Wir verlassen Hirschaid bzw. Sassanfahrt – wo wir übernachteten – in der Frühe, nachdem die Kirche dort mit Geläut zur Messe rief. Unsere Route führt uns über die Regnitz zum Main-Donau-Kanal zurück, wo Sonne und die unvermeidlichen Rennradfahrenden auf uns warten.
Die Regnitz zwischen Sassanfahrt und Hirschaid
Das Hirschaider Wappentier verabschiedet uns
Zum Glück können wir auf dem Deich gehen, während die Radfahrenden überwiegend auf dem Radweg fahren.
Unser Weg auf der Deichkrone
Es ist Samstag und offensichtlich hatten auch die Krähen am Freitag ihren Fischtag.
Rückstände vom Krähenmal
Blick zurück auf Sassanfahrt
Hinter Seußling verlassen wir den Kanal und wandern durch ein Naturschutzgebiet mit zahlreichen Baggerseen weiter. Hier sind nur wir unterwegs.
Im Naturschutzgebiet bei Seußling
Im Naturschutzgebiet bei Seußling
Am Wasserkraftwerk bei Neuses wechseln wir auf die andere Seite der Regnitz, gehen durch Neuses und kommen ins Naturschutzgebiet Büg.
Erntezeit bei Neuses
Dreibeiniger Knabe mit Füllhorn in Neuses
Ein Baum sieht Dich an
Im Büg
Im Büg
Im Büg
An der Staustufe Forchheim ist Schluss mit der Ruhe. Es wimmelt auf dem Weg entlang des Kanals von Menschen. Zu Fuß und auf diversen Gefährten. Wir sehen zu, dass wir zum Bahnhof kommen, an dem wir in ein früher mal Schienenbus genanntes Fahzeug steigen, das uns nach Pinzberg ins Hotel bringen soll. In Pinzberg wartet eine Überraschung auf uns: Ein ca. 1 Km langer Aufstieg zum Gasthaus mit etwa 15% Steigung. Das musste nicht sein, jedoch entschädigt ein Blick vom Balkon ein wenig.
Heute geht es von Hallstadt nach Hirschaid. Wir haben die flache Talroute über Bamberg gewählt – erspart uns jede Menge Höhenmeter. Bamberg haben wir ja schon am Tag vorher erkundet und sind froh, diese – positiv formuliert – quirlige Autostadt weitgehend umgehen zu können.
Den schöneren Teil der Stadt – die Haine im Süden – erwischen wir dennoch.
Brückchen am Hollergraben
Im Theresienhain
Denkmal für König Ludwig Ii
Linker Regnitzarm
Berganza-Denkmal im Luisenhein
Auch der berühmter Romantiker, Dichter und Komponist ETA-Hoffmann, welcher von 1808-1813 in Bamberg lebte, liebte den Hain. Hier fand er Inspiration für seine literarische Arbeit, wie seine Geschichte von Berganza dem sprechenden Hund beweist. Diesen Hund will ETA- Hoffmann eines Nachts auf seinem Weg nach Hause durch den Hainpark getroffen haben . Eine der vielen Statuen im Hain illustriert diese Begegnung.
Blick auf das Bamberger Bankenviertel – die große Anzahl dortiger Bänke ist leider nicht gut erkennbar
Anrührendes in einer Erle im Luisenhain. (Konnten nix weiter dazu finden. Vielleicht Ihr?)
Blick auf Bug – Hier vereinigen sich linker und rechter Regnitzarm wieder
Die schattigen Haine sind bei Bug Geschichte und wir gelangen an einem Freibad entlang wandernd den Main – Donau-Kanal. Viel zu berichten gibt es außer zwei netten Begebenheiten nicht. Es ist heiß, der Weg weitgehend schattenlos und schnurgerade. Also sprechen hier die Fotos.
An der Bamberger Regattastrecke am Kanal
Man nennt es Zentralperspektive
Bronzeguss „Zur Rentnerruh gebracht“ des Bamberger Bildhauers Adelbert Heil
Wie gesagt, es ist heiß und schattenlos. Dann aber sehen wir das an der Straße in Strullendorf.
Kalte Getränke wie vom Himmel gefallen
Pause? Durst? Kalte Getränke?
Einfach über die Straße dem Pfeil nach gehen!
Da steht ein gut gefüllter Kühlschrank- Geld auf Vertrauensbasis für Limo oder Bier in die kleine Kasse werfen: Was für eine tolle Idee! Ein kleiner Garten mit nett eingerichtetem Bauwagen steht ebenso für Alle bereit, ein wohltuendes Schattenplätzchen für eine unsrer besten Pausen heute. Danke sehr!
Eine weitere nette Situation hier am Strömungskraftwerk in Strullendorf.
Strömungskraftwerk
Die Gans, die sich nicht traut
Ihre Kumpels und Kumpelinen sind tatsächlich den Wasserfall runter gerutscht!! Sie blieb zurück- und wählte nach einigem Zögern und Zaudern dann doch den eher gänsetypischen Weg über den Abgrund.
Begegnung der zweiten Art. Hirschaid und der Schlepper Main
Der Tag heute ist ein schwieriger Tag. Trotz aller Bemühungen war es uns im Vorfeld der Tour nicht gelungen eine Unterkunft eine Etappenlänge entfernt von Hildburghausen zu buchen.
So war uns beim Start klar, dass ein Teil der Route mit dem ÖPNV bewältigt werden muss. Wir wollen in Zapfendorf in Oberfranken starten und in Hallstadt übernachten. Auch das erweist sich als nicht einfach, die Anreise nach Zapfendorf ist kompliziert und wir stranden zunächst in Bamberg. Es beginnt zu regnen und so „schmeißen“ wir die Etappe und beschließen uns heute Bamberg anzusehen.
Wir verlassen Hildburghausen
Die Enten im Stadtpark kommen zur Verabschiedung
Der Main-Donau-Kanal in Bamberg
Goblmoo – Brunnen in der Altstadt von Bamberg
Der Gabelmann auf fränkisch „Goblmoo“ stellt den römischen Meeresgott Neptun dar.
St Martin am Markt
Das Innere von St Martin
Man muss schon zu ihm aufschauen: Der Hl. Antonius in St Martin /Bamberg.
Auf dem Weg zum Dom über den linken Regnitz-Arm
Bamberger Dom
Fotobombing im Dom
Moni verlässt die oberen Ränge im Dom
Das Apfelweibla
Das ‚Apfelweibla‘ ist ein ehemaliger Türknauf (Bamberg, Haus Eisgrube 14) aus dem 18. Jhdt.Der Name geht auf E.T.A. Hoffmann zurück, der von 1808-1813 in Bamberg lebte. Hoffmann schuf mit ihm das ‚Apfelweib‘ in seinem Kunstmärchen ‚Der goldene Topf‘
Auszug:
„Da stand er und schaute den großen, bronzenen Türklopfer an; aber als er nun auf den letzten, die Luft mit mächtigem Klange durchbebenden Schlag der Turmuhr an der Kreuzkirche den Türklopfer ergreifen wollte,
da verzog sich das metallene Gesicht im ekelhaften Spiel blauglühender Lichtblicke zum grinsenden Lächeln. Ach! es war ja das Apfelweib vom Schwarzen Tor.“
Cover des Buches
Besuch im Cafe am Markt
Später in den Bus nach Hallstdt und ins Hotel. Blog geschrieben und Füße hoch. Bis morgen Ihr Lieben.
Moni hat darauf bestanden, den heutigen Blog-Text zu schreiben. Daher nur ihr Text und unsere Fotos.
In eigener Sache:
Am Beispiel des heutigen, elenden Hitzetags muss ich doch mal auf die unglaubliche Einsatzbereitschaft meines Mannes hinweisen. Während ich mich tropfend (Schweiß) und fluchend (ordinär) von einem Schattenfleck zum Nächsten schleppe, zückt Herbert in der Affen-Glutsonne immer wieder die Kamera um die schönsten Beitragfotos für den Blog zu bekommen.
Ich bin derweil froh über die kleinen Verschnaufpausen, die so für mich entstehn.
Aber schon gehts weiter – der Weg will ja auch bei miesestem GPS-Signal und schlechten Karten gefunden werden – bzw. Ersatzrouten müssen her, wo keinerlei Ersatz sicht – oder gangbar scheint.
Ich neige dazu den nächsten Bus oder Zug als alternativlos anzupreisen – hab aber noch lang nicht immer Erfolg damit.
In der Unterkunft angekommen wollen die Fotos auch noch irrrgendwie (?) hochgeladen, bearbeitet, betextet und was weiß ich noch alles zum Blog gefügt werden. Jeden Abend.
Will sagen:
Respekt, Respekt, Respekt, mein Schatz, für Deinen täglichen Sieg über das ’nach Lust und Laune Prinzip‘!
Und morgen wirds nicht mehr so heiß!
32°C sollen es heute werden. Uns graut ein wenig, wenn wir daran denken, dass mehr als 200 Höhenmeter vor uns liegen. Zum Glück gleich am Beginn der Etappe, die wir am Ortsrand von Zella-Mehlis auf dem Prinzenweg starten.
Wir verlassen Zella-Mehlis auf dem Prinzenweg
Und es geht gleich zu Sache. 241 Höhenmeter auf den ersten 3 Km sind es, als wir die erste Steigung an der Gedenktafel für Hans Renner erreichen.
Später gehen wir auf dem Hans-Renner-Gedenkweg weiter
Hier oben haben wir einen schönen Ausblick – es wird der einzige Fernblick bleiben – auf Zella-Mehlis, leicht getrübt durch eine Stromleitung.
Blick zurück und hinab auf Zella-Mehlis
Wir gelangen ins Gebiet „Fröhlicher Mann“, das kennen wir schon vom Vortag und wollen es unbedingt meiden.
In der Nähe des „Fröhlichen Mann“
Deshalb vertrauen wir der Karte und diesen Wegweisern und wandern direkt in Richtung Suhl. Der soll uns an „Tote Männer“ vorbeiführen.
Diese haben wohl – wie wir – Karten und Hinweischildern vertraut und sind im Dickicht bzw. hüfthohem Gras elendig zugrunde gegangen. Der Weg, der so nett beginnt, endet förmlich im Nichts.
Wir irren herum, versuchen hier und dort einen Weg zu finden und entdecken zwar einen Hochsitz, aber keinen Weg. Irgenwie muss der Jäger doch dorthin kommen? Also schlagen wir uns am Waldrand durch und siehe da: Ein Hausdach! Darauf zuhaltend finden wir zunächst etwas Wegähnliches und dann einen Weg, der uns weiter nach Suhl bringt.
Weg zu den „Toten Männern“
Perücke-Flockenblume
Die Perücken Flockenblume blüht- wie man sieht- im August und September😉 Nicht nur diese hier steht auf der Liste der gefährdeten Pflanzen in D.
Ich werde mal als gelbblütiger Frauenmantel erstrahlen
Der Weg verdunkelt sich…
Dann landen wir hier im hüfthohen Gras
Geschafft – es ist wieder ein Weg zu erkennen
Eine Betonie
Im europäischen Mittelalter wird die Echte Betonie in den Pflanzenlisten der kaiserlichen Gärten Karls des Großen 812 erwähnt. Als geschätzte Heilpflanze hatte sie dadurch einen Stammplatz in jedem Kloster- und Apothekergarten oder wurde um Kirchen gepflanzt. Die Betonie hatte auch als Amulett-Kraut große Beliebtheit und wurde mit roter Wolle ums Handgelenk oder um den Hals getragen. Diese magische Applikation sollte unter anderem auch vor Hexerei schützen.
Wir sind in Suhl…
In Suhl- Heinrichs geben wir um ca. 13 Uhr den Kampf gegen die Hitze auf. In den Bus nach Meiningen und dann weiter mit der Bimmelbahn nach Themar. Eben ein Notprogramm. So eines werden wir auch für morgen ausarbeiten, dann sollen es 36° werden…
Bis morgen Ihr Lieben, haltet Euch wacker und trinkt viel. So wir wir jetzt: Literweise Isotonische Getränke…
Unseren Ruhetag verbringen wir in Zella-Mehlis. Ein Rundgang durch Mehlis – einem Ortsteil der Gemeinde – einkaufen und ausruhen, mehr ist heute nicht auf dem Plan.
Spätnachmittaglicher Blick durchs Gässchen auf die Kirche St Magdalena
Zella-Mehlis ist eine 1919 aus der Zusammenlegung der Gemeinden Zella St. Blasii und Mehlis entstandene Kleinstadt im Landkreis Schmalkalden-Meiningen.
Der Ort hat eine bewegte Geschichte. Die Bewohner der Region mischten bei den Bauerkriegen mit, bekämpften den Kapp-Putsch und leisteten erheblichen und langen Widerstand gegen das NS-Regime.
Gedenktafel am Marktplatz
Der Markt wird bewacht vom „Platzwächter„, eine Skulptur des bekannten Künstlers und Philosophen Dr. Ulrich Barnickel
Der Platzwächter in Zella-Mehlis
Uns stellt sich der Ort sehr ruhig dar, auffallend sind die vielen schönen Häuser. Hier eine Auswahl:
Angesichts der zu erwartenden Temperaturen von 31 bis 32°C beschließen wir mit dem Bus von Ilmenau zur Kreuzung Rennsteig zu fahren. Das erspart uns einige Höhenmeter. Von dort gehts dann hoch zur Schmücke, wo uns ein Gasthaus zur ersten Pause erwartet.
Am Gasthaus Scmücke
Angekommen auf der Schmücke müssen wir – und mit uns viele andere Wanderer/innen – leider feststellen, dass das ‚Gasthaus zur Schmücke‘ wegen Wasserrohrbruch geschlossen hat.
Beim Umschauen sehen wir dann diesen ‚Marterpfahl‘ der durchgelaufenen Wanderschuhe-manche haben sogar schon Moos angesetzt.
Noch ein Bick von der Höhe und weiter auf dem Rennsteig – hier eher ein geröllhaltiges trockenes Bachbett – in Richtung der Wetterstation auf der Schmücke.
Blick vom Gasthaus Schmücke
Auf dem Rennsteig
Der vermutlich höchste Punkt unserer Wanderung
Wetterstation auf der Schmücke
Jetzt beginnt – wenn auch zunächst unmerklich – der Abstieg nzzach Zella-Mehlis.
Der Rosenkopf am Rennsteig
Die Infotafel am Rosenkopf weist auf ehemals 1007 Grenzsteine entlang des Rennsteiges hin. Der Rennsteig mit seinen verbliebenen rund 800 Grenzsteinen steht unter Denkmalschutz.
Rettungsstation im Skigebiet Rennsteig. Wohl eher für den Wintersport als für Wanderer eingerichtet.
Wir verlassen bei etwa 900m Höhe den Rennsteig ung steigen in Richtung Heidersbach ab.
In dieser Höhe herrscht Fichtenbestand vor – scheinbar schon stark geschädigt
Zutat für Moni
Nur für Eingeweihte (Trierer): Zutat für Knüppelschis Süppschi
(Für Nichttrierer: Knüppelschis Süppschi ist die verbrämende Bezeichnung für Prügel.)
Blick über den Thüringer Wald
In der Ferne sehen wir eine Burg. Moni studiert die Karte, findet aber nichts dazu. Es bleibt rätselhaft, einen weiterer Hinweis finden wir erst viel später, aber keine Auflösung.
Der Abstieg über die geröllige Schotterpiste ist anstrengend und es geht nur langsam vorwärts.
Fingerhut am Rand der Schotterpiste
So viele Fingerhüte heute auf dem Weg. Wir lassen die Finger davon.
Blick in ein Seitental
Wir durchwandern das Quellgebiet der Ilm, die hier von zahlreichen Bächen gespeist wird. Die Seitentäler, die von diesen Bächen durchflossen werden, sind mit ihren Lichtungen wunderschön. Für Fotografen ist es immer wieder enttäuschend, dass die Eindrücke nicht ins Bild gesetzt werden können.
Blicke in die Weite sind nur selten möglich
In tieferen Lagen prägt der belaubte Mischwald den Weg und die Blütenvielfalt nimmt zu.
„Platanenalle“ auf dem Suhler Brückenweg
Der getüpfelte Gilbweiderich gehört zur Familie der Primelgewächse😳
Wir mache kurz vor Heidersbach eine ausgiebige Pause.
Von unsrer Päuschenbank nach oben geschaut.
Hinter Heidersbach gelangen wir zum „Fröhlichen Mann“, was immer das ist. Wir sehen ein Gewerbegebiet. Ödnis pur, kein Cafe. keine Möglichkeit für eine Rast. Nur eine Tankstelle, sinnigerweise heißt sie „Zum fröhlichen Mann“. Hier kaufen wir ein Eis, trinken eine kalte Cola. Und wir sehen eine Bushaltestelle: Die Linie 300 bringt uns zum Marktplatz in Zella-Mehlis.
Marktplatz in Zella-Mehlis
Nun noch einmal zum „Burgenrätsel“. Bei der Bildauswahl am Abend zeigt sich…
Unsere „Burg“
… unsere Burg stellt sich als undefinierbares Bauwerk heraus. Auch hierzu finden wir keinen Hinweis. Kann uns jemand weiterhelfen?
Das war es für heute. Jetzt Ruhetag in Zella-Mehlis. Also bis bald.
Heute steht ein Wanderung von annähernd 20 Km und letztlich 350 Höhenmetern von Milbitz nach Ilmenau an.
Von Milbitz nach Paulinzella – Sehr schöner Weg mit gleich mal einer ordentlichen Steigung
Auf fallend sind die vielen Rast- und Ruheplätze im Thüringer Wald. Das kommt uns sehr entgegen
Fenster mit Durchblick – Gesehen kurz vor Paulinzella
Ein Highlight der heutigen Etappe ist sicher das Kloster Paulinzella
Das Benediktinerkloster Paulinzella
Das Kloster Paulinzella ist eine ehemalige Benediktinerabtei, gegründet als Doppelkloster in Paulinzella im Rottenbachtal in Thüringen. Die Ruine der Klosterkirche gehört zu den bedeutendsten romanischen Bauwerken in Deutschland. Wer mehr erfahren will, Paulinzella"> bitte hier.
Hier hat Goethe Geburtstag gefeiert
Goethe war von der mystischen Klosterruine fasziniert und verbrachte angeblich seinen 68 Geburtstag hier.
Paulinzella sieht sich als Tor zum Thüringer Naturpark
Weiter geht es nach Gräfinau-Angstedt, auf machnen Karten noch Wolfsberg genannt. Der Ort liegt in etwa 400 m ü. NHN. Westlich erhebt sich der 527 Meter hohe Wolfsberg, der Namensgeber der früheren Gemeinde Wolfsberg.
Aufstieg nach Gräfinau-Angstedt
Wer spielt hier mit wem? Der Wind mit dem Gras, oder das Gras mit dem Wind? Oder etwa beide zusammen?
Ein ***** Sterne-Rastplatz
Der allerschönste Rastplatz bis jetzt auf dieser Wanderung! Wir sitzen gemütlich im Schatten, kein Mensch weit und breit, ein leiser Wind umschmeichelt uns, Kaffee und Brotchen ausgepackt, und dann schauen wir den Fischen im Teich zu – die man erst auf den zweiten Blick erspäht. Mal sehen, ob sie noch näher kommen: Ein kleines (wirklich ganz kleines) Stückchen Knäckebrot kann doch wohl nicht schaden.
Wir erreichen Gräfinau-Angstedt. Der Ort macht nicht viel her, hat jedoch eine mächtige Kirche.
Die Kirche Maria, Nicolai und Allerheiligen in Gräfinau von 1830
Gräfinau liegt an der Ilm, die im Ortskern leicht aufgestaut wird.
Die Ilm in Gräfinau
Nach einer Pause in einem tristen Döner gehts weiter nach Ilmenau.
Der Ort liegt auf einer Höhe von etwa 500 m ü. NN am nordöstlichen Rand des Thüringer Waldes. Die Kernstadt liegt dabei in einem weiten Talkessel der Ilm, welche die Stadt in West-Ost-Richtung durchfließt.
Die Ilm in Ilmenau
Obwohl es Samstagnachmittag bei bestem Wetter ist, macht die Stadt einen öden Eindruck. Kein Cafe im Zentrum, nur ein Straßenverkauf für Pizzen und einer für Döner haben geöffnet. Tote Hose eben, wie ein junger Mann meint, den ich nach dem Weg zum Edeka frage.
Dann der Einkauf für morgen, die Dusche und dieser Beitrag. Das war es für heute, bis morgen Ihr Lieben.
Nach der gestrigen tollen, aber auch hitzebetonten Wanderung, war das Telefonat mit unsrer Gastgeberin für die kommenden zwei Tage eine sehr erfreuliche, da entlastende Sache: Frau Möller ‚verbot‘ uns geradezu den anstehenden Einkauf (u.a. hektoliterweise Wasser) zu besorgen, sondern kutschierte uns gut gelaunt zum nächsten Edeka und zurück zum (wunderbar kühlen) Apartment.
Sitzecke an unserer Unterkunft bei den Möller’s
So mussten wir uns heute um nix mehr kümmern, sondern lungerten stattdessen entspannt im schattigen Gartenplätzchen rum.
Bevor die gesamte Familie Möller ‚in aller Herrgotts früh‘ nach Schweden aufbrach gabs aber noch einen Tipp: Die Paulinzeller Teiche- mit angeschlossener Fischräucherei- ca. 1 Km entfernt. Das kann frau ja sogar nur mit Sandalen gehen! Kleiner Regenschauer wird abgewartet und dann….
Auf dem Weg zu den Paulinzeller Klosterteichen
Paulinzeller Teiche
Alte Zeiten
Wir können das Apartment wärmstens empfehlen. Hier die Adresse:
Fam. Möller Hauptstraße 44 07426 Milbitz Tel 0163 6361839
Unsere Wanderapp Outdooractive überschreibt den Track unserer heutigen Etappe so: Lange Wanderung auf dem Grünen Strich, Rinnetal nach Milbitz über Watzdorf, Leutnitz und Quittelsdorf.
Etwas verwirrend, denn der grüne Strich ist das Wanderzeichen des Wanderwegs durchs Rinnetal, mehr nicht.
Unsere Unterkunft in Bad Blankenburg: Villa Brödel
Wir verlassen die Villa Brödel früh um Halb-Acht und trinken in der Bäckerei beim Rewe erstaunlich guten Cappuccino, kaufen ein und gehen los.
Die Schwarza in Bad Blankenburg
Marktplatz in Bad Blankenburg
Bad Blankenburg schmückt sich zum 27. Lavendelfest am kommenden Wochenende.
Moni macht auf den Gründer des ersten Kindergartens (in Blankenburg) aufmerksam:
Als ehemalige Erzieherin/ Heilpädagogin möchte ich hier doch unbedigt Friedrich August Wilhelm Fröbel (1782-1852 erwähnen.
Er „leitete mit der Gründung des ersten Kindergartens in Blankenburg eine pädagogische Revolution auf dem Gebiet der Kleinkindererziehung ein. Schon 1840 forderte Fröbel den Kindergarten für alle Kinder kostenfrei. Seine Konzeption zur Theorie und Praxis des Kindergartens, führte zu weitreichenden Veränderungen der pädagogischen Praxis weltweit und besitzt bis heute ungebrochene Aktualität.“ Quelle: https://www.thueringen.info
Friedrich-Fröbel-Museum
Burg Greifenstein
Hoch über der Stadt thront die Burg Greifenstein, das markanteste Wahrzeichen von Bad Blankenburg. Die Burganlage ist eine der größten ihrer Art.
Die kleine Dorkirche St Batholomäus in Watzdorf
Auf dem Weg Richtung Leutnitz
Wir gehen fast die ganze Strecke an der Rinne, einem lieblichen Bach entlang
Das Rinnetal hat uns heute besonders begeistert – und gut getan: Der kleine Bach plätscherte so munter an unsrer Seite, es gab viel Schatten und dazu wehte ein leichter Wind, der das Wandern bei fast 30 Grad spürbar erleichterte.
Wir machen Rast an einer der vielen! Rastplätze im Rinnetal
Quittelsdorf im Rinnetal
Kirche in Rottenbach
Viadukt vor Milbitz
Die Strecke von Bad Blankenburg bis Rottendorf stieg kontinuierlich, aber ohne größere Steigungen an. Hinter Rottenbach änderte sich das, es ging merklich bergauf und so wechselten wir nach einigen hundert Metern auf die Landstraße im Tal und erreichen über die wenig befahrene Straße Milbitz.
Wir erreichen Milbitz
Milbitz
Am Ortseingang sehen wir einige in den Fels getriebe Eiskeller
Das war es für heute, morgen Ruhetag, also bis bald.
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