Kategorie: Berlin

Berliner Türme

Türme- was gehört dazu?

Na ganz einfach, was uns interessiert, was etwas (mehr oder weniger) heraus ragt, was das Stadtbild prägt. Wir erheben keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit.
Wir entdecken auf unseren Stadtwanderungen immer wieder Interessantes, und dazu gehört auch der ein oder andere Turm, auch wenn er als Tor oder Säule, Tower oder gar Abhörstation daher kommt- bzw. rum steht.

Entscheidend ist: Was sagt uns das heute?!

Der Estrel Tower

Ich sag mal gleich, wir sind froh, wenn wir den nicht mehr sehen müssen.
Dieser unschöne Klotz-mit mäßig schick abgeschrägtem Dach- ist das höchste Gebäude Berlins (176m) und befindet sich in Neukölln! Ein Hohn auf das Milieu!
Das Ding is noch nicht mal fertig- viiiielleicht Ende des Jahres?

Nett ist die augenfällige „Bespannung“ mit sog. Finnen aus Alu- dient (auch) als Sonnenschutz. Wer sich weiter turmusmäßig interessiert (wieviel Zimmer, Kongresse, Preise, Besitzer…) kann gern googeln. Wir aber sind froh dort nicht ver,- bzw. einkehren zu müssen.

Natürlich sieht man den Turm auch vom Flugfeld aus.

EDGE East Side Tower

Wurde vor einem Jahr fertig gebaut, steht in Friedrichshain an der Warschauer Brücke und ist 142m hoch. Heisst auch Amazontower, da die (3.400 Mitarbeiter) dadrin (auf 28 der 36 Stockwerke) forschen, wie sie uns noch effektiver zum Geld-bei- ihnen-lassen verführen können. Dann entwickeln sie ebendort die nötigen Reize. Oder so ähnlich.

Der Tower ist höher, als das Zoofenster, und höher, als das Upper West.
Seine „markante Fassade“ (Wiki) macht es auch orientierungsschwachen Menschen, wie mir, leicht ihn wieder zu erkennen und an der richtigen Stelle zu verorten.
Irgendwas Gutes muss ja dran sein!

Der Treptower, eigentlich Die Treptowers

Jedenfalls ein schönes Wortspiel: Treptow und tower verbunden.
Denn der ganze Gebäudekomplex steht in Alt- Treptow.
Direkt an der Spree, nahe der Elsenbrücke.

Nach nur 4 Jahren Bauzeit (heute würden sicher 40 draus) war 1998 Eröffnung. Bei 500 Millionen Euro Kosten für det Janze ist das aus heutiger Sicht ja ein Schnäppchen.
(Man braucht sich ja nur mal die Kohle der Superreichen anzuschauen..)

Ehemals Zweigstelle der AEG, dann VEB (Elekrto-Apparate-Werke Berlin-Treptow) dann Allianz, Deutsche Rentenversicherung und BkA-sind bis heute drin.

Wir mögen den Turm- zumal er sich in fußläufiger Nähe zum Treptower Hafen befindet. Bei sonnigem Wetter immer gut für einen Spaziergang.

Der Fernsehturm

am, bzw. auf dem Alexanderplatz ist mit 368m Höhe das höchste Bauwerk Deutschlands. !969 wurde er fertig gebaut.

Kleines Gimmick:
Auf unsrer Wanderung nach Wismar 2022 logierten wir in einer wunderschönen Ferienwohnung in Bützow. Beim abendlichen Schwätzchen im üppigst blühenden Garten mit dem Hausherrn, Herrn Miessner, stellte sich heraus, dass dieser den Turm als Polier mit erbaut hat. Natürlich nötigte ich ihn zu einem gemeinsamen Foto mit mir.

Radarturm auf dem Tempelhofer Feld

Unser „Hausturm“, 1982 fertig gebaut, erhebt sich mit seinen 72 Metern nicht nur über den (tollen) Kinderzirkus Cabuwazi, sondern auch über das gesamte (gräßliche) Nazi-Flughafengebäude.

Sobald wir am Ende der Kienitzer Straße die Treppe zum Feld nehmen, begrüßt er uns mit seiner unverwechselbaren, denkmalgeschützen Architektur.

Besonderes, z. B., warum er auch bei größtem Sturm nicht wackelt, aber auch Geschichtliches dazu in diesem Artikel vom Tagesspiegel:

https://www.tagesspiegel.de/kultur/keine-bewegung-4049512.html

Park Inn by Radisson Hotel Alexanderplatz

ist 150m hoch, und das zweitgrößte Hochhaus Berlins.

„Eröffnet wurde das Hotel Stadt Berlin am 7. Oktober 1970, dem 21. Jahrestag der Gründung der DDR, als Interhotel (https://de.wikipedia.org/wiki/Interhotel) mit 1982 Betten[4] in 1006 Zimmern.“ (Wiki)

Nach der Wende wurde allerdings kräftig saniert und investiert und heute heißen die Zimmer Suiten.
https://de.wikipedia.org/wiki/Park_Inn_by_Radisson_Berlin_Alexanderplatz

Für 6 Euro Eintritt kann man das allermeiste an Stockwerken mit dem Fahrstuhl bis zur Dachterrasse erledigen.Der Ausblick ist wirklich spektakulär, und wer möchte kann dies sogar noch auf der „höchsten Schaukel Europas“ schaukelnd genießen.
Ich weiß nicht, was das kostet, kann aber mal meinen Sohn fragen.

Wasserturm auf dem Tempelhofer Berg

Mal was Kleineres: Der Wasserturm in Kreuzberg, am Chamissoplatz, ist gerade mal 44 m hoch, dafür aber ganz schön alt: nämlich von1888!

„Für die wachsende Stadtbevölkerung entstehen seit der Reichsgründung immer mehr hohe Mietshäuser mit vielen Geschossen. Über die Hof- und Straßenbrunnen, wie bisher üblich, sind diese Wohnungen nicht mehr mit Frischwasser zu versorgen. Sogenannte Wasserhebestationen – also Wassertürme auf erhöhten Punkten – sammeln Trinkwasser deshalb in Hochbehältern. Die Schwerkraft drückt das Wasser auch in die höchsten Etagenwohnungen.“ (Industriekultur.Berlin)

Gut gemacht! Und dann auch noch architektonisch so ansprechend: „Märkische Backsteingotik“! https://industriekultur.berlin/

Heute befindet sich im Turm das DTK-Wasserturm Jugend-, Kultur- und Kommunikationszentrum https://sportjugend-berlin.de/dtk-wasserturm

Wir hoffen, dass nur die homepage des Kulturzentrums veraltet ist, und dass der geplante Abschluss der Sanierung 2023 tatsächlich stattfand, und die Kinder und Jugendlichen jetzt wieder Einzug halten können.

Die Twin Towers

sind zwei 17-geschossige Zwillingstürme aus dem Jahr 1997 (oder 1998 oder 1994??) am Osthafen/Treptow, also zwei Bürogebäude mit 99 und 110 m Höhe. Sie sind Teil der (verrufenen) Mediaspree und liegen direkt am Wasser zwischen Elsen-und Jannowitzbrücke. Allianz, Universal Music, MTV, Stromnetz Berlin, BASF und Coca Cola sind da wohl drin.

Ich kann den beiden Türmen nicht viel abgewinnen, sie erinnern mich auch wirklich nicht an Segel, obwohl sich die Dächer durch je eine aufgeworfene, himmelweisende Konstruktion auszeichnen. wahrscheinlich bin ich aber befangen: Für mich sind die Türme eine ziemliche Angebergeschichte: https://www.twintowers-berlin.de/

Dagegen liebe ich die Skulptur in unmittelbarer Nähe und mitten in der Spree: Die „Moleküle Men“ von Jonathan Borofsky.

„Die Skulptur soll daran erinnern, dass sowohl der Mensch als auch die Moleküle in einer Welt der Wahrscheinlichkeit existieren und das Ziel aller kreativen und geistigen Traditionen ist, Ganzheit und Einheit innerhalb der Welt zu finden.“ – Jonathan Borofsky-

Das Haus des Lehrers

hat eine lange Geschichte, die bis 1908 zurück reicht.

wikipedia Haus des Lehrers

1964 wurde es als erstes Hochhaus am Alex eingeweiht, nachdem das Vorgängerhaus, das Lehrervereinshaus, im Krieg zerstört worden war.

Das HdL ist 54m hoch und war als Begegnungsstätte für Pädagogen konzipiert. Es beherbergte u.a. die größte pädagogische Bibliothek Europas. Nach umfangreicher Restaurierung ist das HL heute hauptsächlich ein modernes Büro- und Bildungsgebäude mit Firmen, Geschäften, Restaurants und der FRÖBEL Akademie zur Ausbildung pädagogischer Fachkräfte. Besitzer ist seit 2008 (für knapp 8 Millionen Euro) die Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM)

„Die Besonderheit des Gebäudes ist ein umlaufender Fries aus 800.000 Mosaiksteinen im Bereich der dritten und vierten Etage, im Volksmund „Bauchbinde“ genannt. Dieser von Walter Womacka in Anlehnung an den Muralismo entworfene Fries mit dem Namen Unser Leben zeigt Darstellungen aus dem gesellschaftlichen Leben in der DDR.“ (Wiki)

Natürlich steht das HdL mittlerweile unter Denkmalschutz.

Berliner Funkturm Messegelände

146,7m hoch und seit der 3.Funkausstellung 1926 in Betrieb.

Der Stahlfachwerkturm (Vorbild: Eiffelturm) Ist öffentlich zugänglich- und lädt auf 50 hm zum Restaurantbesuch ein- WENN die Sanierung abgeschlossen ist, was für Ende 2025 so geplant war.

Da der „Lange Lulatsch“ im ausgesprochen unwirtlichen Messegelände/Westend steht, welches ich tunlichst meide, ist er mir erst bei Konzertbesuchen im „Haus de Rundfunks“ so richtig aufgefallen, in dessen unmittelbarer Nachbarschaft er sich befindet.Das Haus des Rundfunks ist seit 2003 der Hauptsitz des Rundfunks Berlin-Brandenburg.(rbb)

Lese gerade, dass der Funkturm zu seinem 100jährigen Bestehen 2026 wieder glänzen soll. Was Berliner Baustellen betrifft, da sind wir mal gespannt!

wikipedia Berliner Funkturm

100 Jahre Berliner Funkturm

Das Frankfurter Tor

heute in Friedrichshain befindlich. Das war nicht immer so. !716 aus Holz gebaut, stand „es“ noch ca. 800m weiter westlich,
und war Teil der ersten Akzisemauer Berlins. (An den Toren der Akzisemauer wurden Verbrauchssteuern für eingeführte Waren erhoben.)

Frankfurter Tor 1867

1802 bestand das Tor schon aus Stein, wurde aber abgerissen, und versetzt ersetzt. (Vom ungefähren U Bhf Platz der Weberwiese zum heutigen Platz.) 1957 bekam das Tor seinen heutigen Namen. Ab Tor Richtung Westen wurde/wird die Stalinallee zur Karl-Marx-Allee, der Strassenteil Richtung Frankfurt/Oder nach Osten ist die heutige (ellenlange) Frankfurter Allee.

Zurück zum Tor:
Der berühmte Chef Architekt de DDR Hermann Henselmann (Entwurfsidee u.a. für den Fernsehturm!) gewann 1953 einen Wettbewerb, und es entstand im Stil des
Sozialistischen Klassizismus die Ost-West-Magistrale der Stadt mit dem Frankfurter Tor.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Henselmann

„Es handelt sich um zwei Turmhochhäuser mit einer Kuppel, die in der Form den…Kuppeln am Gendarmenmarkt nachempfunden wurden. Die markanten Türme bilden den Anfang des architektonischen Ensembles der Karl-Marx-Allee, die bis 1961 den Westteil der Stalinallee darstellte. Die Gesamtanlage des Platzes steht heute unter Denkmalschutz.“ (Wiki)

Ps.
Ich mag die beiden Türme sehr, konnte mich auch früher gut an ihnen orientieren, wenn ich meine Patentante im Seniorenzentrum in unmittelbarer Türme-Nähe besuchte.

Berlin und Gillenfeld – Die Welt ist klein…

Buslinie 566 von Daun zum Feriendorf- meine Lieblingsbuslinie- ist ab sofort meine Allerlieblingslinie:

Vor ein paar Tagen kommen Herbert und ich in der Pause der Busfahrer/innen an der Realschule in Gillenfeld mit einer der Fahrerinnen ins Gespräch.

Und was stellt sich raus:
Die Frau kennt sich aus in der Welt😉: Sie hat tatsächlich jahrelang in Berlin gelebt. Auf meine Frage „Wo denn da?“ kommt die Antwort: „Neukölln“.

Das facht natürlich meine Neugier weiter an, und ich bohre nach Genauerem, bzw..“Welche Straße?“ „In der Nähe vom Tempelhofer Feld, Kienitzer Straße“. Ich fass‘ es nicht: MEINE Straße!!!
Freue mich wie Bolle in der tiefsten Eifel eine Wahlheimat-Verbundene zu treffen. Und wir freuen uns beide, dass uns die Kombination von Land und Großstadt weiterhin gelingt: Sie hat noch Kinder in Berlin und pendelt (wie wir) des Öfteren zwischen den beiden Extremen.

Gut, dass sie auch zur Erholung ein Häuschen HIER im Feriendorf hat! Dieser weiteren, überraschenden Enthüllung folgt natürlich eine Einladung unsererseits zum Vorbeischauen- wo auch immer: im Feriendorf oder in Neukölln.

Man sieht sich! 😁

Rundgang durch den Natur Park Südgelände

Der Natur Park Südgelände ist ein 18 Hektar großer Park im Berliner Ortsteil Schöneberg. Die Geschichte Südgeländes ist durch Relikte der Bahn-Ära heute noch präsent inmitten schützenswerter Natur, die sich in den letzten Jahren das Areal um den ehemaligen Verschiebebahnhof Tempelhof zurückerobert hat.

Die Wege führen über Schienenstränge …

… oder Metall-Gitter-Wege.

Der Rundweg durch das Naturschutzgebiet führt auch über 600 Meter Stahlgitter, die erhöht über den Waldboden führen, da sie auf Stahlrohren befestigt sind, die wiederum auf den alten Schienen liegen. Diese Art der Wegführung belässt unterhalb des Weges genug Raum für Tiere, sich zu bewegen. So teilt der Weg das Gebiet nicht in zwei Teile und das Regenwasser kann das Erdreich erreichen.

Das weit sichtbare Wahrzeichen des Parks ist der 50 Meter hohe stählerne Wasserturm, der früher das für den Bahnbetrieb benötigte Wasser lieferte. Er wurde 2019 instand gesetzt (Sicherung des Fundaments, Korrosionsschutz).

Wasserturm in der Nähe der Lokhalle

An die Bahngeschichte erinnern außerdem zahlreiche Wasserkräne, Lichtmasten, Schienenstränge und Weichen. Eine alte Dampflok der Baureihe 50 aus dem Jahr 1940 und eine Drehscheibe sind Überbleibsel des ehemaligen Bahnbetriebswerkes.

Drehscheibe zum Umsetzen von Loks

Lok der 50ger Baureihe

Nachdem der Bahnbetrieb auf dem Rangierbahnhof 1952 eingestellt wurde, eroberte sich die Natur das Terrain nach und nach zurück. Wo früher Gleisschotter und Sand das Areal prägten, konnten sich wertvolle Trockenrasen, Hochstaudenflure und ein urwüchsiger Wald entwickeln.

Der Natur Park Südgelände beherbergt bis heute eine Vielzahl seltener und vom Aussterben bedrohter Tiere und Pflanzen. Deshalb darf das Schutzgebiet auch nicht betreten werden. Besucher*innen werden über Wege und Stege, die dem Verlauf alter Bahntrassen folgen, durch den Park geführt.

Es gibt ein Café in der Nähe der denkmalgeschützten Brückenmeisterei, das allerdings nur am Wochenende geöffnet ist.

Im (heute geschlossenen) Café Paresüd im Südgelände

Und natürlich darf die Kunst nicht fehlen: Wer den Natur Park Südgelände erkundet, tut dies auch auf stählernen Kunstwerken der Bildhauergruppe ODIOUS. Stege, Baumhäuser oder Röhren erschließen das Natur- und Landschaftsschutzgebiet und ermöglichen einmalige Einsichten und Ausblicke.





Zu den Werken der Künstlergruppe gehört auch eine begehbare Röhre …

Hier braucht es Durchblick

Die Röhre glücklich passiert …

Ob die „Grotte“ an eine Eisenbahner-Tradition erinnern soll, wissen wir nicht. Sieht jedenfalls feurig aus und es plätschert hörbar …



Wer selbst kreativ werden möchte, findet im Natur Park Südgelände am Rand des Tälchenwegs eine ehemalige Stützmauer, die Graffiti-Künstlern und – Künstlerinnen von Montag bis Samstag ab 15 Uhr legal als Leinwand dient.

Texte mit und aus diesen Quellen : Wikipedia und https://www.natur-park-suedgelaende.de/.

Von Schönhagen nach Wildenbruch – Brandenburg pur!

Touren am „Vatertag“ sind eine Sache für sich. Aus Erfahrung wissen wir, dass es auf „Hotspot-Routen“ nicht besonders ruhig zugeht. Deshalb wählen wir für diesen Tag eine Route ohne direkten „Seekontakt“. Es geht also von Schönhagen (TF) über Blankensee und Stücken nach Wildenbruch – immer entlang des E 10.

Die Anreise mit S-Bahn und Rufbus gestaltet sich einfach und so geht es in Schönhagen los. Das erste, was wir sehen ist …

Wandern am Vatertag: Unvermeidlicher Anblick

Zum Glück die Ausnahme für heute, auch der Fahrradverkehr hält sich in Grenzen. Die „Vatertags-Ausflügler“ begegnen uns rücksichtsvoll und fröhlich.

Das ist Brandenburg

Den für heute einzigen direkten Seekontakt haben wir in Blankensee, allerdings nur sehr kurz.

Einkauf am Wegesrand in Blankensee – einfach köstlich!

Kurz vor dem Dorfkern entdeckt Moni einen kleinen Verkaufsstand. Dort gibt es Gänseblümchensirup zu kaufen. Das muss jetzt sein – noch nie davon gehört. Und beim Probeschluck am Abend zuhause steht fest: Köstlich! Genau wie die Aprikosenkonfitüre!

Blankensse hat mehr zu bieten als den See!

Moni hält Ausschau nach Fröschen – wieder nichts zu sehen, nur zu hören.

Päuschen bei Fischbrötchen und Räucheraal

Kirche in Blankensee

Zwischen Blankensee und Stücken geht es entlang einer schmalen Landstraße mit alten Bäumen und viel Schatten.

Wieder nichts mit „Baum umarmen“ :-;

In Stücken selbst erinnern uns lautstarke Feiergruppen an den „Männer-Festtag“. Wir konzentrieren uns auf die schmucken Häuschen am Straßenrand.

Hinter Stücken beginnt der Ortolan-Rundweg

Farbenfrohe Behrüßung in Stücken

Mohnblumenpracht

Fensterkunst

Hoffnung auf ….

… solche Situationen

An der Kirche in Stücken

Hinter Stücken ist vom Feiertag kaum etwas zu spüren, es geht durch Wälder und Felder unter einem faszinierenden Himmel.

Zwischen Stücken und Wildenbruch

Zwischen Stücken und Wildenbruch

Nicht alles ist sattgrün

In Stücken entdecken wir diese „Kunst am Bau“: Eine vollständig mit dem Pinsel erschaffene Fassade….

Interessante Malerei

Schnipp-Schnapp

Die Tour:

Auf dem E 11 von Nikolassee zum Waldfriedhof Heerstraße

Ein Besuch des Waldfriedhofs Heerstraße im Berliner Westend ist ein kurzfristiger Entschluss, wir haben einen Tipp von Monis Freundin Sonja bekommen. Bei schönstem Wanderwetter soll es aber nicht nur auf den Friedhof gehen. Wir wollen den Besuch mit einer Wanderung verbinden. Also in den Routenplaner geschaut und bald steht fest: Wir gehen vom S-Bahnhof Nikolasse entlang des Wannsse auf dem E 11 und durch den Grunewald dorthin.

Start in Nikolassee

Am Start in Nikolassee führt uns Google Maps ein wenig in die Irre, als wir auf der Suche nach einem Kiosk von Google in einer großen Schleife fast zum Ausgangspunkt zurückgeführt werden. Hinweis: Benutzt am S-Bhf den südlichen Ausgang und zieht von unseren 20 Km etwa 1,7 km ab!

Strandbad Wannsee

Über den Rosemeyerweg gehen wir auf dem E 11 am Strandbad Wannsee vorbei in grob nördlicher Richtung am Wannsee entlang. Der E 11 ist auf der gesamten von uns gegangenen Strecke gut begehbar, aber z. T. asphaltiert.

Am Wannsee

Am Wannsee

Am Wannsee

Am Wannsee

Am Wannsee

Am Wannsee

Der Weg führt uns nah am See entlang. Zwischen Weg und See liegt ein Wasserschutzgebiet, aber immer wieder gibt es Zugänge mit kleinen Badestellen. Die Umzäunung des Schutzgebietes zeigt in kurzen Abständen solche „Törchen“, wir vermuten, dass es sich um Durchlässe für die „Wutzen“ zum See handelt.

Durchlässe für das Wild zur Tränke am See?

In Höhe der Rettungsstation verlassen wir den See und es geht in den Grunewald.

Auf in den Grunewald

Bald treffen wir auf eine Reihe solcher Markierungen.

Wald. Berlin. Klima

Ausstellung Wald. Berlin. Klima

Am 13. April 2017 wurde im Berliner Grunewald die Ausstellung Wald. Berlin. Klima. eröffnet. Die Ausstellung soll über die Zusammenhänge zwischen Klimawandel, Wald und der Bedeutung für die Großstadt Berlin informieren. Außerdem erfahren die Gäste etwas über die Arbeit der Berliner Förster.

Moni im Klimawald

Entlang eines ca. 4 km langen Rundweges werden an 11 Informationsinseln, den sogenannten “Waldwohnzimmern” zahlreiche Themen zur Anpassung der Berliner Wälder an den Klimawandel inszeniert.

Gehört wohl zur Ausstellung

Wer mehr dazu wissen will, findet es hier.

Der Pechsee im Naturschutzgebiet Brassee/Pechsee

Aussitschtspunkt Pechsee

Info zum Pechsee

Weiter gehen wir auf dem Schildhornweg unweit des Teufelssee und des Teufelsberg durch das gleichnamige Schutzgebiet zur Kleingartenanlage „Im Jagen 84“ und dann auf einer Fahrradstraße (Teufelsseechausse) in Richtung Heerstraße. Wir durchqueren einen Park, passieren den Grünen Teich ….

Grüner Teich

… und gelangen auf den Waldfriedhof. Dieser ist terassenförmig angelegt und an der tiefsten Stelle liegt der kleine Sausuhlensee.

Sausuhlensee

Am höchsten Punkt steht die Kapelle ….

Kapelle auf dem Waldfriedhof

… und genau auf der Achse zwischen See und Kapelle das Grab Loriots.

Die Grabstätte Loriots ….

... an den Badeenten unschwer erkennbar.

Über die Trakehnerstraße und vorbei am Olypiastadion gehen wir zum Bus an der U-Bahnstation Neu-Westend und fahren heim.

Olympiastadion

Unsere Route:

Wanderung in Berlin: Stralau – Hauptbahnhof

Stralau liegt im Berliner Ortsteil Friedrichshain auf einer Landzunge zwischen der Spree und dem Rummelsburger See liegt. Wir starten an der Bushaltestelle Markgrafendamm der BVG-Linie M43 und gehen dann zur Elsenbrücke. An die Spree kommen wir dort nicht, eine Riesenbaustelle versperrt den Zugang. Mediaspree grüßt!

Also ein Stück die Stralauer Allee entlang, bis wir ans Spreeufer gelangen, wo uns auf der anderen Spreeseite der Molecule Man begrüßt.

Der Molecule Man

Ebenso modernistisch liegt der Spreeweg nun vor uns. Moni gelingt ein besonderes Foto unter schwierigen Bedingungen.

Spiegelungen

Vergleichen Wandernde oder Spazierende wie wir an diesem 3. März die Realität mit ehemaligen Planungs-Simulationen, fällt auf: Es ist fast kein Mensch zu sehen. Im Gegesatz zu flanierenden Menschen auf den Simulationen.

Spreeweg zwischen Spree und Mediaspree

Uns stört es nicht, also weiter auf dem Spreeweg, der den Friedrichshainern nach Baubeginn von Mediaspree ja als breite Uferpromenade versprochen wurde.

Das Coca-Cola-Haus

Uns fällt auf, dass es auch hinter den gänzenden Glasfassaden ziemlich ruhig wirkt. Die sonst so raren Parkplätze bieten reichlich Platz, den auch die wenigen Fahrräder nicht auffüllen können. Sollten sich die Träume der Investoren nicht erfüllt haben?

Mediaspree mit der Oberbaumbrücke im Hintergrund

Auf der Oberbaumbrücke herrscht reger S-Bahnverkehr

Wir gehen weiter und landen an der Oberbaumbrücke in einer Sackgasse. Ist der Uferweg schon zu Ende? Wir müssen hoch, kommen aber nicht über die Warschauer Straße, ein Zaun verhindert das. Also weiter zu einem Tor im Zaun. Verschlossen, wie auch das Nächste. über einen großen Hof vor einem Ziegelbau mit ungeklärter Nutzung, bis wir an eine etwas breitere Autoeinfahrt gelangen. Außen am Zaun entlang zur Warschauer und dann zur East Side Gallery. Hier ist schon mehr los, junge und ältere Menschen bevölkern Bänke und Mauern.

Auf die East-Side-Gallery folgt Pier 61/64. Ich habe kein Foto gemacht, zitiere hier RBB24:

Das „Pier 61/64“ erinnert optisch an ein Kreuzfahrtschiff. Auch innendrin geht es in die gleiche Richtung: Teure Wohnungen (Kaltmiete über 20 Euro pro Quadratmeter), ein Hotel und Gastro beheimatet der Neubau. Vielleicht träumten die Architekten davon, dass die Menschen später mal den Uferweg zu seinen Füßen bevölkern, wie die Schaulustigen den Pier bei der Abfahrt eines neuen Ozeanriesen zur Hochzeit der Seefahrt.

Die Realität sieht anders aus: Das Restaurant in der ersten Etage hat geöffnet, einige Menschen sitzen darin, im Erdgeschoss gibt es ein Café, das ist schon weniger besucht. Drum herum sind leerstehende Gewerbeeinheiten hinter spiegelnden Fenstern.

Quelle: RBB24

Genau den hier beschriebenen Eindruck von enttäuschter Investorenhoffnung erweckte es bei mir.

Weiter gehts zum Park an der Spree und zum Holzmarkt. Hier stranden (Reminiszens an die Spree) wir zunächst vollständig. Auch die Alternativszene lässt uns nicht durch.

Wir wechseln auf die vielbefahrene Holzmarktstraße bis zur Janowitzbrücke. Hier finden wir das „Ännchen von Tharau“ auf deren Website ihr auch die Geschichte der Namensgeberin nachlesen könnt. Wir machen Pause und beschließen unbedingt wiederzukommen, so gut gefällt es uns.

Weiter am Spreeufer in Richtung Mühlendamm. Hier befand sich früher der Spittelmarkt. Vorher müssen wir den Uferweg aber noch einmal verlassen und nördlich des Molkemarkt noch einmal auf die Stralauer Straße und eine riesige Baustelle: Das „JaHo-Projekt“, eine neuerliche Gigantonomie, mit dem es aber offensichtlich nicht so recht weitergeht.

Zumindest erlaubt es uns einen Blick auf das Rote Rathaus, natürlich hinter einem Bauzaun.

Rotes Rathaus mit Fernsehturm

Hinter dem Mühlendamm geht es dann beschaulich weiter.

Spreeufer-Berlin-Mitte

Dann am Marx-Engels-Forum und DDR-Museum vorbei. Links von uns die Museumsinsel mit dem Bode-Museum an der Spitze der Insel.

Bode-Museum

Bode-Museum

Wir nähern uns dem Regierungsviertel und die Sonne steht schon nachmittäglich tief.

Der Reichstag mit „Brandmauer“?

Die Glasfronten spiegeln sich ineinander, so dass zwischen Realem und Gespiegeltem kaum zu unterscheiden ist. Hier wird eben Politik gemacht.

Was ist real? Was gespiegelt?

Der Reichstag im Gegenlicht

Hinter dem Regierungsviertel weitet sich das Spreeufer noch einmal imposant, aber wir verlassen die Spree und gehen vorbei am Hamburger Bahnhof zum ZOB am Hauptbahnhof.

Spreeufer gegenüber dem Kanzleramt

Die Tour:

Wanderung in den Glindower Alpen

Das Naturschutzgebiet Glindower Alpen liegt zwischen Glindow und Petzow, beides Ortsteile der Stadt Werder (Havel). Diese für Brandenburg völlig untypische Landschaft mit kühlfeuchten Schluchten, Anhöhen und kleinen Gewässern ist ein Überbleibsel der Ziegelindustrie und entstand als Abraumhalde der Tongewinnung.

Wir starten unsere Tour an der Bushaltestelle Holländermühle Baumgartenbrück und wandern entlang des Schwielowsee in Richtung Petzow. Vorbei am Schloss Petzow und rund um den Haussee, dann über die Straße „Zur Hasenheide“ geht es weiter in das Naturschutzgebiet Glindower Alpen.

Es ist zunächst eine gemächliche Wanderung, aber wir merken schnell: Trittfest sollten Wandernde in diesem Gebiet schon sein. Die Landschaft ist zerklüftet, es geht über schmalste Aufstiege, schmale Kämme Knüppeldämme und mehr.

Die Wälder sind forstwirtschaftlich wenig oder nicht beeinflusst. Totholz wird nicht geräumt. Dieses ist von Moosen, Flechten und Efeu überwuchert.

Immer wieder sehen wir kleine Tümpel oder schmale Rinnsale am Grund der bis zu vierzig Meter tiefen Schluchten.

Zurück gehen wir dann entlang des Glindower See zunächst wieder nach Petzow. Im Glindower See liegt eine kleine namenlose Insel, die offensichtlich Heimstatt hunderter Möven ist. Die Bäume sind überzogen mit weißem Vogelkot. Ein skuriler Anblick.

Die Busdichte am Start- und geplanten Endpunkt ist nicht sehr hoch und so gehen wir einfach weiter zum Bahnhof Pirschheide.

Die Tour:

Von Potsdam nach Berlin-Wannsee

Diese Wanderung von Potsdam nach Berlin-Wannsee führt uns vom Hbf Potsdam über Babelsberg und Klein-Glienicke entlang des Griebnitzsee, des Stölpchensee und des Pohlsee zum S-Bahnhof Wannsee.

St. Nikolaikirche Potsdam

Zunächst geht es durch den Nuthepark entlang der Freundschaftsinsel. Im Hintergrund blitzt uns das mit Patina überzogene Kuppeldach der St. Nikolaikirche entgegen. Über eine Brücke nahe der Nuthemündung verlassen wir den Park entlang der Havel in Richtung des Park Babelsberg.

Hans Otto-Theater Potsdam

Beim Blick über die Havel fällt ein Gebäude mit einer eher futuristisch anmutenden Dachkonstruktion auf: Das Hans Otto-Theater in Potsdam. Auf der Babelberger Seite blitzt uns hingegen der Frühling als frisch ergrünte Trauerweide an.

Frühlingshafter Blick auf Weide mit Hochstuhl

Es wird kräftig gebaut am und im Park Babelberg und so schlängeln wir uns durch Baustellen zum Eingang des Parks am alten Pförtnerhaus am Humboldring.

Der Flatowturm im Park Babelsberg

Der Landschaftspark Babelsberg liegt malerisch am Havelufer, entstanden ist er ab 1833 im Auftrag des späteren Kaiser Wilhelm I. und seiner Gemahlin Augusta. An der Gestaltung des Parks haben gleich zwei bedeutende Gartenkünstler gearbeitet: Peter Joseph Lenné und Fürst Hermann von Pückler-Muskau. (mehr dazu hier) Die Größe und Weitläufigkeit des Parks überraschte uns. Er umfasst rund 124 Hektar!

Das „Matrosenhaus“ im Park

Die Gerichtslaube

Am nordöstlichen Ausgang des Parks geht es über eine schmale Brücke und die Landesgrenze zwischen Berlin und Brandenburg nach Klein-Glienicke und dort für eine Pause in Wartmanns Café. Leider – für uns, nicht für die Betreiber – ist es dort seeehr voll: 30 min anstehen für eine Cola schmälert den Erholungswert dann doch.

Danach direkt eine kurze weitere Pause am Admiral-Scheer-Blick auf den Griebnitzsee. Hier ist es deutlich ruhiger.

Admiral-Scheer-Blick auf den Griebnitzsee. Nein, eigentlich unser Blick …

Entlang des Griebnitzsee wandern wir weiter …

… in Richtung Hubertusbrücke, die den Prinz-Friedrich-Leopold-Kanal zwischen Griebnitzsee und Stölpchensee quert. Mit Blick auf den Kanal eine nächste Rast im Biergarten des Ristorante Ciao.

Ristorante Ciao

Entlang des Stölpchen- und Pohlsee geht es weiter …

… zum S-Bahnhof Wannsee.

Die Tour:

Spandau – Tiefwerder Wiesen – Teufelssee

Mit der U-Bahn gings nach Spandau/Altstadt und dann entlang des Hafens und via Stresowstraße über die Havel. Weiter quer durch Stresow in die Tiefwerder Wiesen.

Die lagen still in der Sonne, kaum Menschen unterwegs. Wir schlendern an der Havel entlang zur Freybrücke.

Kurz vor der Brücke sehen wir von einen Imbiss. Und was lesen wir, als wir ihn erreichen? Die Antwort: „Fischbrötchen, Räucherfisch, Backfisch – geöffnet am Donnerstag von 14 bis 17 Uhr – Am Wochenende, 10 bis 17 Uhr.“ Mann/Frau drückt eine kleine Klingel, und dann kommt ein netter Mann um die Ecke geeilt: ein Fischer.

„Aus der Havel hole ich den Aal“, sagt er. „Geräuchert wird bei mir zuhause in Tiefwerder.“ Er stammt aus einer der letzten Fischerfamilien aus Tiefwerder. Die Brötchen waren an diesem Tag noch warm: Der „Bismarck-Hering mit allem“ schmeckte lecker. Im Weggehen höre ich noch: „Heute lege ich noch Reusen und bald kommen auch die Netze wieder ins Wasser“.

Wir gehen entlang der Alten Heerstraße und über die Stößenseebrücke in Richtung Grunewald und ein Stück die Havelchaussee entlang und sehen einige Boote verlassen in der Marina im Stößensee liegen.

Stössenseebrücke

Weiter gehts eine laaange Treppe hoch zur Straße „Am Rupenhorn“, diese überqueren wir und gelangen über gut begehbare Forstwege in den Grunewald.

Ein völlig verknorzelter Baum erregt unsere Aufmerksamkeit, ohne dass wir auch nur annähernd eine Erklärung für den Wuchs finden können.

Wir erreichen entlang des Teufelsbergs gehend das Ökowerk Berlin. Es ist in dem ehemaligen Wasserwerk Teufelssee im Grunewald, in unmittelbarer Nähe zum Teufelsberg, untergebracht. Das Ökowerk wurde 1985 eröffnet und bietet Ausstellungen, Veranstaltungen und Kurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene rund um die Themen Natur, Umwelt und Ökologie.

Wir gehen hinein um zum Teufelssee zu gelangen, der direkt daneben liegt. Fehlanzeige! Das Gelände des Ökowerks ist geschlossen umzäunt, also – ohne ein Foto zu machen – wieder hinaus und das Gelände umrunden.

Einige Familien mit Kindern sind schon da und so suchen auch wir uns ein Plätzchen für eine Pause. Ein, zwei Mutige stürzen sich ins Wasser, uns ist auch so schon kalt.

Über den Neuen Schildhornweg geht es dann in Richtung S-Bahnhof Grunewald. Rund einen Kilometer davor haben wir noch eine nette Begegnung, über die Moni hier berichtet.

Der Museumspark Rüdersdorf

Der Museumspark Rüdersdorf ist ein großes Freilicht-Industriemuseum in Rüdersdorf bei Berlin. Er dokumentiert die Gewinnung und Verarbeitung von Kalkstein aus den Rüdersdorfer Kalkbergen. Der Museumspark umfasst heute eine Fläche von 17 ha und bietet Einblicke in die bewegte Industriegeschichte Rüdersdorfs.

Der Strausberger Mühlenfließ an einem der Eingänge zum Museumspark

Der Museumspark umfasst heute eine Fläche von 17 ha und bietet Einblicke in die bewegte Industriegeschichte Rüdersdorfs. Neben Baudenkmälern aus dem 17. bis hin zum 20. Jahrhundert, wie beispielsweise die Schachtofenbatterie und die Rumfordöfen, bietet der Park unter anderem die Möglichkeit, geführte Touren in den aktiven Tagebau zu unternehmen.

Der Rumfordofen

Als Rumfordofen oder auch Rüdersdorfer Ofen bezeichnet man einen Brennofen zur industriellen Fertigung von Branntkalk, bei dem getrennte Brennkammern für Kalk und Brennstoff zur Verfügung stehen. Der Aufbau des Ofens folgte den Vorgaben von Benjamin Thompson Graf Rumford, unter dessen Beinamen der Ofen bekannt wurde.

Im Inneren des Rumfordofens

Der am Rumfordofen angesiedelte Wohnbereich

Blick in den Tagebau

Seilscheibenpfeiler des ehemaligen Schrägaufzuges

1871 wurde der Seilscheibenpfeiler errichtet, der das technische Bindeglied zwischen dem Schienennetz im Bruch und der Eisenbahnstrecke darstellte. Mit Hilfe eines Schrägaufzugs wurden die Hunte über eine 205 m lange, schräge Ebene von der 48 m tieferen Sohle des „Heinitzbruchs“ nach oben transportiert.

Seilbahnumlenkstation

1953 wurde eine Seilbahn für den Tagebau errichtet, die etwa 30 Jahre lang Loren vom östlichen Teil des Tagebaus, dem damaligen „Alvenslebenbruch“, zum Zementwerk transportierte.

Seilbahnumlenkstation

Schachtofenanlage

Die Schachtofenanlage wurde von 1874 bis 1967 für die Branntkalkherstellung genutzt. Sie ist ein einzigartiges Beispiel für den Übergang vom Jahrtausende altem Handwerk des Kalkbrennens zur Industrieproduktion in großen Anlagen.

Auf der Beschickungsebene der Anlage

Alte Antriebseinheit

Auf der Höhe der Beschickungsebene der Anlage

Die Ofenhalle, auch „Kathedrale des Kalks“ genannt

Am alten Hafen