktion auf: Das Hans Otto-Theater in Potsdam. Auf der Babelberger Seite blitzt uns hingegen der Frühling als frisch ergrünte Trauerweide an.

Frühlingshafter Blick auf Weide mit Hochstuhl

Es wird kräftig gebaut am und im Park Babelberg und so schlängeln wir uns durch Baustellen zum Eingang des Parks am alten Pförtnerhaus am Humboldring.

Der Flatowturm im Park Babelsberg

Der Landschaftspark Babelsberg liegt malerisch am Havelufer, entstanden ist er ab 1833 im Auftrag des späteren Kaiser Wilhelm I. und seiner Gemahlin Augusta. An der Gestaltung des Parks haben gleich zwei bedeutende Gartenkünstler gearbeitet: Peter Joseph Lenné und Fürst Hermann von Pückler-Muskau. (mehr dazu hier) Die Größe und Weitläufigkeit des Parks überraschte uns. Er umfasst rund 124 Hektar!

Das „Matrosenhaus“ im Park

Die Gerichtslaube

Am nordöstlichen Ausgang des Parks geht es über eine schmale Brücke und die Landesgrenze zwischen Berlin und Brandenburg nach Klein-Glienicke und dort für eine Pause in Wartmanns Café. Leider – für uns, nicht für die Betreiber – ist es dort seeehr voll: 30 min anstehen für eine Cola schmälert den Erholungswert dann doch.

Danach direkt eine kurze weitere Pause am Admiral-Scheer-Blick auf den Griebnitzsee. Hier ist es deutlich ruhiger.

Admiral-Scheer-Blick auf den Griebnitzsee. Nein, eigentlich unser Blick …

Entlang des Griebnitzsee wandern wir weiter …

… in Richtung Hubertusbrücke, die den Prinz-Friedrich-Leopold-Kanal zwischen Griebnitzsee und Stölpchensee quert. Mit Blick auf den Kanal eine nächste Rast im Biergarten des Ristorante Ciao.

Ristorante Ciao

Entlang des Stölpchen- und Pohlsee geht es weiter …

… zum S-Bahnhof Wannsee.

Die Tour:

Der Museumspark Rüdersdorf

Der Museumspark Rüdersdorf ist ein großes Freilicht-Industriemuseum in Rüdersdorf bei Berlin. Er dokumentiert die Gewinnung und Verarbeitung von Kalkstein aus den Rüdersdorfer Kalkbergen. Der Museumspark umfasst heute eine Fläche von 17 ha und bietet Einblicke in die bewegte Industriegeschichte Rüdersdorfs.

Der Strausberger Mühlenfließ an einem der Eingänge zum Museumspark

Der Museumspark umfasst heute eine Fläche von 17 ha und bietet Einblicke in die bewegte Industriegeschichte Rüdersdorfs. Neben Baudenkmälern aus dem 17. bis hin zum 20. Jahrhundert, wie beispielsweise die Schachtofenbatterie und die Rumfordöfen, bietet der Park unter anderem die Möglichkeit, geführte Touren in den aktiven Tagebau zu unternehmen.

Der Rumfordofen

Als Rumfordofen oder auch Rüdersdorfer Ofen bezeichnet man einen Brennofen zur industriellen Fertigung von Branntkalk, bei dem getrennte Brennkammern für Kalk und Brennstoff zur Verfügung stehen. Der Aufbau des Ofens folgte den Vorgaben von Benjamin Thompson Graf Rumford, unter dessen Beinamen der Ofen bekannt wurde.

Im Inneren des Rumfordofens

Der am Rumfordofen angesiedelte Wohnbereich

Blick in den Tagebau

Seilscheibenpfeiler des ehemaligen Schrägaufzuges

1871 wurde der Seilscheibenpfeiler errichtet, der das technische Bindeglied zwischen dem Schienennetz im Bruch und der Eisenbahnstrecke darstellte. Mit Hilfe eines Schrägaufzugs wurden die Hunte über eine 205 m lange, schräge Ebene von der 48 m tieferen Sohle des „Heinitzbruchs“ nach oben transportiert.

Seilbahnumlenkstation

1953 wurde eine Seilbahn für den Tagebau errichtet, die etwa 30 Jahre lang Loren vom östlichen Teil des Tagebaus, dem damaligen „Alvenslebenbruch“, zum Zementwerk transportierte.

Seilbahnumlenkstation

Schachtofenanlage

Die Schachtofenanlage wurde von 1874 bis 1967 für die Branntkalkherstellung genutzt. Sie ist ein einzigartiges Beispiel für den Übergang vom Jahrtausende altem Handwerk des Kalkbrennens zur Industrieproduktion in großen Anlagen.

Auf der Beschickungsebene der Anlage

Alte Antriebseinheit

Auf der Höhe der Beschickungsebene der Anlage

Die Ofenhalle, auch „Kathedrale des Kalks“ genannt

Am alten Hafen

Birkenwerder -Briesetal – Zühlsdorf

Ein Geheimtipp ist eine Wanderung durch das Briesetal sicherlich nicht, aber überlaufen ist es auch nicht. Während unserer Wanderung begegnen wir kaum jemandem. Mit der S-Bahn (S1 S8) oder der Regionabahn 20 ereichbar gelangen wir problemlos an den Startpunkt am Bahnhof Birkenwerder. Direkt um die Ecke gibt es eine Bäckerei, die wir erst auf einer anderen Wanderung kennenlernen, die wir Euch aber wärmstens empfehlen.

Diese Bäckerei in Bahnhofsnähe von Birkenwerder haben wir erst auf dem 66-Seen-Weg kennengelernt.- Ihr solltet sie nicht verpassen.

Die Briese ist ein kleiner Nebenfluss der Havel. Er führt in seinem Verlauf durch den Briesewald, einen Erlenbruchwald, der früher „Der Briesen“ genannt wurde und heute als „Briesetal“ bekannt und Teil des Naturschutzgebiet Briesetal ist.

Das Tal ist ein Erlenbruchwald, der früher „Der Briesen“ genannt wurde und heute als „Briesetal“ bekannt

Im Prinzip steht das Wasser und es gleicht einer märchenhaften Sumpflandschaft, die viele Tiere beherbergt. Ein Teppich aus grünleuchtender Wasserlinse lässt das Gewässer darunter nur erahnen..

Wasserlinsen bedecken große Teile der Wasserfäche

Das helle Grün ist die markanteste Farbe im Briesetal.

Hier hat eine Biberfamilie ein Zuhause gefunden

Ein unscheinbarer Hügel aus Knüppeln, Erde und Laub an eine Böschung gelehnt? Typische Merkmale einer Biberburg.

EinStaudamm. Die Biberburg aus einer anderen Perspektive

Hier ist unserer Meinung nach – wir sind ja keine Experten – die Bauweise eines Biberbauwerks noch deutlicher zu erkennen. Ein Damm sperrt die Briese ab, so dass oberhalb des Damms der ohnehin sehr träge fließende Fluss bis zu 1 Meter Höhe aufgestaut wird.

Die Schlagbrücke über die L 211

Eine terrassenartig angelegte Brücke quert die L211 am „Teufelsbruch“. Schon 1880 wurde eine Brücke über die Briese errichtet. Das heutige Brückenbauwerk entstand 1920.

Hinter der Brücke geht es noch ein kurzes Stück entlang der Briese, dann entfernt sich unsere Route vom Flusslauf. Zunächst in einen lichten Kiefernwald …

Vom Erlenbruch in den Kiefernwald

… und dann durch die offene Landschaft vor Zühlsdorf.

Offene Lndschaft vor Zühlsdorf

Wir erreichen den Ortsrand von Zühlsdorf# durchqueren den Ort und dann liegt der Bahnhof Zühlsdorf vor uns.

Erster Blick auf unser Ziel

Was für eine Entdeckung! Von Neukölln in ca. 1,5 Std mit den Öffis zu erreichen, zeigt sich der Bahnhof Zühlsdorf als idealer Treffpunkt- sowohl für das Verspeisen eines leckeren Flammkuchens in der ‚Bahnhofsstube‘, als auch als Ausgangspunkt für kleine oder größere Wanderungen im Barnim.
Wir nehmen uns vor wiederzukommen.

Pichelswerder und Tiefwerder Wiesen

Die Tiefwerder-Wiesen sind ein Rest der ehemaligen Auenlandschaft in der Havel-/Spreetalniederung auf dem Berliner Tiefwerder und im Niederungsbereich der Flusshalbinsel Pichelswerder bei Spandau. Die Feuchtwiesen sind von Altarmen der Havel durchzogen und stehen seit 1960 unter Naturschutz.

Bis Spandau mit den Öffis und dann erst mal einen Cafe am Markt …

Eine Brücke über die Havel-Wasserstrasse bringt uns an den Startpunkt unserer Tour.

Eine wilde Umgebung umschließt uns, allerdings von gut markierten Wegen durchzogen.

Sind das dort unter den Bäumen die immer wieder beschrieben Wasserbüffel?

Nein, das scheinen uns eher Rinder zu sein…

— die zur Portraitaufnahme sogar näher kommen,

Ein Blick durchs Gebüsch auf die Havel …

… die dann an der Landspitze der Pichelswerder Halbinsel in ganzer Pracht vor uns liegt. Über den Pichelsberg ( 60 m hoch) geht es dann in die von Stegen durchzogene „Nasszone“ des Naturschutzgebietes,

Hier lässt es sich offenbar aushalten, wären da nicht solche Gestalten am Werk:

Das ist die Raupe des Weidenbohrers, eines Nachtfalters mit einer Flügelspannweite von 65 bis 80 Millimetern. Die Raupen werden mit ca. 100 Millimetern ungewöhnlich groß und haben einen breit dunkelrot gefärbten Rücken und sonst einen gelben Körper.

Wir sind beeindruckt, machen aber dennoch an dieser netten Stelle ein Päuschen bevor es zurückgeht.

Wanderung bei Strausberg – Drei Seen und eine Mühle

Straußberg ist mit der S-Bahn einigermaßen gut erreichbar, zählt zum „Speckgürtel“ Berlins. Einen ersten Eindruck von der schönen Lage des Ortes gewinnen wir, als wir am frühen Morgen mit der Fähre vom Ostufer zum Westufer des Straussee übersetzen, dies auf Europas einziger Fähre mit elektrischer Oberleitung.

Badestelle am Westufer des Straussee

Nach dem Übersetzen befinden wir uns auf der Westseite mit einigen Badestellen. Wir wenden uns auf der sogenannten „Seepromenade“ bei sehr wechselhaftem Wetter in nördliche Richtung.

Reusen hängen zum trocknen aus

Noch halten einzelne (Freizeit?)-Fischer die Tradition hoch.

An der „Seepromenade“

Kein „Hexenhaus“, sondern das Gartenhäuschen eines herrschaftlichen Anwesens.

Die „Promenade“ wird zum Waldpfad

Verwunschene Hohlwege entlang des Sees ….

Blick auf den Strausberger See

…wechseln mit schönen Blicken über den Strausberger See.

Am Nordende des Straußberger Sees geht es dann scharf westwärts über die Schillerhöhe (ein kleines Wohngebiet) zur Wesendahler Mühle, erbaut im Jahr 1675. Die Mühle ist eine der ältesten Wassermühlen im Land Brandenburg. 2007 schloss die beliebte Ausflugsgaststätte mit dem Biergarten am Mühlenfließ. Seitdem hat sie eine wechselhafte Geschichte hinter sich. 2005 verkauft, zwischenzeitlich durch einen Brand beschädigt und 2021 wiederum verkauft, macht sie bei unserem Besuch im Herbst 2022 einen verfallenen Eindruck.

Wer Informationen über die weitere Entwicklung hat: Gerne in einem Kommentar am Ende des Beitrages hinterlassen. Wir sind sehr interessiert!

Weiter geht es nun am Ostufer des Fängersees. Eine prachtvolle Auenlandschaft begrenzt den See nach Norden …

Lichtung am Fängersee

… bevor sich der See unseren Blicken darbietet …

Fängersee

… und zur Rast einlädt ….

Rast am Fängersee

und wieder in dichtem Buchenwald unsichtbar wird.

Buchenwald am Fängersee

Eine zweite Mühle – Die „Spitzmühle“ – ist auf unserer Routenplanung verzeichet. Aber … zu sehen ist fast nichts! Die „Spitzmühle“ trennt den Fängersee vom Bötzensee. Der Name geht auf eine Mühle zurück, die sich zwischen der Verbindung der beiden Seen befunden hat.

Heute stehen dort ca. 45 Bungalows, so dass die das Gebiet einst prägende inselartige Lage zwischen den Seen und an den Fließen für Besucher kaum noch erlebbar ist, da die Grundstücke schwer einsehbar sind. Das wird auch in einem Bebauungsplan der Stadt Strausberg aus dem Jahr 2013 bemängelt. Nur alte Fotos zeigen den alten Zustand.

Einen kurzen Blick auf einige Bootsanleger konnten wir mit Mühe erhaschen, also weiter den Bötzensee entlang.

Am Bötzensee

Kurzzeitig taucht die durchbrechende Sonne den Strand in warmes Licht.

Bötzensee

Spotbeleuchtng für uns sonnenhungrige Wandernde.

Am Ende des Bötzensees verhindern Kleingarten- und Angelverein den weiteren Zugang zum See. Also zurück zum Südende des Straußberger Sees und über die Uferpromenade zum Fähranleger und von dort zur S-Bahn.

Zurück am Stausberger See

Wer die Route mal gehen möchte …